
Juni 22, 2011 | veröffentlicht von
admin-w57
Wenn Carl Friedrich von Weizsäcker in den physikalischen Gesetzmäßigkeiten einen Abglanz Gottes zu erkennen glaubte, bewegte er sich bei seiner Erforschung der Natur ganz in der Tradition eines Johannes Keplers oder Werner Heisenbergs. Carl Friedrich von Weizsäcker war auf der Suche nach einer Einheit von Physik und Metaphysik und wollte die physikalische mit der religiösen Welterklärung versöhnen. Alle natürlichen Gesetzmäßigkeiten lassen sich hypothetisch auf physikalische reduzieren. Die physikalischen Gesetze formulieren dabei die Bedingungen der Möglichkeit objektivierender Erfahrungen. Die Zeit nimmt dabei eine zentrale Stellung ein.
Kategorie: Philosophie, Wissenschaft |
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Mai 5, 2011 | veröffentlicht von
admin-w57
Für Ulrich Schnabel ist ein gewisser Wohlstand für die Zufriedenheit im Leben durchaus wichtig. Wer seine Grundbedürfnisse nicht befriedigen kann, fühlt sich selten glücklich. Zudem hängt das Glück von anderen Faktoren wie dem sozialen und familiären Umfeld, von der Zahl der Freunde und der Stabilität der Gesellschaft ab, in der eine Person lebt. Die Menschen in den modernen Industrienationen geraten auch deswegen unter Stress und in Zeitnot, weil sie mit dem Überangebot an Waren und den unzähligen Möglichkeiten, ihr Leben zu gestalten, nicht mehr zurechtkommen. Ulrich Schnabel schreibt: „Das erklärt auch das Paradox, dass die Menschen im Allgemeinen umso mehr unter knapper Zeit leiden, je reicher sie sind.“ Ulrich Schnabel studierte Physik und Publizistik und arbeitet als Wissenschaftsredakteur der Wochenzeitung „DIE ZEIT“.
Kategorie: Philosophie |
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Dezember 24, 2010 | veröffentlicht von
admin-w57
Johann Wolfgang von Goethes naturwissenschaftliches Hauptwerk „Die Farbenlehre“ erschien 1810 in zwei Bänden in Tübingen. Der Autor erforscht, was der Vielzahl der Farbwahrnehmungen zugrunde liegt und stellt fest, dass der Mensch ohne Licht keine Farben wahrnehmen kann. Das Licht war für ihn daher die Grundlage jeder Wahrnehmung von Farbe. Goethe stellte die These auf, dass Farben Modifikationen des Lichts sind. Das Modifizierende liegt in der lichtlosen Materie, der Finsternis. Goethe untersucht erstens Farben, insofern sie dem Auge angehören und auf einer Wirkung und Gegenwirkung desselben beruhen, die so genannten flüchtig physiologischen Farben.
Kategorie: Wissenschaft |
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Dezember 11, 2010 | veröffentlicht von
admin-w57
Gilles Deleuze und Félix Guatarri stimmen in ihrem Buch „Tausend Plateaus“ ein Loblied auf den französischen Soziologen Gabriel Tarde an, der von 1843 bis 1904 lebte. Sie feiern ihn als soziologischen Klassiker unserer Zeit. Sie schreiben, dass nur im Anschluss an Gabriel Tarde eine radikale Neuausrichtung der Soziologie als einer „Mikrosoziologie“ möglich war. Denn sie hat sich genau für die Unwahrscheinlichkeiten dessen interessiert, was andere Soziologen als soziale Tatsachen oder kollektive Vorstellung in stabilen Gesellschaftsstrukturen betrachteten. Gilles Deleuze und Félix Guatarri stimmen mit Gabriel Tarde überein, dass es die sozialen Regelmäßigkeiten sind, die erklärt werden müssen. Man darf ihre Entstehung nicht als bekannt voraussetzen.
Kategorie: Soziologie |
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September 3, 2010 | veröffentlicht von
admin-w57
Johann Gottlieb Fichte wurde am 19. Mai 1762 in Rammenau bei Bischofswerda in ärmlichen Verhältnissen geboren. Ein Adliger, der das geistige Potential des Jungen erkannte, ermöglichte ihm eine gute Ausbildung. Zuerst erhielt Fichte Privatunterricht bei einem Pastor, besuchte anschließend die Fürstenschule Schulpforta und studierte schließlich an der Universität in Jena. Nach seinem Studium lebte der Philosoph in großer Armut, da sein Gönner gestorben war. Der Philosoph wurde gleich mit seinem ersten philosophischen Werk „Versuch einer Kritik aller Offenbarung“, dass 1792 anonym erschien, bekannt.
Kategorie: Philosophie |
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