Das Genie und die Lebenswut der Sylvia Plath

Schon zwei Jahre nach dem Tod von Sylvia Plath waren ihr Leben und ihre Dichtung zu einem schwer entschlüsselbaren Mythos verwoben. Nur eines ist klar, die Wut ist ein fester Bestandteil ihres Lebens, wie sie selbst in ihren Tagebüchern zugibt: „Eines kann ich sagen; Ja, ich will gelobt werden von der Welt und will Geld und Liebe und bin wütend auf alle, die weiter sind als ich, vor allem, wenn ich sie kenne und wenn sie ähnliche Erfahrungen gemacht haben wie ich.“ Keine vier Jahre später nachdem sie diese Sätze geschrieben hat, wird die inzwischen zweifache Mutter, die mit ihren Kindern allein in London lebt, in ihrer Küche den Gashahn aufdrehen und den Kopf in den Backofen stecken, um zu sterben.

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Stendhals Romane erzeugen ein Gefühl des Glücks

Der französische Philosoph Alain erkannte, dass der Schriftsteller Stendhal ganz und gar kein Bürger im üblichen Sinne war. Er schrieb: „Die Tyrannen, ob groß oder klein, fürchten dieses skandalöse Beispiel eines Mannes großen Stils, der vor nichts Respekt hat.“ Laut Alain nahm Stendhal die Götter der Politik nicht ernst, ob sie nun Staat oder Vaterland hießen. Er machte sich über die Macht lustig und verlachte die Wichtigtuer. Seine Götter waren der Mut, die Ehre, die Liebe und die Freundschaft. Alain hält Stendhal für einen Republikaner der gefährlichsten Art.

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Khalil Gibran versöhnt den Islam mit dem Christentum

Durch das gesamte Werk des Dichters durchzieht sich ein Schmerz, der durch die unvermeidliche Trennung des Individuums von der Welt und zwischen Gott und Erde ausgelöst wird. Khalil Gibran sehnt sich nach einer Synthese des Getrennten und hofft auf deren Erfüllung. Khalil Gibran wurde 1883 im Libanon geboren. Als er 12 Jahre alt war, wanderte seine Familie nach Amerika aus und ließ sich in Boston nieder. Zwei Jahre später kehrte der Schriftsteller mit einem Stipendium in den Libanon zurück und studierte dort die Arabische Sprache und Literatur.

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Walt Whitman führt den freien Vers in der Lyrik ein

Mit seiner monumentalen Gedichtsammlung „Grashalme“ hat Walt Whitman eine eigenständige neue amerikanische Lyrik geschaffen. Sie ist humanistisch und demokratisch geprägt und enthält ebenso individualistische Inhalte. Walt Whitman wurde 1819 in West Hill auf Long Island geboren und arbeitete nach einem kurzen Schulbesucht als Buchdrucker, Journalist und Lehrer. Er war reiner Autodidakt und eignete sich sein enormes Wissen über die Klassiker der Literatur selbst an.

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Edgar Allan Poe erfindet die Detektivgeschichte

Berühmt wurde Edgar Allan Poe vor allem durch seine exzellenten Schauergeschichten und seine unheimlichen Gedichte. Sein bekanntestes lyrisches Werk „The Raven“ (Der Rabe) entstand 1845. Aber das waren nicht die einzigen bedeutenden Leistungen des Schriftstellers Edgar Allan Poe. Er gehört außerdem zu den Begründern der Detektivgeschichte und hat die dunklen Seiten der menschlichen Psyche ausgeleuchtet wie kein Dichter vor ihm. Noch heute gehört Edgar Allan Poe zu den meistgelesenen amerikanischen Schriftstellern überhaupt. Edgar Allan Poe betrachtete sich als Kosmopolit und daher die ganze Welt als den einzig passenden Schauplatz für seine Schriften.

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