Charles Sanders Peirce bringt den Pragmatismus in Gang, indem er bei Alexander Bains Definition des Glaubens als einer Regel beziehungsweise einer Gewohnheit des Handelns ansetzt. Von dieser Definition ausgehend machten Peirce folgendes geltend. Nämlich, dass die Aufgabe der Forschung nicht in der Darstellung der Wirklichkeit liege, sondern dass sie die Möglichkeit eröffnet, wirksamer zu handeln. Richard Rorty stellt fest: „Das Bedeutet, dass man sich von der „Abbild-Theorie“ der Erkenntnis lossagt, die seit René Descartes eine die Philosophie beherrschende Rolle gespielt hat.“ Und man verzichtet insbesondere auf die Vorstellung von der Erkenntnis, die nicht durch Zeichen vermittelt ist. Charles Sanders Peirce gehört zu den ersten Philosophen, der die Fähigkeit zum Zeichengebrauch als wesentliches Merkmal des Denkens hinstellte. Richard Rorty (1931 – 2007) war einer der bedeutendsten Philosophen seiner Generation. Zuletzt lehrte er Vergleichende Literaturwissenschaft an der Stanford University.
Die Computer-Logik besitzt eine eigene Realität
Die Computer-Logik stellt sich eine personalisierte Realität ganz nach ihrem Geschmack zusammen. Sobald sie eine „Atmosphäre der Echtheit“ identifiziert hat, taggt sie deren Inhalt mit „wahr“. Rebekka Reinhard kritisiert: „Die verblödete Vernunft setzt zwischen subjektiver Empfindung und objektiver Erkenntnis ein Gleichheitszeichen. Komplizierte Beschreibungen der Realität kann sie nicht aushalten. Wo ihr die Wirklichkeit zu undurchsichtig … Weiterlesen