
Februar 2, 2012 | veröffentlicht von
hkl
Auch im vielfältigen, sprunghaften und teilweise widersprüchlichen Denken Friedrich Nietzsches lassen sich immer wiederkehrende Motive und dominierende Fragen erkennen. So steht beispielsweise die erste Phase seines philosophischen Denkens, die mit den ersten „Baseler Vorträgen“ beginnt und mit der „Morgenröthe“ endet, unter der Leitfrage nach dem Wert und Sinn der menschlichen Existenz. Im 9. Abschnitt seiner [...]
Kategorie: Philosophie |
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Dezember 7, 2011 | veröffentlicht von
admin-w57
Den Leib, über den er philosophiert, fasst Maurice Merleau-Ponty als ein Subjekt auf, der dem Menschen die Dinglichkeit und die Mitmenschen erschließt. Er ist so stark zu allem und jenem geöffnet, dass er durch seine Haut nur scheinbar begrenzt wird. In Wirklichkeit reicht er bis zum Horizont, wo die Sicht und die Gefühle enden. Wo Menschen kooperieren, verstehen sie sich gleichsam von Leib zu Leib. In dieser wechselseitigen Berührung der Seelen im Verständigungsprozess schwingt nicht selten ein erotischer Moment mit. Die Erotik ist laut Maurice Merleau-Ponty die dem Menschen gegebene Möglichkeit, sich mit einem Du ohne Sprache zu einigen, wobei jeder dem anderen dazu verhilft, das Wohnen im Leibe und damit in der Welt zu verwirklichen.
Kategorie: Philosophie |
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Dezember 5, 2011 | veröffentlicht von
admin-w57
Erwin W. Straus kritisierte in einem seiner Hauptwerke „Geschehnis und Erlebnis“ von 1930 Sigmund Freud, weil dieser vom Materialismus seiner Epoche ausging und damit gewissen Vorurteilen über die Psyche und die Natur des Menschen anheim fiel. Er entlarvte dabei die Libidotheorie als Konstrukt, das physikalische Konzepte nachahmte und im besten Fall den Charakter eines Gleichnisses annehmen kann. Sigmund Freud deutete das Seelenleben als ein Ding, das durch eine unerwartete und übermäßige Reizeinwirkung Schaden nehmen konnte. Die Spontaneität und die Eigendynamik der Seele wurden dabei meistens nicht berücksichtigt. Doch ohne die Anerkennung der Subjektivität des Menschen kann man laut Erwin W. Straus nichts Menschliches realistisch abbilden.
Kategorie: Psychologie |
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Dezember 2, 2011 | veröffentlicht von
admin-w57
Eric Hoffer erklärt in seinem Buch „Der Fanatiker“ warum Massenbewegungen so mächtig werden können. Als einen der Gründe nennt der Autor den Enthusiasmus, den sie ausstrahlen. Mächtige politische Bewegungen zeichnen sich seiner Meinung nach immer durch eine religiöse Inbrunst aus. Die französische Revolution beispielsweise eigentlich auch eine neue Religion, die die Dogmen und Rituale der Kirche durch ähnliche ersetzte, die nun vom Staat kamen. Dasselbe gilt für den Bolschewismus und den Nationalsozialismus. Eine entstehende Massenbewegung gewinnt und hält ihre Anhängerschaft nicht nur mit Ritualen und Versprechungen, sondern indem sie den Menschen eine Zuflucht bietet vor den Ängsten und der Bedeutungslosigkeit einer individuellen Existenz.
Kategorie: Psychologie |
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Oktober 3, 2011 | veröffentlicht von
hkl
Die Grundlage für die Vorstellung von Wohlstand ist laut Tim Jackson die Fähigkeit des Menschen zu gedeihen, und zwar innerhalb der ökologischen Grenzen eines endlichen Planeten Erde. Er gibt zu, dass diese Vorstellung zweifellos materielle Aspekte beinhaltet. Denn es wäre seiner Meinung nach absurd zu behaupten, alles sei bestens, wenn es an Essen und Obdach [...]
Kategorie: Philosophie, Wirtschaft |
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