Die Bedeutung der Arbeit im Wandel der Zeiten

Der Arbeitsplatz ist entscheidend dafür, welche soziale Stellung ein Mensche in der modernen Gesellschaft einnimmt. Dabei bestimmt der Job nicht nur die Höhe des Einkommens, sondern gleichzeitig auch das Prestige. Überall auf der Welt scheint das fast selbstverständlich zu sein, obwohl dies in früheren Zeiten ganz anders war. Früher verstanden die Menschen unter Arbeit Mühen und Strapazen, sie wurde gering geachtet. Im Griechenland der Antike waren die Sklaven für die harte Arbeit zuständig, während sich die Bürger der Politik und den schönen Künsten hingaben. Erst in der Zeit der Reformation und Aufklärung veränderte sich die Einstellung zur Arbeit entscheidend. Der berühmte Soziologe Max Weber definierte die Arbeit wie folgt: „Sie ist der von Gott vorgeschriebene Selbstzweck des Lebens überhaupt.“

Ein gesunder Mensch kommuniziert mit seiner Umwelt

Ein Mensch mit einer intakten Seele fühlt sich in der Welt, in sich selbst und seinem Leib sicher. Der verängstige Mensch dagegen gibt die Einheit dieser Dreieinigkeit auf und zieht sich in eine geistige Welt zurück. Er gibt Teile der Welt auf und löst sich von seinem Körper ab. Am liebsten würde er körperlos existieren. Das hat Symptome zur Folge wie etwa Essstörungen, Schwierigkeiten bei der Verdauung und Komplikationen im Sexualleben. Nur wer ganz bei sich ist und in sich in seinem Leibe wohl fühlt ist nach Laing inkarniert. In Stresssituationen oder im Unglück geben viele Menschen die Inkarnation auf, weil sie auf der geistigen Ebene eine Zuflucht zu finden meinen.

Die Jagd nach immer mehr Geld soll die Angst besiegen

Für den Psychoanalytiker Wolfgang Schmidbauer ist Geld das zentrale Mittel, um Ängste in den Griff zu bekommen. Die meisten Menschen stehen voller Furcht einer Welt gegenüber, die dem Einzelnen zwar unendliche Möglichkeiten eröffnet, aber auch total unübersichtlich geworden ist. Wolfgang Schmidbauer sagt: „Traditionen sind verschwunden, auf nichts ist Verlass. Das verunsichert die Menschen zutiefst. Der Mensch ist zu schwach für Kapitalismus und Globalisierung.“ Im Geld suchen die Menschen seiner Meinung nach Zuflucht – nach dem Motto, desto mehr Geld man besitzt, desto mehr fühlt man sich sicher. Mit der Zunahme von Sicherheit geht auch die Angst zurück.

Der Leidensweg der mexikanischen Malerin Frida Kahlo

Die Malerin Frida Kahlo wurde am 6. Juli 1907 in Coyoacán, Mexiko, geboren. Ein schwerer Schicksalsschlag führte sie zur Kunst. Bei einem Busunglück wurde sie im Alter von 18 Jahren so schwer verletzt, dass sie viele Monate in einem Korsett aus Stahl im Bett liegen musste. Um sich von ihren Schmerzen abzulenken, begann sie sich mit der Malerei zu beschäftigen. Im September 1926 malte sie ihr erstes Selbstporträt, das „Selbstbildnis mit Samtkleid“. Bei dem Verkehrsunfall wurden mehrere innere Organe und die Wirbelsäule Frida Kahlos schwer geschädigt. Sie blieb ihr ganzes Leben lang behindert und konnte keine Kinder mehr gebären. Sie lernte nach dem Unglück zwar wieder laufen, aber sie hatte in ihrem weiteren Leben mit ständigen Schmerzen und vielen Einschränkungen im Lebensablauf zu kämpfen.

Daniel Goleman beschwichtigt die Sorgen und die Angst

Die Besorgtheit kreist bei manchen Menschen in einer endlosen Schleife eines kleinen Melodramas, eine Sorge führt zur nächsten, und von dort wieder zurück zum Ausgangspunkt. Für Daniel Goleman ist die Besorgtheit der Kern aller Angst. Unproblematisch ist die Besorgtheit, wenn sie dazu anregt über ein Problem konstruktiv nachzudenken. Die Überlegung mag wie eine Besorgtheit erscheinen, kann aber zu einer Lösung führen. Daniel Goleman ergänzt: „Die Reaktion, die der Besorgtheit eigentlich zugrunde liegt, die Achtsamkeit auf eine potentielle Gefahr, war in der Evolution zweifellos überlebenswichtig.“