
Dezember 5, 2011 | veröffentlicht von
admin-w57
Erwin W. Straus kritisierte in einem seiner Hauptwerke „Geschehnis und Erlebnis“ von 1930 Sigmund Freud, weil dieser vom Materialismus seiner Epoche ausging und damit gewissen Vorurteilen über die Psyche und die Natur des Menschen anheim fiel. Er entlarvte dabei die Libidotheorie als Konstrukt, das physikalische Konzepte nachahmte und im besten Fall den Charakter eines Gleichnisses annehmen kann. Sigmund Freud deutete das Seelenleben als ein Ding, das durch eine unerwartete und übermäßige Reizeinwirkung Schaden nehmen konnte. Die Spontaneität und die Eigendynamik der Seele wurden dabei meistens nicht berücksichtigt. Doch ohne die Anerkennung der Subjektivität des Menschen kann man laut Erwin W. Straus nichts Menschliches realistisch abbilden.
Kategorie: Psychologie |
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November 16, 2011 | veröffentlicht von
Hans Klumbies
Für den ehemaligen Topmanager Daniel Goeudevert haben verantwortliches Handeln und Anstand nicht nur eine zivile und soziale, sondern auch eine wichtige ökonomische Dimension. Doch diese Tatsache scheint heute fast vollständig in Vergessenheit geraten zu sein. Daniel Goeudevert schreibt: „Rücksichtslosigkeit wird irgendwann vom Markt bestraft. Nur wer die Konsequenzen seines Tuns bedenkt, wer verlässlich ist, Qualität [...]
Kategorie: Wirtschaft |
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September 24, 2011 | veröffentlicht von
admin-w57
Für Theodor Reik ist das Hauptwerkzeug eines jeden Psychotherapeuten seine eigene Persönlichkeit. In seinem Buch „Hören mit dem dritten Ohr – Die innere Erfahrung eines Psychoanalytikers“ beschreibt er sein ganzes Berufswissen. Er hat erkannt, dass das Verstehen einer fremden Person mit dem Verstehen des eigenen Selbst untrennbar miteinander verbunden ist. Er vertritt die These, dass nur derjenige ein guter Analytiker werden kann, der die Forderung „Erkenne Dich selbst!“ mit Hartnäckigkeit und Radikalität auf das eigene Leben angewandt hat. Aber für den Berufserfolg als Psychoanalytiker ist nicht nur die Introspektion von großer Bedeutung, sondern auch das Studium der zwischenmenschlichen Beziehungen, der Psychologie, der Literatur, der Philosophie und anderer Sozialwissenschaften.
Kategorie: Psychologie |
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September 9, 2011 | veröffentlicht von
admin-w57
Mit seinem Buch „Geschlecht und Liebe“ trennte sich der Analytiker Theodor Reik von der Psychoanalyse Sigmund Freuds, obwohl er den Begründer der Psychoanalyse immer noch bewunderte und verehrte. In diesem Werk formuliert er eine Theorie des Liebeslebens, die stark von der psychoanalytischen Libidotheorie abweicht. Die Liebe ist bei Theodor Reik kein Derivat der Sexualität mehr und kann auch nicht aus der postulierten Entfaltung von angeblichen Libidophasen abgeleitet werden. Liebe und Sexualität sind seiner Meinung nach von verschiedener Art und Abstammung. Er erkennt aber an, dass es neben den Sexualtrieben autochthone Ichtriebe gibt, die nicht aus der Triebhaftigkeit entspringen und ihre eigenen Ziele verfolgen.
Kategorie: Psychologie |
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Juli 17, 2011 | veröffentlicht von
admin-w57
Erwin W. Straus lehnt die psychoanalytische Theorie der Perversionen und Neurosen ab, weil diese zu sehr die infantile Triebhaftigkeit in diesen Krankheitsbildern betont. Darin erkannte er den Hauptfehler in Sigmund Freuds Lehre von den sexuellen Partialtrieben. Laut Sigmund Freud gibt es schon im Kinde perverse Triebregungen, die im besten Fall in die genitale Sexualität einmünden und durch Sublimierung ihren pathologischen Gehalt verlieren können. Die Normalität setzt sich dann sozusagen aus einer gedämpften Pathologie zusammen. Das Kind wird willkürlich zu einem kleinen Perversen, der Perverse im Erwachsenenalter zu einem großen Kind.
Kategorie: Psychologie |
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