
April 6, 2012 | veröffentlicht von
hkl
Skandale können laut Professor Dr. Ingo Pies, der Wirtschaftsethik an der Universität Halle-Wittenberg lehrt, gesellschaftliche Lernprozesse fördern und dazu beitragen, dass sich das Zusammenleben der Bürger verbessert. Skandale können seiner Meinung nach aber auch zu unnötigen persönlichen Verletzungen führen oder gesellschaftlichen Blockaden im Denken und Handeln zementieren. Professor Dr. Ingo Pies hat einige Thesen aufgestellt, die dazu beitragen sollen, den gesellschaftlichen Umgang mit Skandalen zu kultivieren. Seine erste These lautet: „Skandale sind nicht mit Sittenverfall gleichzusetzen. Das Gegenteil ist richtig. Eine Skandalierung kommuniziert im Modus öffentlicher Entrüstung, dass eine bestimmte Norm unnötigerweise verletzt wurde. Auf diese Weise trägt der Skandal zur kollektiven Selbstvergewisserung bei, dass die Norm weiterhin Geltung haben soll.“
Kategorie: Soziologie |
Noch kein Kommentar »

März 31, 2012 | veröffentlicht von
hkl
Die Gier ist für den Ökonomen Tomáš Sedláček auf der einen Seite der Motor des Fortschritts, auf der anderen Seite aber die Ursache des Absturzes der Wirtschaft. Schon in den ältesten Geschichten der Menschheit wird davon erzählt, dass die Gier stets diesen Januskopf besitzt. Tomáš Sedláček erklärt: „Ständig unzufrieden zu sein, mehr zu begehren, scheint ein angeborenes Naturphänomen zu sein und das Herz unserer Zivilisation zu bilden. Die Ursünde des ersten Menschenpaares im Garten Eden war die Folge von Gier.“ In seinem Bestseller „Die Ökonomie von Gut und Böse“ legt der tschechische Wirtschaftswissenschaftler Tomáš Sedláček die Verwurzlung der Wirtschaft in der Kulturgeschichte der Menschheit frei.
Kategorie: Wirtschaft |
Noch kein Kommentar »

März 30, 2012 | veröffentlicht von
hkl
Der Psychologe Uwe Böschemeyer ist fest davon überzeugt, dass jeder Mensch seine eigenen Fesseln sprengen kann, die ihn daran hindern, ein erfülltes Leben zu führen. Er sagt: „Freiheit ist eine philosophische Floskel – scheint es. In Wirklichkeit ist sie eine gewaltige Macht.“ Die Menschen müssen seiner Meinung nach begreifen, dass es zum Wesen des Lebens gehört, dass es dynamisch verläuft und eine ständige Herausforderung ist. Nur dann werden sie im Laufe der Zeit immer zuversichtlicher und gelassener werden. Wer sich dagegen mit seinen Schwierigkeiten und Leiden konsequent als Opfer anderer sieht, ist einem der unseligsten Gefühle verfallen, nämlich dem Selbstmitleid. Der deutsche Psychologe, Philosoph und Theologe Uwe Böschemeyer hat gerade im österreichischen Verlag Ecowin das Buch „Machten Sie sich bitte frei. Entdecken Sie Ihre Furchtlosigkeit“ veröffentlicht.
Kategorie: Psychologie |
Noch kein Kommentar »

März 26, 2012 | veröffentlicht von
hkl
Das Buch „Essays“ von Francis Bacon enthält 58 Abhandlungen, sprich Essays und ein Fragment einer Abhandlung, in der er über die Gerüchte philosophiert. Die Essays handeln unter anderem von der Schönheit, vom Glück, vom Ehrgeiz, vom Reichtum, von der Wahrheit, vom Tod, von der Liebe und der Freundschaft. Francis Bacon beantwortet in seinen Abhandlungen zum Beispiel die Fragen: „Warum haben unverheiratete Männer einen größeren gesellschaftlichen Nutzen als verheiratete?, Welche Vorteile bieten Verstellung und Heuchelei? und „Warum faszinieren uns Liebe und Neid mehr als alle anderen Empfindungen.“ Nicht nur diese Fragen, sondern viele der anderen die er auch in seinen Essays stellt, sind knapp 400 Jahre nach dem Tod von Francis Bacon immer noch hochaktuell.
Kategorie: Buchrezensionen |
Noch kein Kommentar »

März 25, 2012 | veröffentlicht von
hkl
Ohne Klatsch und Tratsch funktioniert keine Gesellschaft. Obwohl das Tratschen keinen guten Ruf hat, erfüllt es doch wichtige Funktionen: es warnt vor unredlichen Zeitgenossen und stärkt die Hilfsbereitschaft innerhalb einer Gruppe. So ist es auch kaum verwunderlich, dass die Menschen zu reden anfangen, sobald sie zusammenstehen. Vor allem reden sie über ihre Mitmenschen – zwei Drittel aller Wortwechsel der Erwachsenen handeln von anderen, gerade abwesenden Menschen. Frauen und Männer aller Epochen und Kulturen klatschen und tratschen über Andere. Studienergebnisse von Psychologen und Evolutionsforschern belegen, dass ohne all das scheinbar sinnlose Gerede über die anderen die menschliche Gesellschaft weder existieren noch funktionieren würde.
Kategorie: Psychologie |
Noch kein Kommentar »