Marieluise Fleißer schreibt Dramen über die Provinz

Im Zentrum der Romane von Marieluise Fleißer stehen Mädchen, die von den Männern zerbrochen und weggeworfen wurden. Es ist eine brutale Welt mit klaren Verhältnissen. Zwei Dramen machen die Schriftstellerin Ende der zwanziger Jahre über Nacht berühmt und sorgen für Literaturskandale: „Pioniere in Ingolstadt“ und „Fegefeuer in Ingolstadt“. Bertold Brecht, den Marieluise Fleißer leidenschaftlich liebte, der sie aber rücksichtslos verstieß, war für sie der Obertyrann. Das immer wieder kehrende Leitmotiv ihrer Geschichten ist die Unterlegenheit der Frau gegenüber dem männlichen Geschlecht. Doch als Schriftstellerin war Marieluise Fleißer ganz und gar nicht unterlegen: Sie verfügte über einen aggressiven, sezierenden Blick auf die Welt und über eine großartige, theatralische Phantasie.

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Woody Allens neuer Film "Whatever Works"

Anlässlich des neuen Films von Woody Allen „Whatever Works“ hat das Zeitmagazin ein Interview mit dem berühmten Regisseur geführt. Mit seinem aktuellen Film ist Woody Allen nach New York zurückgekehrt. Er gibt auch zu, dass es ihm schwer fällt, seine Zuneigung zu der Metropole zu verbergen. Für ihn ist diese Stadt allen anderen Städten in den USA unendlich überlegen. Er kann es sich nicht vorstellen, jeden Morgen in Denver oder Santa Fe aufzuwachen und vor dem Frühstück ein Lasso über irgendeine Kuh werfen zu müssen, um sie zu melken. In dem neuen Film von Woody Allen, der in der letzten Woche in Deutschland anlief spielen Patricia Clarkson und Ed Begley jr. ein konservatives Ehepaar aus der Provinz, das durch New York geradezu befreit wird – vor allem sexuell.

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