John Cowper Powys Suche nach der Glückseligkeit

„Alles fließt“, wie Heraklit sagt, nur der Widerstreit der ewigen Gegensätze bleibt bestehen und kein Kampf zwischen den widerstreitenden Gegensätzen wurzelt so tief wie derjenige, der zwischen dem Individuum und allem tobt, was seiner Selbstverwirklichung im Wege steht. John Cowper Powys zitierte Walt Whitman, wenn er den Menschen, wer er auch sei, als vollkommen allein in einem unbegreiflichen Universum beschreibt. Laut John Cowper Powys soll der Mensch niemals die Gegenwart mit der Vergangenheit vergleichen und niemals sehnsuchtsvoll in die Zukunft schauen. Ein Mensch muss sich dagegen auflehnen, wenn er feststellt, dass er sich selbst bemitleidet, weil er hier und nicht dort ist.

Die Hoffnung ist überbewertet

Die Hoffnung ist für John Cowper Powys eine ganz und gar überbewertete Sache. Je philosophischer ein Mensch ist, umso weniger gibt er sich irgendwelchen Hoffnungen hin. Das Hoffen ist einer der unphilosophischsten geistigen Akte. Denn es bedeutet, der großen Leistung nicht fähig zu sein, die Gegenwart ins ewig Währende zu verwandeln. John Cowper Powys warnt die Menschen davor, sich einer Schwäche hinzugeben und auf Veränderungen zu warten.

Der Mensch soll dagegen die geistigen Kräfte beschwören, die in der Tiefe seines Seins schlummern und eine Veränderung selbst herbeiführen. Was jeder Mensch nach John Cowper Powys braucht, ist ein von keiner Verantwortung getragenes Interesse, das einerseits unendlich viele Entwicklungsmöglichkeiten bietet und andererseits nicht das Geringste mit den Geschäften des Alltags zu tun hat. Jeder Mensch braucht also ein Hobby.

Die zwei Grundlagen der Glückseligkeit

Die ganze Kunst des Glücklichseins gründet sich für Powys auf zwei Dinge: auf Willenskraft und auf feste Gewohnheiten. Alles Glück hängt davon ab, ob der Mensch von einer Sache ein bestimmtes Maß bekommt – nicht mehr und nicht weniger. Um sich auf dieses bestimmte Maß beschränken zu können, braucht der Mensch seine Willenskraft.

Außerdem kann es dem Glück des Menschen äußerst zuträglich sein, wenn er sich eine intellektuelle Aufgabe vornimmt, die absolut nichts mit seiner gewohnten Arbeit zu tun hat. Wenn ein Mensch dann noch erkennt und sich immer wieder klar macht, dass er nicht lebt, um zu arbeiten, sondern arbeitet, um zu leben, hat er schon sehr viel von der Glückseligkeit gewonnen.

Kurzbiographie: John Cowper Powys

John Cowper Powys wurde 1872 in Shirley/ Derbyshire geboren. Als er 26 Jahre alt war, begann er im Auftrag der Oxford University Extension durch England zu reisen, um Vorträge über Literatur und Philosophie zu halten. Im Jahre 1904 siedelte er in die USA um und lebte dort bis 1934. Im selben Jahr kehrte er die britische Heimat zurück und ließ sich in Nordwales nieder.

John Cowper Powys wurde 92 Jahre alt und hinterließ eine Lebenswerk, das fast dreißig philosophische und literaturkritische Essays, zahlreiche Romane und Kurzgeschichten, Gedichtbände, Tagebücher und Briefwechsel umfasst. Zu seinen bekanntesten Werken zählen unter anderen: „Die Kunst des Glücklichseins“, „Die Kunst des Älterwerdens“ und „Die Verteidigung der Sinnlichkeit“.

Von Hans Klumbies

Ein Gedanke zu „John Cowper Powys Suche nach der Glückseligkeit

  • 11. April 2013 um 18:33
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    Durch diese starken Unterschiede in der Sexualität zwischen Mann und Frau muss man eben aufeinander eingehen, damit auch die Frau zum Orgasmus kommen kann. Durch das Wohlbefinden beiderseits und eine entsprechende Stimulation sollte es aber beiden Geschlechtern möglich sein den Orgasmus zu erreichen. Durch eine intensive Stimulation der Klitoris ist es möglich, der Frau das Erlangen eines Orgasmus zu erleichtern ( siehe http://harri-wettstein.de/orgasmus-der-frau )

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