Wie zwei Studenten aus Harvard Facebook gründen

Ben Mezrich beschreibt in seinem Buch „Die Gründung von Facebook“ chronologisch die Entwicklung der Idee zweier Studenten zu einem der wertvollsten Unternehmen der Welt. Die dramatische Entstehungsgeschichte von Facebook hat der Autor aus Dutzenden von Interviews, Hunderten von Quellen und Tausenden von Dokumenten rekonstruiert. Ursprünglich waren facebooks Datenbanken mit Fotos von Studierenden, von den Verwaltungen der Universitäten alphabetisch geordnet. Es fing alles damit an, dass Mark Zuckerberg Tausende von Fotos aus den Datenbanken der Wohnheime der Harvard Universität gesaugt hatte. Zuerst wollte er seine Website Facemash.com nennen. Mark Zuckerberg dachte bei sich: „Kann sein, dass Harvard die Website aus rechtlichen Gründen kippt, ohne zu kapieren, welchen Wert sie als Initiative hat, die man auch auf andere Unis ausdehnen könnte.“

Mark Zuckerberg will Profile der Nutzer seiner Website ins Internet bringen

Die Resonanz unter den Studenten auf Facemash war überwältigend. Sie war eine Website, auf der man jeweils zwei Bilder von Studentinnen vergleichen und darüber abstimmen konnte, welche von ihnen schärfer war. Ben Mezrich schreibt: „Binnen weniger als zwei Stunden hatte die Website bereits zweiundzwanzigtausend Stimmen verzeichnet. Allein in der letzten halben Stunde hatten vierhundert Studenten die Seite besucht.“

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Im nächsten Monat fragte sich Mark Zuckerberg wie er eine Website einrichten könnte, auf dem die Leute ihre Freude online checken können. Er plante jetzt eine Internet-Seite, auf der die User nicht nur ihre Bilder, sondern ganze Profile selber einstellen. Ben Mezrich schreibt: „Herkunft, Alter, Interessen, vielleicht auch, welche Kurse man belegt hatte. Was man im Internet zu finden hoffte: Freundschaft, Liebe, was auch immer. Und die Nutzer sollten die Möglichkeit haben, ihre Freunde einzuladen.“

Nach zehn Monaten hatte Facebook schon eine Million Nutzer

Mark Zuckerberg sagte mit feurigen Augen zu Eduardo Saverin, dem Mitbegründer von Facebook, bei einem Treffen im Restaurant „Cambridge, 1.“: „Ich finde, wir sollten es einfach TheFacebook nennen.“ 70 Prozent der Gewinne aus der Website sollten an Mark Zuckerberg fließen, 30 Prozent an Eduardo Saverin, der als Geschäftsführer fungieren sollte. Von Mark stammte die Idee, Eduardo würde die Finanzierung übernehmen und die geschäftlichen Entscheidungen treffen.

Innerhalb kürzester Zeit entwickelte sich Facebook zum einem faszinierenden Schmiermittel für das gesellschaftliche Studentenleben, es machte alles so viel reibungsloser. Schon im Dezember 2004 hatte Facebook über eine Million Nutzer und wöchentlich kamen Zehntausende dazu. Seit der Gründung von Facebook waren da gerade erst einmal zehn Monate vergangen. So erfolgreich sich die Website auch entwickelte, die Gründer zahlten einen hohen Preis dafür. Die Freundschaft von Eduardo und Mark überlebte den Aufstieg nicht. Das Buch „Die Gründung von Facebook“ diente als Vorlage für den Film „The Social Network“, der 2011 drei Oscars gewann.

Die Gründung von Facebook
The Social Network
Ben Mezrich
Verlag: Riva
Broschierte Ausgabe: 278 Seiten, Auflage: 2011
ISBN: 978-86883-154-2, 16,99 Euro

Von Hans Klumbies