„Der Pate“ mach Francis Ford Coppola weltberühmt

Obwohl der Filmregisseur Francis Ford Coppola inzwischen 72 Jahre alt ist, dreht er immer noch Filme. Er begründet dies damit, dass er durch das Filmemachen auch im Alter ständig etwas dazu lernt – über sich selbst, über die Menschen, über die Welt. Er findet es wunderbar, wenn er am Abend vom Dreh nach Hause kommt und zu seiner Frau sagen kann: „Liebling, heute habe ich wieder so viel gelernt.“ Auch in jungen Jahren war Francis Ford Coppola schon ein kleiner Abenteurer. Er hatte nie davor Angst, ein Wagnis einzugehen. Damit steht er im krassen Gegensatz zu den meisten Bossen in Hollywood, die nichts mehr hassen, als ein Risiko einzugehen. Francis Ford Coppola sagt: „Filmemachen ohne Risiko funktioniert ebenso wenig wie Kinderkriegen ohne Sex. Es gibt nur eine Sache, die man nicht riskieren sollte: sein Leben zu verschwenden.“

Francis Ford Coppola verfilmt nur noch seine eigenen Drehbücher

Francis Ford Coppola behauptet, schon immer das getan zu haben, was er tun wollte. Als junger Filmemacher schuf er Werke wie „Der Dialog“ und „Liebe niemals einen Fremden“ und wähnte sich mit seinem Schaffen auf dem richtigen Weg. Doch dann passierte ihm seiner Meinung nach das Schlimmste was einem Künstler passieren kann. Francis Ford Coppola erklärt: „Ich hatte Erfolg. „Der Pate“ schlug dermaßen ein, dass ich berühmt wurde und in Hollywood plötzlich als wichtig galt.“ Der Erfolg brachte ihn einige Zeit vom Weg des experimentellen Autorenfilms ab.

Vor einigen Jahren schwor sich Francis Ford Coppola nur noch eigene Drehbücher zu verfilmen und seine Werke ausschließlich selbst zu finanzieren. Er nennt die Gründe: „Denn die Vorstellung, jemanden um Geld anzubetteln oder mir irgendeinen Star aufdrängen zu lassen, um einen Film realisieren zu können, ist mir unerträglich geworden.“ Inzwischen hat der Starregisseur gelernt, das Budget für seine Filme so niedrig zu halten, dass er es aus eigener Tasche bezahlen kann. Daher muss er keine Kompromisse mehr eingehen und keinem Studioboss Rechenschaft ablegen.

Von der Arbeit als Regisseur kann man nicht leben

Laut Francis Ford Coppola werfen seine Filme keinen Gewinn ab, den er in neue Filmprojekte stecken könnte. Er sagt, dass man sich von der Illusion verabschieden müsse, dass man von der Arbeit als Regisseur leben könnte. Der Starregisseur erklärt: „Die Zeiten, in denen sich mit Kunst Geld verdienen ließ, sind vorbei. Auch meine Filme bringen längst nichts mehr ein – ich finanziere sie mit den Einkünften aus meinen Weingütern.“

Vor dem Tod hat Francis Ford Coppola keine Angst. Er glaubt, wenn für ihn die Zeit zum Sterben gekommen ist, dass er dann folgendes sagen wird: „Was für ein interessantes Leben ich doch hatte! Ich durfte als Filmemacher arbeiten, hatte eine wunderbare Frau und wunderbare Kinder, ich habe viel Geld verloren und wieder gewonnen, ich bin erfolgreich ins Winzergeschäft eingestiegen.“ Alle diesen schönen Erinnerungen wird er dann an sich vorbeiziehen lassen und es so gar nicht bemerken, wenn sein Tod eintritt.

Kurzbiographie: Francis Ford Coppola

Der amerikanische Filmregisseur Francis Ford Coppola wurde am 7. April 1939 in Detroit geboren. Er studierte Theater und Film und arbeitete anschließend zuerst für den Produzenten Roger Corman und dreht seinen Debütfilm „Dementia 13“. Die Verfilmung des Romans „Der Pate“, den Mario Puzo geschrieben hatte, wird 1972 ein Welterfolg. In den Jahren 1974 und 1990 erweitert Francis Ford Coppola seinen Mafiaepos zu einer Trilogie.

Mit seinen Filmen „Der Dialog“ (1974) und „Apocalypse Now“ (1979) beweist der Filmemacher, dass er zu den bedeutendsten Regisseuren der Gegenwart zu zählen ist. Francis Ford Coppola wird fünf Mal mit dem Oscar ausgezeichnet, und gewinnt zwei Mal die Goldene Palme von Cannes. Seit dem Jahr 2007 dreht er kleinere Independent-Filme wie „Youth Without Youth“ (2007) und „Tetro“ (2009).

Von Hans Klumbies

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