
Juli 26, 2010 | Geschrieben von admin-w57 - Kategorie
Film
James Stewarts schauspielerische Stärke lag auf der einen Seite in der ihm eigenen Liebenswürdigkeit und auf der anderen Seite in seiner reizend unbeholfenen Art. Durch seine schlaksige Tölpelhaftigkeit schien er sich zuerst nicht zum glamourösen Liebhaber zu eignen. So verliert er beispielsweise in dem Film „Mr. Smith geht nach Washington“ seinen Hut, als er der schönen Tochter seines Rivalen begegnet. Doch seine ungewöhnliche Mischung aus Ungeschicklichkeit, Idealismus, Gutmütigkeit und strahlendem Lächeln setzte sich beim Kinopublikum durch und James Stewart wurde zum Kassenmagneten.
Für seine Rolle in “Die Philadelphia-Story” erhält James Stewart den Oscar
Am eindrucksvollsten präsentierte der Schauspieler die Mixtur seiner Fähigkeiten in dem Film „Lebenskünstler“ von 1938. Da sein Image ein Teil seiner eigenen Persönlichkeit war, konnte er seine Rollen sehr wahrhaftig spielen, was ihn nicht nur bei Frauen, sondern auch bei Männern beliebt machte. James Stewart wurde in Pennsylvania geboren und kam vom New Yorker Theater nach Hollywood. Seinen Durchbruch als Schauspieler erlebte er in der Rolle eines Matrosen in dem Musical „Born to Dance“ an der Seite seiner Filmpartnerin Eleanor Powell.
In den folgenden Jahren spielte er Hauptrollen in den Filmen „It´s a Wonderful World“ an der Seite von Claudette Colbert, in „Mr. Smith geht nach Washington“ und zusammen mit Marlene Dietrich in „Der große Bluff“. Als Partner von Katharine Hepburn in dem Film „Die Philadelphia-Story“ (1940) gewann er einen Oscar.
In Western bewies James Stewart seine Wandlungsfähigkeit
Auch das Privatleben des Schauspielers trug nicht unwesentlich zu seiner Popularität bei. Er war einer der ersten seiner Zunft, der sich freiwillig für den Zweiten Weltkrieg meldete und es dort in seiner militärischen Laufbahn vom einfachen Soldaten bis zum Oberst brachte und mit zahlreichen Auszeichnungen dekoriert wurde. James Stewart war lange Junggeselle, bis er mit Anfang vierzig seine spätere Ehefrau Gloria durch Gary Cooper kennen lernte.
Nach dem Krieg spielte James Stewart seine besten Rollen in Western und bewies dabei seien schauspielerische Wandlungsfähigkeit. Sein Image der Aufrichtigkeit und des Patriotismus halfen ihm dabei. Im Film „Winchester 73“ von 1950 spielt er einen eindringlichen Helden, der seinen eigenen Bruder zur Strecke bringt. In dem Film „Der gebrochene Pfeil“ aus demselben Jahr spielt er den rührenden Mann einer Indianerin, während er dagegen 1962 einnehmend naiv in dem Streifen „Der Mann, der Liberty Valance erschoss“ auftrat.
Daneben besaß James Stewart Humor, den er in der „Glenn Miller Story“ von 1954 bewies und am überzeugendsten 1950 in „Mein Freud Harvey“ verkörperte. Er spielte darin den freundlichen Säufer Elwood P. Dowd, der sich in seine Kindheit zurückversetzt hatte und ein Riesenkaninchen zu seinem Spielgefährten machte. Selbst Alfred Hitchcock erkannte den liebenswerten Charme James Stewarts und setzte ihn 1954 in seinem Film „Das Fenster zum Hof“ als Voyeur ein.
Von Hans Klumbies
Kategorien: Film |
Tags: Alfred Hitchcock, Born to Dance, Claudette Colbert, Das Fenster zum Hof, Der gebrochene Pfeil, Der große Bluff, der Liberty Valance erschoss, Der Mann, Die Philadelphia-Story, Eleanor Powell, Gary Cooper, Glenn Miller Story, It´s a Wonderful World, James Stewart, Kassenmagnet, Katharine Hepburn, Kino, Lebenskünstler, Marlene Dietrich, Mein Freund Harvey, Mr. Smith geht nach Washington, Oscar, Winchester 73 |
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