Reiche Araber lassen sich in Bayern operieren

Der Gesundheitsminister von Bayern, Markus Söder, will den Gesundheitssektor im Freistaat verstärkt fördern. Für den Politiker ist die Brache der kommende Wachstumsmagnet. Laut Söder liege sie bei der Zahl der Beschäftigten und des Umsatzes schon vor den bayerischen Autobauern. Der Minister freut sich: „Noch dazu ist sie globalisierungsfest und rezessionssicher.“ Der Gesundheitspolitiker Markus Söder möchte am liebsten den Freistaat Bayern in ein Wellnessland verwandeln. Mit dem Werbespruch „State of Health“ sollen Besucher aus der ganzen Welt nach Bayern gelockt werden.

Bayern soll sich zum „State of Health“ entwickeln

Es gibt inzwischen auch eine Internetseite gleichen Namens, auf der schon über 80 Krankenhäuser in Bayern mit ihren Leistungskatalogen werben. In den bayerischen Kliniken werden derzeit pro Jahr etwa 14.000 Hilfesuchende aus dem Ausland behandelt – 25 Prozent aller ausländischen Patienten.

Zu den herausragenden Voreilen Bayerns im Kampf um reiche arabische Patienten zählt Markus Söder die exzellente Medizin, die göttliche Landschaft mit ihren Bergen und Seen sowie das im Ausland beliebte bayerische Identität, die sich aus der Kurzformel Fortschritt und Lederhose zusammensetzt. Für Markus Söder, ist das Werben um ausländische Patienten und die Ausbildung zum Beispiel arabischer Ärzte, Teil einer langfristigen Planung.

Die bayerischen Ärzten haben in Arabien einen hervorragenden Ruf

Die Rechung scheint aufzugehen, da schon seit vielen Jahren immer mehr reiche Araber nach Bayern kommen, um sich dort operieren zu lassen und anschließend die Rehabilitationsphase ebenfalls im Freistaat genießen. Der Mediziner Younis Kazim, Ärztlicher Direktor des Al Rashid Trauma Hospitals in Dubai, hat dafür eine ganz einfache Erklärung: „Die Temperaturen sind dort im Sommer viel angenehmer als hier in Dubai. Außerdem haben die bayerischen Ärzte einen hervorragenden Ruf.“

Von dem Ansehen der bayerischen Ärzte in der arabischen Welt profitiert auch der Orthopäde und Spezialist für Wirbelsäulenbeschwerden Florian Alfen aus Würzburg. Seit etwa einer Dekade fliegt er regelmäßig nach Oman, und operiert dort Schäden an der Bandscheibe. Der Arzt sagt: „Es gibt ganz viele Wirbelsäulenprobleme im Mittleren Osten.“ Die Menschen dort hätten inzwischen die westliche Lebensart angenommen und müssten nun dafür mit den bekannten Zivilisationskrankheiten dafür bezahlen.

Der Sultan von Oman baut ein Haus in Bayern

Dr. Florian Alfen hat inzwischen im Oman rund 2.500 Menschen operiert – darunter auch Mitglieder aus der großen Familie des Sultans. Auch auf politischer Ebene sollen die Kontakte zwischen dem Sultanat Oman und dem Freistaat Bayern intensiviert werden. In Kürze soll ein ärztliches Kooperationsabkommen zwischen den beiden Ländern unterzeichnet werden.

Markus Söder, der zu einem Kurzbesuch in der Hauptstadt des Omans, Muskat, weilte, erfuhr von dem osmanischen Gesundheitsminister Dr. Ali Mohammed bin Moosa Erfreuliches: Der Sultan von Oman lässt sich gerade im Garmisch-Partenkirchen eine Residenz für die Sommerfrische einrichten. Eine bessere Werbung für den Medizinstandort Bayern kann es kaum geben.

Von Hans Klumbies

Ein Gedanke zu „Reiche Araber lassen sich in Bayern operieren

  • 30. Juli 2011 um 06:21
    Permalink

    Guten Tag,
    wir haben gerade am Tegernsee unseren Urlaub verbracht und neben unserer Pension war ein Haus mit Ferienwohnungen die von Arabern angemietet waren. Diese Burkafrauen mit Ihren Begleitern und plärrenden Kindern passen überhaupt nicht nach Bayern. Sämtliche Urlauber mit denen wir gesprochen haben, fühlten sich gestört. Demnächst gibt es dann in Bayern keine Biergärten mehr, weil Alkohol in der Öffentlichkeit ja strafbar ist, Badekleidung ist dann wohl Ganzkörperverhüllung, statt Dirndlläden gibts dann arabische Schmuckgeschäfte und Burkaläden. Frauen dürfen dann wohl nicht mehr alleine auf die Straße und Händchenhalten bei Paaren wird mit Gefängnisstrafe belegt. Herzlichen Glückwunsch, das war definitiv unser letzter Bayernurlaub. Herr Söder, Geldgier ist leider zu kurzfristig gedacht.

Kommentare sind geschlossen.