Eine Einführung in die Religion des Islam

Ursula Spuler-Stegemann gibt in ihrem Buch „Die 101 wichtigsten Fragen. Islam“ eine ebenso umfassende wie verständlich geschriebene Einführung in den Islam. Sie beantwortet dabei unter anderen folgende Fragen: Wie war das Verhältnis Mohammeds zu den Frauen?, Welches sind die Kernaussagen des Islam?, Wie geht man mit dem Koran richtig um?, Welche Feste feiern Muslime?, Ist die Moschee ein „Gotteshaus“? und Wie wird man ein Muslim? Die Autorin ist Professorin für Islamwissenschaft an der Universität Marburg.

Die Verbreitung und Ausprägung des Islam

Ursula Spuler-Stegemann möchte mit ihrem Buch nicht nur Fakten, sondern auch ein wenig von dem Lebensgeist, den der Islam ausströmt, vermitteln. Er ist in ihren Augen eine vitale, vielfältige Religion, dynamisch und doch wieder starr zugleich. Sie beginnt ihre Ausführungen mit dem Kapitel wie sich Muslime selbst betrachten und stellt fest, dass sich die Muslime für die beste aller Religionsgemeinschaften halten, da der Koran über die Muslime sagt, sie seien die beste Gemeinschaft, die für die Menschen erstand.

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Kapitel zwei beschäftigt sich mit der Verbreitung und Ausprägung des Islam, das darauf folgenden mit der Entstehung der Religionsgemeinschaft. Danach folgen die zentralen Glaubensaussagen der Muslime. Zu ihren Glaubensgrundlagen gehört folgendes Gebot: Die Muslime glauben an einen allmächtigen Gott, der Himmel und Erde erschaffen hat. Unter Frömmigkeit verstehen die Muslime unter anderem, dass sie an Gott, den Jüngsten Tag, die Engel, das Buch und an den Propheten glauben.

Das Alltagsleben der Muslime

Im fünften Kapitel erklärt die Autorin, wie der Koran aufgebaut ist und wie sich die Sunna von ihm unterscheidet. Anschließend geht sie auf die fünf Säulen des Islam ein, die das Herzstück des Islam bilden. Dazu gehören das Glaubensbekenntnis, das rituelle Gebet, das Fasten im Monat Ramadan, die Sozialabgabe und die Pilgerfahrt nach Mekka. Alle volljährigen religiösen Männer und Frauen sind verpflichtet, diese Gebote einzuhalten.

Im nächsten Abschnitt beschreibt Ursula Spuler-Stegemann das Alltagsleben der Muslime. Sie beleuchtet dabei ihre Feste, ihre gebräuchlichsten religiösen Formeln und Redensarten. Außerdem geht sie darauf ein, warum Männer Bärte tragen und beantwortet die Frage, ob man seine muslimischen Gästen Schweinbraten mit Knödeln und eine Flasche Bier anbieten darf. So viel sei schon einmal vorweg gesagt: Knödel sind erlaubt.

Warum fromme Muslime den Westen hassen

In einem anderen Kapitel geht die Autorin auf das Verhältnis von Mann und Frau im Islam ein. Selbst ein Ehevertrag fehlt nicht. Im nächsten erklärt sie, was alles zur Moschee gehört und ob die Moschee wirklich ein Gotteshaus ist. Es folgen Abschnitte über die islamische Mystik, den so genannten Volksislam, die Scharia und über das Verhältnis des Islam zu anderen Religionen.

Im fünfzehnten Kapitel geht es um die Fragen, ob der Islam gefährlich ist und der Dschihad als heiliger Krieg bezeichnet werden kann. So viel schon einmal vorweg: Der Krieg ist auch im Islam niemals heilig, kann aber als Dschihad religiös determiniert sein. In diesem Punkt unterscheiden sich der Koran und das Neue Testament erheblich. Der vorletzte Abschnitt behandelt das Verhältnis des Islam zum Westen und um die Frage, warum fromme Muslime oft den Westen verachten und hassen.

Das letzte Kapitel widmet die Professorin dem Islam in Deutschland. Sie klärt darüber auf, wie der Islam Deutschland verändert und ob es möglich ist, die Scharia als verbindliche Rechtsnorm in Deutschland zu tolerieren. Ursula Spuler-Stegemann hat eine sehr gute Einführung in den Islam geschrieben, die fast keine Fragen offen lässt und es dem Leser erlaubt in Zukunft die Aussagen von selbst ernannten Islamexperten richtig einzuschätzen.

Die 101 wichtigsten Fragen
Islam
Ursula Spuler-Stegemann
Verlag: C. H. Beck
Broschierte Ausgabe: 149 Seiten, Auflage: 2007
ISBN: 9783406511110, 9,90 Euro

Von Hans Klumbies

Ein Gedanke zu „Eine Einführung in die Religion des Islam

  • 26. Juni 2010 um 08:51
    Permalink

    Was der Kriminologe Christian Pfeiffer vor ein paar Wochen über junge Muslime herausgefunden hat, überrascht und provoziert. Er stellte fest, je gläubiger Muslime sind, desto gewalttätiger werden sie! Für die Moscheegemeinden in Deutschland klingt das Ergebnis der Studie unangenehm. Doch auch unangenehme Wahrheiten müssen angesprochen werden. Ich bin der Meinung, dass viele Bürger nicht wissen, welche Lehren hinter dem Islam stehen. Kein Mensch, dem die Menschenrechte und Würde des Menschen wichtig ist, würde sich freiwillig ein Leben lang einer Religion verschreiben, die bei Diebstahl Hände abhacken und anders Denkende hinrichten lässt. Doch beim Islam scheint es dieses Phänomen zu geben. Armes Deutschland!

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