Das Reiseziel Usbekistan verströmt den Zauber der Seidenstraße

Städtenamen wie Samarkand und Buchara beschwören den Zauber der Seidenstraße herauf. Das Autorenduo Isa Ducke und Natascha Thoma stellen in ihrem Reiseführer „Usbekistan“ das Land als ein Reiseziel vor, das für viele westliche Touristen den Inbegriff des Orients darstellt. Die Sehenswürdigkeiten Usbekistans sind entweder gut erhalten oder liebevoll restauriert. Die historischen Altstädte von Buchara und Chiwa zeugen davon. Außerdem gibt es eine Reihe von Einzelsehenswürdigkeiten in Samarkand und einige Museen in Taschkent. Zu diesen genannten Touristenattraktionen reist auch die überwiegende Anzahl der ausländischen Besucher. Der Rest Usbekistans verfügt kaum über eine touristische Infrastruktur, aber wartet dennoch auf unternehmungslustige und das Abenteuer suchende Entdeckungsreisende. Ein lohnendes Ziel abseits der Touristenpfade ist zum Beispiel die Großstadt Termez, im Süden des Landes an der Grenze zu Afghanistan gelegen. Dort gibt es sehenswerte buddhistische Klosteranlagen, islamische Festungen und eines der schönsten Minarette Usbekistans.

Usbekistan verspricht Exotik und Abenteuer pur

Ganz nah dran ans alltägliche Leben der Einheimischen kommen Usbekistanreisende auf dem Land, wo jede Region noch ihre eigenen Bräuche hat. Die einfachste und komfortabelste Art Usbekistan kennenzulernen, gelingt am besten im Rahmen einer geführten Gruppenreise. Auch für Naturliebhaber hält das Land so manche Überraschung bereit. In den Wüsten, Steppen und Bergen Usbekistans kommt eine artenreichen Tier- und Pflanzenwelt vor. In den Bergen im Grenzgebiet zu Kirgisistan und Tadschikistan kann man ausgezeichnet wandern.

Eine Reise nach Usbekistan ist auch heute noch Exotik und Abenteuer pur. Gegliedert hat das Autorenduo die Reiseziele in ihrem Reiseführer „Usbekistan“ in sechs Kapitel: Taschkent und Umgebung, Fergana-Tal, Samarkand und Umgebung, Der Süden von Shahrisabz bis Termez, Buchara und Umgebung sowie Chiwa und der Norden. Eingeleitet wird das Reise-Handbuch durch zwei Kapitel „Wissenswertes über Usbekistan“ und „Wissenswertes über die Reise“. Kurze Artikel über landestypische Themen wie das usbekische Nationalgericht Plov wecken zusätzliche Neugier auf eine Entdeckungsreise entlang der ehemaligen Seidenstraße.

Buchara zählt zu den Highlights einer Reise durch Usbekistan

Der wohl wichtigste Beweggrund für eine Reise nach Usbekistan sind die blauen Kuppeln und fliesengeschmückten Fassaden der islamischen Bauwerke in Buchara, Samarkand und Chiwa. Die besten Reisezeiten sind der Frühling von Mitte März bis Mitte Mai und der Herbst von September bis Oktober. Für die meisten Touristen aus dem Westen ist Usbekistans Hauptstadt Taschkent Ankunfts- und Abflugsort. Hier gibt es sehr gute Museen, die dem Reisenden einen guten Überblick über die zu erwartenden Highlights vermitteln.

Zu den absoluten Touristenattraktionen Usbekistans zählt ohne Zweifel die Stadt Buchara. Die gut erhaltene mittelalterliche Stadtanlage mit ihren Medresen – öffentliche Lehranstalt im Islam –, Minaretten und überkuppelten Basaren zählt seit 1993 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Das kleine Samaniden-Mausoleum und das riesige Kalon-Minarett beeindrucken jeden Besucher nachhaltig, vor allem wenn man sich vorstellt, dass diese Sehenswürdigkeiten zum Teil schon vor über 1000 Jahren entstanden sind. Eine Extra-Reisekarte und zahlreiche Stadtpläne bringen den Usbekistan-Reisenden sicher an sein Ziel.

Usbekistan
Isa Ducke / Natascha Thoma
Verlag: DuMont Reiseverlag
Broschierte Ausgabe: 408 Seiten, 1. Auflage: 2015
ISBN: 978-3-7701-7739-4, 24,99 Euro

Von Hans Klumbies

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