Die Generation Y mischte am Ende Arbeit und Freizeit extrem intensiv

Work-Life-Fit nennt sich das Modell, nach dem viele Angehörige der Generation Y streben: Freizeit, Privates und Arbeit sollten sich wie ein Puzzle ineinanderfügen. Rüdiger Maas weiß: „Dies wussten viele Arbeitgeber schnell für sich zu nutzen: Mach ein Praktikum bei uns, such deinen Sinn und arbeite gleich bis zehn Uhr abends. Und dann lass uns noch gemeinsam ein Feierabendbier trinken.“ Latte Macchiato mit laktosefreier Biomilch wird tagsüber gestellt, dafür soll man seine E-Mail bitte auch nach Dienstschluss checken, falls einen solchen überhaupt gibt. Gehalt bekommt man dann nach dem Praktikum, falls man übernommen werden sollte. Die Generation Y mischte am Ende Arbeit und Freizeit so intensiv, dass aus Work-Life-Balance schließlich ein Work-Life-Blending wurde. Rüdiger Maas studierte in Deutschland und Japan Psychologie. Er ist Gründer und Leiter eines Instituts für Generationenforschung.

Weiterlesen

„New Work“ ist der neue Megatrend

Gerade in einer zukunftsorientierten Arbeitswelt ist der enorme Bedarf an neuen Ideen und kreativen Innovationen unumstritten. Markus Hengstschläger erklärt: „Die Zukunft des Berufslebens sollte dieser Dualität von vorgegebenen, genauen Sollwerten folgender Arbeit und der Freiheit eines autonomen ergebnisoffenen Sich-Einbringens gerecht werden.“ Wenn man von Freiheit und Selbstständigkeit in der Arbeitswelt spricht, trifft man heute aber zuerst einmal auf den Begriff „New Work“, der von dem austro-amerikanischen Sozialphilosophen Frithjof Bergmann entwickelt wurde. Dieser Megatrend läutet schon seit geraumer Zeit das angebliche Ende der alten Arbeitswelt ein. Die Auslöser sind so mannigfaltig wie unterschiedlich. Natürlich spielt die digitale Revolution, inklusive Konnektivität und Netzwerkkompetenz, dabei die entscheidende Rolle. Bestimmte Berufe verschwinden und andere werden neu entstehen. Professor Markus Hengstschläger ist Vorstand des Instituts für Medizinische Genetik an der MedUni Wien.

Weiterlesen