Gegenüber den großen Themen der Umwelt- und damit Lebenszerstörung wirken alle anderen politischen Herausforderungen, so wichtig sie sind, deutlich kleiner. Richard David Precht nennt Beispiele: „Die Schuldenkrise in Ländern wie Griechenland, Argentinien oder Venezuela schafft es gerade mal auf Platz neun des Weltwirtschaftsforums-Rankings, die wachsenden geopolitischen Spannungen zwischen den USA und China sowie Russlands Krieg gegen die Ukraine auf Platz zehn.“ Die Folgerungen, die sich daraus für die Politik wie für die Außenpolitik ableiten, lassen an Eindeutigkeit nichts zu wünschen übrig: Oberstes Primat aller politischen Anstrengungen hat der Umwelt- und Klimaschutz. Die Treibhausgasemissionen müssen, gemäß des Klimaabkommens von Paris, im Jahr 2030 auf die Hälfte dessen reduziert werden, was 2010 ausgestoßen wurde. Der Philosoph, Publizist und Autor Richard David Precht zählt zu den profiliertesten Intellektuellen im deutschsprachigen Raum.