Konrad Paul Liessmann entwickelt eine Philosophie der Krise

Konrad Paul Liessmann beschreibt in seinem neuen Buch „Was nun?“ die Omnipräsenz der Krise, die zu einem Merkmal unseres Lebens geworden ist, die uns jedoch vor ein großes Problem stellt: Die Krise ist die Unterbrechung des Alltags, nicht dessen Fortsetzung mit anderen Mitteln. Konrad Paul Liessmann stellt fest: „Eine Krise ist eine plötzlicher Veränderung, ein dramatischer Einschnitt, das Ende einer gewohnten Lebensform, ein Wendepunkt in einem Prozess, ohne dass klar würde, was nun kommen wird.“ Sie ist zudem eine Phase, in der sich die Dinge scheiden. Dass es in jeder Krise zentral um ein Urteil geht, ist bisher vielleicht unterschätzt worden. Damit ist die juristischen Sphäre des Krisenbegriffs berührt. In jeder Krise geht es auch um Recht und Unrecht, Schuld und Unschuld. Konrad Paul Liessmann ist Professor emeritus für Philosophie an der Universität Wien, Essayist, Literaturkritiker und Kulturpublizist.

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