Die Paarbildung spielt sich in einem Wettbewerbsmarkt ab

Eva Illouz stellt fest: „Der Prozess der Paarbildung über Bewertungen auf den Ebenen von Visualität, Persönlichkeit und Konsum spielt sich in einem Wettbewerbsmarkt mit vielen anderen Akteuren aber und kann daher nicht ohne vergleichende Wahrnehmungen vonstattengehen.“ Der Vergleich hat sich zu einem der, wenn nicht dem wichtigsten Wahrnehmungsakt im Suchprozess entwickelt. Vergleich und Wahl hängen vom Bezugspunkt des eigenen Urteils ab, was sich wiederum tiefgreifend auf die Bewertung des Werts eines anderen auswirkt. Um in einem Markt realisiert zu werden, muss dem Wert einer Ware ein symbolischer Wert zugeschrieben werden, der seinerseits davon abhängt, wie diese Ware im Verhältnis zu anderen Waren steht. Eva Illouz ist Professorin für Soziologie an der Hebräischen Universität von Jerusalem. Außerdem ist sie Studiendirektorin am Centre européen de sociologie et de science politique de la Sorbonne.

Weiterlesen