Die Menschheit muss die Begrenztheit der Erde akzeptieren

Fortschritt hat viele Facetten, und das schon seit vielen Jahrhunderten. Petra Pinzler betont: „Eines aber ist heute wichtiger als jemals zuvor in der Menschheitsgeschichte: Modere Fortschrittskonzepte dürfen die Planeten nicht mehr als etwas betrachten, das man einfach ausbeuten kann.“ Die Begrenztheit der Erde zu akzeptieren und als Rahmen zu begreifen, muss die Grundlage jeder modernen Konzeption von Fortschritt sein. Ist das nicht der Fall, trägt die Innovation früher oder später zum Untergang bei. Oder konkreter formuliert: Es ist kein Fortschritt, wenn in ein paar Jahrzehnten einige wenige Menschen 200 Jahre alt werden, viele Hunderte Millionen aber vor Hitze, Dürren und Überflutungen flüchten müssen. Petra Pinzler arbeitet als Hauptstadtkorrespondentin der Wochenzeitung „Die Zeit“. Sie schreibt zudem Bücher über Wirtschaft, Umwelt und Klimaschutz.

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Eine Lawine von Umweltproblemen kommt auf die Menschheit zu

Die Temperaturen steigen weltweit, ebenso die Meeresspiegel. Eisdecken schmelzen, und andere Arten kämpfen darum, sich an das verändernde Klima anzupassen. Hannah Ritchie ergänzt: „Eine ganze Lawine von Problemen kommt auf die Menschheit zu, seien es Überflutungen, Brände oder tödliche Hitzewellen. Den Bauern drohen Ernteeinbußen, Städte könnten überschwemmt werden.“ Und dahinter steckt vor allem ein: die vom Menschen verursachten Treibhausemissionen. Wir haben fossile Brennstoffe verbrannt, Wälder abgeholzt und Vieh für Energie und Nahrung gezüchtet – zweifelsohne wichtig für den menschlichen Fortschritt. Doch jetzt zahlt die Menschheit den Preis dafür in Form des einschneidenden Klimawandels. Würde man sich einzig und allein auf die Daten zur Entwicklung der CO2-Emissionen konzentrieren, könnte man meinen, wir machten überhaupt keine Fortschritte. Dr. Hannah Ritchie ist Senior Researcher im Programm für globale Entwicklung an der Universität Oxford.

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