Ohne zu sehr ins Detail zu gehen, will Ray Dalio Wohlstand als Kaufkraft bezeichnen – im Unterschied zu Geld und Kredit. Diese Unterscheidung ist wesentlich, weil sich der Welt von Geld und Kredit verändert. Werden beispielsweise viel Geld und Kredit geschaffen, sinkt deren Wert. Wer mehr Geld hat, besitzt daher nicht unbedingt mehr Wohlstand oder Kaufkraft. Unter Realvermögen versteh Ray Dalio die Dinge, die Menschen erwerben, weil sie sie haben wollen und nutzen – wie ein Haus, ein Auto, einen Video-Streaming-Dienst und so weiter. Realvermögen hat also einen Substanzwert. Finanzieller Wohlstand dagegen setzt sich aus finanziellen Vermögenwerten zusammen, die gehalten werden, um künftig laufende Erträge zu erwirtschaften und/oder künftig veräußert zu werden, um sich Geld zu beschaffen und damit die Realwerte zu kaufen, welche die Menschen haben wollen. Finanzieller Wohlstand besitzt keinen Substanzwert. Ray Dalio ist Gründer von Bridgewater Associates, dem weltgrößten Hedgefonds. Er gehört mit zu den einflussreichsten Menschen der Welt.