„Im Prinzip ist Altwerden bei uns erlaubt; es wird nur nicht gern gesehen“, fasst der Kabarettist Dieter Hildebrand in seiner Sendung „Scheibenwischer“ die gängige gesellschaftliche Meinung über das Alter zusammen. Laut einer empirischen Studie der Uni Zürich ist das unter Jüngeren – worunter die unter 50-Jährigen verstanden werden – am häufigsten vertretene Bild. Barbara Schmitz kennt die Ergebnisse: „Das Alter ist gekennzeichnet durch Defizite, es ist ein einziges Verlustgeschäft. Man verliert Haare und Zähne, die körperlichen Kräfte nehmen ab, die Haut wird faltig und schlaff und die Sehkraft vermindert sich.“ Nach und nach brechen – wenn man Pech hat – alle diejenigen Funktionen wie Gedächtnis und Sprachfähigkeit weg, welche die Leistungsfähigkeit ausmachen, und man wird dement. Barbara Schmitz ist habilitierte Philosophin. Sie lehrte und forschte an den Universitäten in Basel, Oxford, Freiburg i. Br., Tromsø und Princeton. Sie lebt als Privatdozentin, Lehrbeauftragte und Gymnasiallehrerin in Basel.