„Das Richtige wissen und es nicht tun ist Mangel an Mut“, soll Konfuzius gesagt haben. Milde Formen der Realitätsverweigerung erleben wir täglich. Stefan Klein nennt Beispiele: „Hier eine Bekannte, die ihren aufreibenden und dabei unbefriedigenden Job schon seit Jahren erträgt, obwohl es ihr an besseren Alternativen nicht mangelt, dort der Freund, der sich in seiner Beziehung demütigen lässt, weil er immer noch hofft, dass irgendwann die alten Tage des Verliebtseins zurückkehren könnten.“ Und wer hat sich selbst noch nicht dabei ertappt, dass man bestens begründete Empfehlungen, sein Leben zu ändern, in den Wind schlägt? Man weiß beispielsweise ganz genau, was geschieht, wenn man nicht endlich beginnt, sich mehr zu bewegen oder weniger Alkohol zu konsumieren. Stefan Klein zählt zu den erfolgreichsten Wissenschaftsautoren der deutschen Sprache. Er studierte Physik und analytische Philosophie in München, Grenoble und Freiburg.