Wie der Dichter und Denker Octavio Paz feststellt: „Jede Gesellschaft gründet sich auf einen Namen, ihren wahren Grundstein.“ Der Name teilt die Welt in zwei Hälften: Christen/Heiden; Muslime/Ungläubige; Wir und die Anderen. Alain Finkielkraut erklärt: „Unsere Gesellschaft macht da keine Ausnahme. Sie scheidet das Alte vom Modernen. Das ist das Gleiche, aber auch etwas ganz anderes. Wir sind die Ersten, die sich statt eines nicht zeitgebundenen Prinzips die Zeit und ihre Veränderungen als Universalideal ausgesucht haben.“ Unsere Zivilisation ist nicht statisch, sondern dynamisch. Sie steht nicht fest, sie geht voran, sie ist in Bewegung. Um es mit Ernest Renans Worten zu sagen: „Sie betrachtet alles unter der Kategorie des Werdens.“ Alain Finkielkraut gilt als einer der einflussreichsten französischen Intellektuellen.