In seinen wissenschaftlichen Abhandlungen kritisierte Thomas Malthus den Utopismus zeitgenössischer Philosophen wie William Godwin und Nicolas de Condorcet – Vordenker des Zeitalters der Aufklärung – die eine unausweichliche Entwicklung der Menschheit hin zu einer vollkommenen Gesellschaft propagierten. Oded Galor weiß: „Im Jahr 1798 veröffentlichte Malthus seinen „Essay on the Principle of Population“ („Das Bevölkerungsgesetz“, in dem er seine tiefe Skepsis gegenüber diesen vorherrschenden und seiner Meinung nach naiven Ansichten bekundete.“ Ihnen stellte er seine pessimistische These entgegen, der zufolge sich die Menschheit auf lange Sicht nicht höher entwickeln könne, da jeder Fortschritt oder materielle Zugewinn am Ende vom Bevölkerungswachstum aufgezehrt werde. Der renommierte Ökonom Oded Galor untersucht in seinem neuen Buch „The Journey of Humanity“ die Entwicklungen, die zu Wohlstand und Ungleichheit führten.