Die Unausweichlichkeit erweist sich meistens als falsche Prophezeiung

Die Ausrufung von Unausweichlichkeit ist meistens eine falsche Prophezeiung. Rebecca Solnit schreibt: „Hoffnung ist in diesem Sinn schlicht die Erkenntnis, dass die Ungewissheit eventuell Raum dafür lässt, sich zu den besten Möglichkeiten hin- und von den schlechtesten wegzubewegen, dass die Zukunft, anders, als ihr oft angedichtet wird, eben kein bereits existierender Ort ist, zu dem wir uns hinschleppen, sondern einer, den wir mit unseren Handlungen – oder auch unserem Nichtstun – in der Gegenwart erst erschaffen.“ Genauer gesagt besteht Hoffnung aus dieser Erkenntnis sowie der Bereitschaft, auf die besseren Möglichkeiten innerhalb des Spielraum des Ungewissen, des noch nicht Geschaffenen hinzuarbeiten. Rebecca Solnit ist eine der bedeutendsten Essayistinnen und Aktivistinnen der USA. Sie ist Mitherausgeberin des Magazins „Harper´s“ und schreibt regelmäßig Essays für den „Guardian“.

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