Die größte Gabe eines Menschen ist seine Fantasie, sie unterscheidet ihn von allen anderen Lebewesen auf der Welt. Menschen tendieren auch dazu, generalisierte Charakterzuschreibungen auf sich zu beziehen. Rüdiger Maas erklärt: „Grund dafür ist, dass Menschen wollen, dass wünschenswerte Voraussagen oder Zuschreibungen mit den eigenen Vorstellungen von sich übereinstimmen.“ Dieses im Nachgang als „Forer-Effekt“ bezeichnete Phänomen tritt besonders bei Themen auf, die Ängste betreffen, die vielen in der Gesellschaft gemeinsam sind, wie es zum Beispiel bei diversen Finanzkrisen oder während der Corona-Pandemie der Fall war. Die Zuschreibung, jemand verspüre derzeit erhöhten Stress oder fühle sich verängstigt, werden in Zeiten von Corona nur wenige verneinen. Rüdiger Maas studierte in Deutschland und Japan Psychologie. Er ist Gründer eines Instituts für Generationenforschung. Zuletzt erschien sein Bestseller „Generation lebensunfähig“.