Die globalen Märkte verlangten eine Neuordnung von Raum und Zeit

Die Schaffung nationaler, kontinentaler und globaler Märkte verlangte eine Neuordnung von Raum und Zeit. Dazu war ein kühner Plan nötig. Jeremy Rifkin erklärt: „Die Zeit musste vom konkreten Ort gelöst und durch einheitliche Zeitzonen ersetzt werden, die auf der ganzen Welt Gültigkeit hatten.“ Großbritannien und die Vereinigten Staaten waren die ersten, die ihr Land in standardisierte Zeitzonen einteilten, um den Eisenbahnverkehr zu erleichtern. In den 1880ern riefen auch andere Nationen nach der Einführung einer Weltzeit. Im Oktober 1884 legte die Internationale Meridian-Konferenz den Londoner Vorort Greenwich als Nullpunkt des universellen Zeitsystems fest. Die französiche Regierung widersetzte sich und verlangte, das Observatorium von Paris zum Referenzpunkt zu erklären. Jeremy Rifkin ist einer der bekanntesten gesellschaftlichen Vordenker. Er ist Gründer und Vorsitzender der Foundation on Economic Trends in Washington.

Weiterlesen