Ab Mitte der 1960er-Jahre entstanden No-Future-Bewegungen

Die ab Mitte der 1960er- bis Mitte der 1970er-Jahre Geborenen erlebten in ihrer Jugend unter anderem das Reaktorunglück von Tschernobyl, den Kalten Krieg und sein Ende, den Fall der Berliner Mauer. Rüdiger Maas erklärt: „Es entstand eine Generation, die das Weltuntergangsszenario rund um den berühmten Roten Kopf zelebrieren musste, den entweder die USA oder Russland beziehungsweise die UdSSR betätigen und damit einen Atomkrieg beginnen könnten.“ Ein Kopfdruck, und die Erde ist Geschichte. Die Vorstellung prägte viele Filme und die Popkultur. No-Future-Bewegungen entstanden. Die Antwort auf die Neue Deutsche Welle folgten die Dunkle Welle, später auch Gothic genannt. Auf die Hippies folgten die Punks, auf Pop der Schlager und Heavy Metal, später Grunge, Westcoast-Punk, Rap und Hip-Hop. Rüdiger Maas studierte in Deutschland und Japan Psychologie. Er ist Gründer und Leiter eines Instituts für Generationenforschung.

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Das Smartphone veränderte jedes Leben

Jonathan Haidt stellt fest: „Das Smartphone, das 2007 auf den Markt kam, veränderte unser aller Leben. Wie zuvor Radio und Fernsehen eroberte es die Nation und die Welt im Sturm.“ Die Internet-Ära kam in zwei Wellen. In den 1990er-Jahren stieg sowohl die Zahl der PCs als auch die Zahl der Internetanschlüsse – damals noch mit Modem – stark an; ab 2001 waren die meisten Haushalte damit ausgestattet. Im Lauf des folgenden Jahrzehnt verschlechterte sich die psychische Gesundheit von Teenagern nicht. Teenager der Millennium-Generation, in diese ersten Welle spielend aufwuchsen, waren im Schnitt etwas glücklicher, als es Teenager der Generation X gewesen waren. Jonathan Haidt ist Professor für Sozialpsychologie an der New York University. Seine Forschungsschwerpunkte sind die psychischen Grundlagen von Moral, moralische Emotionen und Moralvorstellungen in verschiedenen Kulturen.

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Der Begriff Generation Z beschreibt für 90 % der Deutschen etwas Negatives

Rüdiger Maas schreibt: „In den Talkshows und Leitmedien kann das Narrativ über die verlorene Jugend so gut bedient werden, weil wir einen Begriff für sie gefunden haben: „Gen Z“. Der Begriff beschreibt für 90 Prozent der Deutschen etwas Negatives.“ Man muss also gar nicht „schlechte Gen Z“ sagen, da schlecht bereits in der Bezeichnung Gen Z angelegt ist. Hat man einen negativen Begriff, mit alle etwas Negatives verbinden, wird es leichter mit negativen Zuschreibungen, und sie werden weniger hinterfragt. Denn Menschen verhalten sich entsprechend den Bedeutungen, die sie für sie haben: Ein Kind, das von einer kratzbürstigen Katze eine mitbekommen hat, verbindet mit der Katze „Gefahr“, während ein anderes Kind, das Katzen gerne streichelt, die Katze als ungefährlich einstuft. Rüdiger Maas studierte in Deutschland und Japan Psychologie. Er ist Gründer eines Instituts für Generationenforschung. Zuletzt erschien sein Bestseller „Generation lebensunfähig“.

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