Joseph Stiglitz glaubt, dass es nichts bringt, an einem demokratischen politischen System herumzubasteln, wenn die ökonomische Spaltung zu groß ist. Ungeachtet öffentlicher Rundfunk- und Fernsehsender sowie öffentlicher Subventionen für Zeitungen kann ein reicher Unternehmer wie Rupert Murdoch sein Geld dazu nutzen, zumindest eine Nische des Markts zu beherrschen und so eine „sektenartige Gemeinschaft“ mit abstruser Gedankenwelt zu gründen. Bei den Gebildeten können Systeme der Faktenüberprüfung sehr wirksam sein. Niemand unter den 65 bis 70 Prozent der Amerikaner, die nicht seine treuen Anhänger sind, nimmt eine Donald Trump-Äußerung ernst, bevor sie überprüft wurde, da viele seiner Aussagen Lügen sind und ein Großteil des Rests Halbwahrheiten. Joseph Stiglitz war Professor für Volkswirtschaft in Yale, Princeton, Oxford und Stanford. Heute lehrt er an Columbia University in New York und ist ein weltweit geschätzter Experte zu Fragen von Ökonomie, Politik und Gesellschaft.