Wieso ist Intelligenz plötzlich allgegenwärtig? Woher kommt es, dass in westlichen Gesellschaften viele ihr eigenes Leben und zwischenmenschlichen Beziehungen unter dem Vorzeichen von Intelligenz betrachten? Diesen und anderen Fragen und den Antworten darauf widmet Gisela Schmalz ihr Buch „Fetisch Intelligenz“. Es handelt von Schulkindern und ihren Eltern, von rechtsgerichteten Influencern, die behaupten, Intelligenz sei das erbliche Schicksal Einzelner und ganzer Bevölkerungsgruppen, sowie von Pionieren der künstlichen Intelligenz und der Embryoselektion. Die Autorin hält das Sujet für dringend untersuchungsbedürftig. Denn schließlich entscheiden Intelligenz sowie Einordnungen und Ordnungen auf der Basis bestimmter Intelligenzvorstellungen über private Lebensläufe und ganze Gesellschaftsstrukturen. Als Professorin für Digital Business ist Gisela Schmalz an einer internationalen Hochschule tätig und leitet bei der Deutschen Gesellschaft für Philosophie die „Fokusgruppe Künstliche Intelligenz“.