Manipulationen von Daten kommen in der Forschung immer wieder vor

Armin Falk glaubt, die Spannung zwischen Moral und Ehrgeiz ist vielen von uns vertraut, und oft können wir der Versuchung zu brillieren nicht widerstehen: „Etwa in der Wissenschaft immer dann, wenn Forschung mit potenziell schädlichen Folgen betrieben wird oder derartige Folgen ausgeblendet werden.“ Oder nehmen wir die vielen Fälle, wo Manipulationen der Daten oder die Verletzung wissenschaftlicher Standards erfolgten mit dem Ziel, ruhmreiche Publikationen vorzuweisen und Karrieren zu begründen. Ein eindrucksvolles Beispiel ist der Fall des niederländischen Sozialpsychologen Diederik Stapel. Im Zuge seiner steilen wissenschaftlichen Karriere nahm er 2006 eine Professur an der Universität Tilburg an, baute dort sein eigenes Labor auf und wurde schließlich Dekan der dortigen School of Social und Behavioral Sciences. Armin Falk leitet das Institut für Verhaltensökonomik und Ungleichheit (briq). Außerdem ist er Direktor des Labors für Experimentelle Wirtschaftsforschung sowie Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Bonn.

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