Wenige Wochen nach dem Treffen in Jena lud Johann Wolfgang von Goethe Friedrich Schiller für vierzehn Tage nach Weimar ein. Andrea Wulf weiß: „Schiller und Johann Goethe redeten offen über ihre Ideen, Überzeugungen, Methoden und Theorien, sprachen aber auch unverhohlen über ihre Schwierigkeiten und stagnierenden Projekte.“ Schiller fühlte sich so wohl, dass er sogar gut schlief, und Goethe schrieb einem Freund, sein Besucher habe „meine oft stockenden Ideen“ belebt. Johann Wolfgang von Goethe stellte seine naturkundlichen Erkenntnisse vor und hörte aufmerksam zu, als Friedrich Schiller davon sprach, wie eine Erziehung zu Schönheit und Ästhetik eine Freiheit schaffen könne, die stärker sei als jede politische Revolution. Als Autorin wurde Andrea Wulf mit einer Vielzahl von Preisen ausgezeichnet, vor allem für ihren Weltbestseller „Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur“ 2016, der in 27 Sprachen übersetzt wurde.