Bei einer Borderline-Persönlichkeit ist das Selbstbild unklar und gestört

Eine instabile Persönlichkeitsstörung ist definiert als eine deutliche Tendenz, impulsiv und ohne Berücksichtigung von Konsequenzen zu handeln, als wechselnde instabile Stimmung. Heidi Kastner ergänzt: „Die Fähigkeit des Vorausplanens ist gering und Ausbrüche intensiven Ärgers können oft zu gewalttätigen und explosivem Verhalten führen. Dieses Verhalten wird leicht ausgelöst, wenn impulsive Handlungen von anderen kritisiert oder behindert werden.“ Bei einer Borderline-Persönlichkeit, einer Unterform der emotional instabilen Persönlichkeitsstörung, sind zusätzlich das eigene Selbstbild, Ziele und innere Präferenzen unklar und gestört. Meist besteht ein chronisches Gefühl innerer Leere. Die Neigung zu intensiven, aber unbeständigen Beziehungen kann zu wiederholten emotionalen Krisen führen mit übermäßigen Anstrengungen, nicht verlassen zu werden, und mit Suiziddrohungen oder selbstschädigenden Handlungen. Heidi Kastner ist Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie. Seit 2005 ist sie Chefärztin der Forensischen Abteilung der Landesnervenklinik in Linz.

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