Jeder Mensch hat ein Empfinden für Gerechtigkeit

Bei der Gerechtigkeit geht es um die Frage, ob Gleich- und Ungleichbehandlungen durch gute Gründe gerechtfertigt oder sogar geboten sind. Bernhard Schlink schreibt in seinem neuen Buch „Gerechtigkeit“: „Immer wieder machen es sich die Antworten einfach und setzen, statt gute Gründe zu bieten, auf Ressentiment, Angst, Hass und populistische Überwältigung.“ Dagegen helfen keine Entwürfe idealer gerechter Gesellschaften, sondern nur die Gerechtigkeitsarbeit an den einzelnen Problemen. Bernhard Schlinks Buch handelt davon, wie wir nach Gerechtigkeit fragen und die Antwort auf die Frage suchen und immer wieder finden. Wie es subjektive Vorstellungen von Gerechtigkeit gibt, gibt es auch persönliche Verhältnisse zu ihr. Bernhard Schlink war Professor für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sein Roman „Der Vorleser“ machte ihn weltweit bekannt.

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