Vernünftiges Handeln kann ein Gefühl der Lust auslösen

Die Lebensweise des Einzelnen ist, soweit sie sich auf die globale Ökologie auswirkt, für die Menschheit als Ganzes von Belang. Wenn sie, wie inzwischen feststeht, Folgen für das Geschick der ganzen Menschheit haben, dann fallen ökologisch relevante Aspekte der Lebensführung in den Gültigbereich eines Satzes, den wir Immanuel Kant, einem der Fixsterne am Himmel der Philosophie, verdanken: „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“ Joachim Bauer fügt hinzu: „Obwohl er aus guten Gründen die Auffassung vertrat, dass die Welt der Gefühle keine Quelle von Moralität sei, war Immanuel Kant sehr wohl der Meinung, dass – umgekehrt – vernünftiges Handeln „wahre Zufriedenheit“, ein „moralisches Gefühl“, ja sogar „ein Gefühl der Lust oder des Wohlfallens“ auszulösen in der Lage sei.“ Prof. Dr. Med. Joachim Bauer ist Neurowissenschaftler, Psychotherapeut und Arzt.

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