Die Menschen sollen nach der Glückseligkeit streben

Der Erkenntnis kommt nach Immanuel Kant schon von Beginn an ein sprachlicher und gesellschaftlicher Charakter zu. Denn die Wahrheit kann sich erst in der Diskussion der Meinungen in der Auseinandersetzung zwischen prinzipiell gleichberechtigten Menschen konstituieren. Das Urteil eines Menschen muss sich dem Beurteilen des Urteils durch ein anderes Mitglied der Gesellschaft und dessen Begründung öffnen. Erst dadurch erhalten die Erkenntnis und die Verständigung über die Bedingungen einer möglichen Erkenntnis erst einen Charakter des Dialogs. Laut Immanuel Kant soll sich alles Handeln der Menschen auf die Realisierung des höchsten Guts abzielen.

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Ein bedingungsloses Grundeinkommen bringt Freiheit

Ein Grundeinkommen von 1.000 Euro für alle Bürger würde den Menschen ein Leben ohne Existenzangst garantieren. Laut Götz Werner & Adrienne Goehler hätte dann jeder die Freiheit, das zu tun, was er will und müsste nicht einer Arbeit nachgehen, die ihm nicht gefällt. Das Autorenduo definiert vier Kriterien für ein bedingungsloses Grundeinkommen: Es muss die Existenz sichern, einen individuellen Rechtsanspruch begründen, darf keiner Bedürftigkeitsprüfung und keinem Zwang zur Arbeit unterliegen. Götz Werner, der Vordenker eines bedingungslosen Grundeinkommens ist Gründer und Aufsichtsratsmitglied der dm-Drogeriemärkte. Adrienne Goehler war unter anderem Kultur- und Wissenschaftssenatorin in Berlin.

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Marieluise Fleißer schreibt Dramen über die Provinz

Im Zentrum der Romane von Marieluise Fleißer stehen Mädchen, die von den Männern zerbrochen und weggeworfen wurden. Es ist eine brutale Welt mit klaren Verhältnissen. Zwei Dramen machen die Schriftstellerin Ende der zwanziger Jahre über Nacht berühmt und sorgen für Literaturskandale: „Pioniere in Ingolstadt“ und „Fegefeuer in Ingolstadt“. Bertold Brecht, den Marieluise Fleißer leidenschaftlich liebte, der sie aber rücksichtslos verstieß, war für sie der Obertyrann. Das immer wieder kehrende Leitmotiv ihrer Geschichten ist die Unterlegenheit der Frau gegenüber dem männlichen Geschlecht. Doch als Schriftstellerin war Marieluise Fleißer ganz und gar nicht unterlegen: Sie verfügte über einen aggressiven, sezierenden Blick auf die Welt und über eine großartige, theatralische Phantasie.

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Die Philosophie des absoluten Idealismus

Johann Gottlieb Fichte wurde am 19. Mai 1762 in Rammenau bei Bischofswerda in ärmlichen Verhältnissen geboren. Ein Adliger, der das geistige Potential des Jungen erkannte, ermöglichte ihm eine gute Ausbildung. Zuerst erhielt Fichte Privatunterricht bei einem Pastor, besuchte anschließend die Fürstenschule Schulpforta und studierte schließlich an der Universität in Jena. Nach seinem Studium lebte der Philosoph in großer Armut, da sein Gönner gestorben war. Der Philosoph wurde gleich mit seinem ersten philosophischen Werk „Versuch einer Kritik aller Offenbarung“, dass 1792 anonym erschien, bekannt.

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Aristoteles war ein genialer Zoologe und Naturforscher

Als Naturforscher beschäftigte sich Aristoteles vorzugsweise mit der Zoologie und schrieb in vielen seinen Büchern über das Leben der Tiere, darunter in der „Historia animalium“, einem neun Bände umfassenden Werk über zoologische Erscheinungen. Die Bücher enthalten umfassende Studien des Tierverhaltens sowie detaillierte physiologische Darstellungen. Etwa ein Viertel der erhaltenden Werke des Aristoteles haben mit Zoologie zu tun. Dazu zählen die Schriften „De partibus animalium“ (Über die Teile der Tiere), „De motu animalium“ (Über die Bewegung der Tiere“ und „De generatione animalium“ (Über die Fortpflanzung der Tiere).

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Ludwig Marcuse denkt über das Glück nach

Es gibt Sehnsüchte, die von der Patina des Alterns verschont werden. Zu diesen ewig Jungen zählt laut Ludwig Marcuse das Glück. Babylonien, Juden, Inder, Griechen, Römer, Chinesen, Unglückliche und Glückliche haben seit Jahrtausenden über das Glücklichsein nachgedacht. So wie es heute Menschen gibt, die sich über das Glück ihre Gedanken machen, wird es auch morgen und übermorgen einen Menschen geben, der sich die Frage stellt: Was ist Glück? Schon 3.000 Jahre bevor „das Streben nach dem Glück“ als ein Grundrecht in die amerikanische Verfassung aufgenommen wurde, stritt Hiob für das Recht auf Glück.

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Milliarden von Menschen leben in bitterster Armut

Dass täglich etwa 50.000 Menschen an armutsbedingten Krankheiten sterben, bezeichnet der Philosoph Thomas Pogge als Massenmord. 300 Millionen Armutstote habe es seit dem Ende des Kalten Krieges gegeben. Die Bürger der reichen Länder seien an diesem Verbrechen mitschuldig. Thomas Pogge lehrt in Yale als Leitner-Stiftungsprofessor Philosophie und internationale Angelegenheiten. Der 1953 geborene Deutsche lebt seit fast dreißig Jahren in den USA. Zu seinen Vordenkern zählt er Immanuel Kant, der einer der Ersten war, der Recht und Gerechtigkeit kosmopolitisch verstanden hat. Von Kant stammt der Ausspruch, dass eine Rechtsverletzung an einem Platz der Erde, an allen gefühlt wird.

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Peter der Große ebnet Russlands Weg nach Europa

Zu den Bewunderern Peter des Großen zählten so bedeutende Persönlichkeiten wie Voltaire, der den Zaren als einen Heros, Gesetzgeber und Schöpfer Russlands und als Vorbild für alle Zeiten feierte. Neben überschwänglichem Lob für Peter I., hagelte es auch reichlich Kritik an seiner Politik. Der preußische Gesandtschaftssekretär in St. Petersburg Johann Gotthilf Vockerodt beschreibt Peter den Großen als grausam im Frieden, schwach im Krieg, bewundert von den Ausländern und gehasst von seinen Untertanen.

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Sean Connery: "Sexiest Man of the Century"

Am 25. August 2010 ist Jean Connery 80 Jahre alt geworden. Vor elf Jahren wählte ihn das People Magazin zum „Sexiest Man of the Century“. Der schottische Schauspieler, der mit seiner Rolle als James Bond zu Weltruhm kam, wurde für seine Darstellung eines irischen Cop in dem Film „Die Unbestechlichen“, unter der Regie von Brian de Palma, mit einem Oscar ausgezeichnet. Jean Connery ist Schotte durch und durch. Er hat sein ganzes Leben für die Unabhängigkeit der Schotten von England gekämpft. Im August 2008 erschien sein Buch „Beeing a Scot“. Da er sich so sehr für seine schottische Heimat eingesetzt hat, nehmen es ihm seine Landsleute auch nicht übel, dass er die meiste Zeit des Jahres auf den Bahamas lebt.

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Simone de Beauvoir schrieb die Bibel des Feminismus

Das zentrale Thema in den Werken der französischen Schriftstellerin und Philosophin Simone de Beauvoir ist die Eifersucht. Das ist erstaunlich, denn sie ging als Vorreiterin des freien weiblichen Lebens und Denkens in die Literaturgeschichte ein. Mit dem Roman „Sie kam und blieb“, der im Jahr 1943 erscheint, wurde Simone de Beauvoir berühmt. Die Geschichte handelt von einer Dreiecksgeschichte zwischen einem Paar und einer jungen Frau. Die Story ist liberal, kühl und analytisch geschrieben, aber zwischen den Zeilen brodelt es wie in einem Vulkan. Auch in der Titelgeschichte ihres Erzählbandes „Eine gebrochene Frau“ spielt die Eifersucht die Hauptrolle.

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Karl Jaspers erklärt die philosophische Lebensführung

Karl Jaspers vertritt die Auffassung, dass sich das Leben in einer Ordnung finden muss, wenn es nicht in Zerstreuung verloren gehen soll. Es muss im Alltag von einem Umfassenden getragen sein, Zusammenhang gewinnen im Aufbau von Arbeit, Erfüllung und hohen Momenten, sich vertiefen in der Wiederholung. Nur dann ist der Mensch geborgen in einem Welt- und Selbstbewusstsein, steht auf dem Boden der Geschichte, der er angehört und im eigenen Leben durch Erinnerung und Treue. Laut Karl Jaspers sucht der Mensch in der philosophischen Lebensführung aus eigenen Kräften sich aufzubauen, was die Umwelt ihm nicht mehr bringt.

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Tiere empfinden Mitgefühl und spenden Trost

Der Kognitionsbiologe Thomas Bugnyar von der Universität Wien beobachtete zwei Jahre lang, wie Raben nach einem Streit mit dem Unterlegenen umgehen. Seine Forschungsergebnisse veröffentlichte er vor kurzem in der Wissenschaftszeitschrift PlosOne. Er schrieb, dass sich dritte, nicht am Kampf beteiligte Raben, um den besiegten Vogel kümmerten. Mit dem Phänomen der tröstenden Tiere haben sich im vergangen Jahrzehnt immer mehr Forscher beschäftigt. Nicht nur Rabenvögel und Primaten zeigen Mitgefühl mit den Verlierern, sondern auch Hunde, Wölfe und Bärenmakaken. Die Wolfsexpertin Elisabetta Palagi vom Naturgeschichtlichen Museum in Pisa sagt: „Dass unterschiedliche Tiere ein derart ähnliches Konfliktlösungsmuster zeigen, ist erstaunlich und faszinierend.“

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Die Schonzeit für Chefs und Mitarbeiter ist vorbei

Roland Jäger schreibt in seinem Buch „Ausgekuschelt. Unbequeme Wahrheiten für den Chef“, dass einen Führungskraft seinen Mitarbeitern Verantwortung delegieren muss, wenn er nicht als führungsschwach gelten möchte. Er plädiert dafür, führungsbedürftige Mitarbeiter nicht zu loben, sondern zu kontrollieren. Wer bei Fehlern seiner Untergebenen Nachsicht zeigt, zeigt keine menschliche Größe, sondern geht zu sorglos mit dem Geld des Unternehmens um. Roland Jäger fordert; „Inkonsequente Chefs verdienen kein Vertrauen, sondern Entmachtung.“ Der Autor ist Coach, Trainer und Unternehmensberater. Seit 2002 ist er Inhaber der rj management in Wiesbaden.

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Konfuzius wurde in China wie ein Gott verehrt

Konfuzius wurde angeblich 551 v.Chr. in der Grafschaft Lu in Südwest-Shantung geboren. Der Überlieferung zufolge soll er erst als Beamter im niederen Dienst und als Lehrer gearbeitet haben. Der er sich sehr schnell einen großen Ruf als Gelehrter erworben hatte, holte man ihn als Minister für öffentliche Arbeiten und später als Justizminister in die Regierung. Durch Intrigen verlor er die Gnade des Herrschers, musste seine Ämter niederlegen und verließ die Heimat.

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In Deutschland fehlt eine moderne Zuwanderungspolitik

Regelmäßig klagen die deutschen Unternehmen über den Mangel an Fachkräften. Die Manager fordern von der Politik eine moderne Zuwanderungspolitik. Denn noch immer sind am Industriestandort qualifizierte Arbeitskräfte aus dem Ausland nur bedingt erwünscht. Doch mit dieser Haltung könnte sich Deutschland seiner Zukunft berauben. Denn in einer Wissensgesellschaft sind gut ausgebildete Fachkräfte das wichtigste Kapital und zugleich einer immer knapper werdende Ressource. Während andere Länder schon seit längerer Zeit um Experten aus aller Welt mit allen Bandagen kämpfen, schreckt Deutschland hochqualifizierte Arbeitnehmer eher ab. Doch der demografische Wandel, die Erfordernisse der Industrie und der Globalisierung machen ein neues und modernes Zuwanderungsgesetz für die Bundesrepublik Deutschland unumgänglich.

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Ein Nachschlagewerk über 73 Pioniere der Psychologie

Gegliedert nach Epochen und ihren Autoren liefert das Buch „Meilensteine der Psychologie“ einen umfassenden Überblick über die Geschichte der Psychologie, der sowohl die Anfänge bei Sokrates bis zur Kognitiven Psychologie eines Ulric Neisser seinen Bogen spannt. Das Autorenteam orientiert sich an den jeweils wichtigsten Werken der Psychologen, stellt aber darüber hinaus Verbindungen und Gegensätzlichkeiten zwischen ihnen her, das sich für den Leser ein Ordnungssystem ergibt, das die Entwicklungsströme in der Psychologie nachvollziehbar macht.

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Jean-Paul Sartre: "Der Mensch ist verurteilt, frei zu sein"

Jean-Paul Sartre lebte im intellektuellen, politischen Klima in Paris, um zu schreiben und durch seine Schriften Wirkung zu erzielen. Seine schriftstellerischen Aktivitäten waren vielfältig. Er wirkte nicht nur als philosophischer Autor, sondern ebenso als Romanautor und durch seine Theaterstücke. Großen Einfluss auf die Intellektuellen seiner Zeit gewann er auch als Journalist und Herausgeber der bedeutenden philosophischen Zeitschrift „Les temps modernes“. Seine freie Beziehung mit seiner Gefährtin Simone de Beauvoir diente vielen Studenten als Vorbild. Außerdem sorgte er als Literaturkritiker, Essayist und durch seine spektakulären politischen Aktionen für Aufsehen.

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Der Sonnenstrom wird die Atomkraft ablösen

Für Eicke Weber, den ehemaligen Professor an der amerikanischen Eliteuniversität Berkeley ist Deutschland heute weltweit führend auf dem Gebiet der Photovoltaik. Deshalb ist er, einer der renommiertesten Experten für erneuerbare Energie aus den USA nach Deutschland zurückgekehrt. Heute ist er Leiter des größten europäischen Solarforschungszentrums ISE in Freiburg. Eicke Weber sagt: „Der Photovoltaikmarkt ist hier heute zehnmal größer als in den USA.“ Die Angst vor einer Pleitewelle nach den drastischen Fördereinschnitten beim Sonnenstrom hält der Wissenschaftler für übertrieben. Er gibt allerdings zu, dass der Wettbewerb härter werden wird. Vor allem die chinesische Konkurrenz wird im Billigmarktsektor ihre Markanteile vergrößern.

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Gertrude Stein zertrümmert die Regeln der Grammatik

Gertrude Stein wollte die Welt der Sprache revolutionieren, wie vor ihr die Kubisten in der Malerei die Welt des Sehens revolutioniert hatten. Das absolut neue an ihren Vorhaben war, vom Sehen der Bilder auf das Verstehen der Sprache zu schließen. Sie war entschlossen, die Techniken des Kubismus, die sie zum Beispiel auf den Bildern von Pablo Picasso und Juan Gris gesehen hatte, in ihren Satzbau einfließen zu lassen. Gertrude Stein ließ die sakrosankten Regeln der Grammatik mit Subjekt, Prädikat und Objekt hinter sich, so wie sich die Maler von der Zentralperspektive verabschiedet hatten. Dieser kubistische Schreibstil entstand nicht spontan, sondern geht auf einen Satz von Madame de Sévigné zurück, der lautete: „Alles ist zersplittert, alles ist wahr.“

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Isaiah Berlin war ein Superstar der Philosophie

Der große britische Ideenhistoriker und politische Philosoph Isaiah Berlin starb im November 1997 im Alter von 88 Jahren. In den Nachrufen in der englischsprachigen Presse mangelte es nicht grenzenloser Ehrerbietung. Für die „Times“ war er einer der einflussreichsten und originellsten Denker im intellektuellen Leben Englands. Der „Guardian“ bezeichnete Isaiah Berlin als den berühmtesten englischen Akademiker und für die „Newsweek“ war er höchstwahrscheinlich der hellste Geist des 20. Jahrhunderts. Der „Economist“ erhob ihn zum „Superstar des akademischen Showgeschäfts“.

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Schiffe sind schwimmende Müllverbrennungsanlagen

Fast 100.000 Schiffe befahren zurzeit die Weltmeere. Umweltschützer sehen in den Ozeanriesen nichts anderes als eine Flotte von Dreckschleudern, die die Umwelt ähnlich stark mit Feinstaub, Kohlendioxid und Schwefel belastet, wie der weltweite Autoverkehr. Der Schifffahrtsexperte der Umweltschutzorganisation Greenpeace, Christian Bussau, formuliert es drastisch: „Schiffe sind im Prinzip schwimmende Müllverbrennungsanlagen.“ Mehr als 90 Prozent der Schiffe, die auf den Ozeanen unterwegs sind, verfeuern Schweröl, den Bodensatz der Erdölverarbeitung. Schweröl ist ein teerähnliches Abfallprodukt, voller Asche und Sand. An Land müsste der Stoff als Sondermüll behandelt werden, auf den Meeren treibt er die Schiffe an.

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Joseph Stiglitz erklärt die Weltwirtschaftskrise

In seinem Buch „Im freien Fall“ beschreibt der Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stieglitz wie es zur weltweiten Wirtschaftskrise, die im Herbst 2008 ausbrach, kommen konnte. Für ihn ist klar, dass falsche Anreize, entfesselte Märkte und eine ungerechte Verteilung des Wohlstands, die Welt beinahe in den Abgrund gerissen haben. Begonnen hatte die Weltwirtschaftskrise in den Vereinigten Staaten von Amerika. Joseph Stieglitz fordert die Manager, Banker und Politiker auf, beim Abflauen der Krise nicht wieder zur gewohnten Tagesordnung überzugehen, sondern ein neues globales Wirtschafts- und Finanzsystem aufzubauen.

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Julian Baggini untersucht die Arten des Erfolgs

Der Philosoph Julian Baggini beschäftigt sich unter anderem mit der Idee, dass Erfolg und Leistung dem Leben einen Sinn geben, egal, wie glücklich sie uns machen oder welches Vergnügen sie uns bereiten. Ein Erfolg kann relativ oder absolut sein. Es gibt zwei Möglichkeiten, diese beiden Arten des Erfolgs zu betrachten. Die eine konzentriert sich auf die Bedeutung bestimmter Leistungen. Baggini fühlt sich dabei an einen Satz Sartres erinnert, dass der Mensch nichts anderes sei als sein Entwurf und nur in dem Maße existiere, in dem er sich verwirklicht. Er ist also nichts anderes als die Gesamtheit seiner Handlungen, nichts anderes als sein Leben.

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Wilhelm von Ockham begründet den Nominalismus

Wilhelm von Ockham, der nicht nur Philosoph, sondern auch Theologe und kirchenpolitischer Schriftsteller war, wurde um 1285 in Ockham in der englischen Grafschaft Surrey geboren. Er trat in den Franziskanerorden ein und begann um 1309 sein Studium in Oxford, wo er anschießend ab 1317 seine Lehrtätigkeit aufnahm. Dort schrieb er auch seine Hauptwerke, zu denen der große Sentenzenkommentar, sieben Niederschriften akademischer Disputationen sowie Kommentare zur Physik des Aristoteles zählen. Das Werk „summa logicae“ kam später noch dazu. In seinen philosophischen Werken begründet Ockham die neue Denkrichtung des Nominalismus, die als Vorläufer der modernen Wissenschaften betrachtet werden darf.

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Die Staatstheorie von Georg Wilhelm Friedrich Hegel

Sittlichkeit und Freiheit sind laut Georg Wilhelm Friedrich Hegel voneinander abhängig und bilden eine Einheit. Für ihn ist jedoch erst im Rahmen des Staates die sittliche Freiheit in ihrer besten Form möglich. Den Staat definiert Hegel als die selbstbewusste sittliche Substanz, die Vereinigung des Prinzips der Familie und der bürgerlichen Gesellschaft.

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