Epikur lehrt das gute Leben und die Lust

Das gute Leben und das Glück ist für den Philosophen Epikur (341 – 271/70 v. Chr.) das Ziel allen Handelns. Zum guten Leben gehört für ihn ohne Zweifel die Lust, während der Schmerz zu meiden ist. Epikur versteht unter Lust allerdings keineswegs nur die Erfüllung der leiblichen Bedürfnisse. Der Zustand der Lust ist für ihn erreicht, wenn ein Mensch frei ohne körperlichen Schmerz und ohne Verwirrung des Geistes leben kann. Er ist davon überzeugt, dass eine schmerzfreie Person Freude empfindet.

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Der Kinderbuchautor und Satiriker Erich Kästner

Erich Kästner wurde zwar vor allem durch seine Kinderbücher berühmt, war aber ebenso ein Schriftsteller für die Erwachsenen, die er mit treffsicherer Prägnanz und Schärfe seiner zeitkritischen Arbeiten fesselte. Erich Kästner begann seine schriftstellerische Karriere mit leicht zu lesender und ironischer Gebrauchslyrik und mit Kabarettversen, die sich durch Aggressivität und Sarkasmus auszeichneten.

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"Casablanca" macht Humphrey Bogart zur Kultfigur

Seine größte Rolle spielte Humphrey Bogart als Rick, den im Exil lebenden Besitzer eines Kaffeehauses in dem Klassiker „Casablanca“. Tief gekränkt, aber immer noch angerührt von seiner ehemaligen Liebe Ilsa Lund, die von Ingrid Bergman gespielt wurde, entscheidet sich Rick am Ende des Films für die Ehre und die Selbstbeherrschung und gegen seine Liebe.

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Zeitgenössische Philosophie in Europa und den USA

Die Herausgeber Nida-Rümelin und Elif Özmen stellen in ihrem Buch „Philosophie der Gegenwart“ 113 Philosophen, über die gegenwärtig viel diskutiert wird, in Einzelportraits vor. Die Auswahl konzentriert sich auf die zeitgenössische Philosophie in Europa und den USA. Jeder Artikel enthält eine Kurzbiografie und eine kompakte Darstellung des philosophischen Werks. Außerdem eine Bibliografie mit den wichtigsten Schriften des jeweiligen Philosophen.

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Der moderne Mensch braucht Lebensberatung

In der heutigen Zeit wimmelt es laut Martin Seel vor nichts so sehr als von Therapeuten, die ihren Lesern mit erbaulichen Büchern zu einem besseren Leben verhelfen wollen. Martin Seel, der Professor für Philosophie an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main ist, verwendet als Beispiel das Buch „Glück kommt selten allein …“ von Eckart von Hirschhausen, das sich seit Wochen auf dem ersten Platz der Bestsellerliste des Spiegels befindet.

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Der harte Hund und Romantiker Steve McQueen

Steve McQueen wurde am 24. März 1930 in Beech Grove, im amerikanischen Bundesstaat Indiana geboren. Von seinem Vater verstoßen, wurde er von seinen Großeltern aufgezogen. Er war ein so schwieriger Jugendlicher, dass er drei Jahre in einer kalifornischen Besserungsanstalt zubringen musste. Er lief von zu Hause weg und wurde zum Vagabunden, der auf Schiffen, Ölfeldern oder als Jahrmarktschreier arbeitete.

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Carl Benz baute Autos im industriellen Stil

Carl Benz wurde 1844 in Karlsruhe geboren. Der Vater starb, als Carl zwei Jahre alt war. Dennoch ermöglichte seine Mutter ihrem Sohn trotz bescheidener Mittel eine solide Ausbildung. Carl Benz besuchte das Lyzeum, experimentierte mit Chemikalien und baute optische Geräte. Sein erstes Einkommen verdiente er mit Fotografien und der Reparatur von Uhren. Von 1860 bis 1864 studierte Carl Benz am Polytechnikum in Karlsruhe.

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Die Arbeitslosigkeit kann in Deutschland jeden treffen

Günter Ogger erscheint der Niedergang der Arbeiterklasse harmlos im Vergleich mit dem Drama, in dem die rund 18 Millionen Angestellten die Hauptrolle spielen. Der Autor geht davon aus, dass die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes Deutschland gründlicher verändern wird als die Wiedervereinigung.

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Julian Baggini: "Das Glück ist ein scheues Reh"

Julian Baggini bezweifelt, dass allein das Glück dem Leben einen Sinn verleiht. Da das Glück unterschiedliche Qualitäten und Quantitäten besitz, muss der Mensch zuerst einmal darüber nachdenken, welchen Art des Glücks er sich wünscht und danach entscheiden, wie viel er davon haben möchte. Außerdem kann es für den Menschen wichtig sein, auch andere Dinge als nur das Glück zu schätzen.

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Orhan Pamuk versöhnt den Osten mit dem Westen

Obwohl sich der Schriftsteller Orhan Pamuk selbst nicht als Brückebauer zwischen Orient und Okzident betrachtet, wird er dennoch immer wieder als Vermittler zwischen der Türkei und Europa gerühmt. Als er im Jahr 2006 den Literaturnobelpreis erhielt, ehrte ihn die schwedische Akademie unter anderem für seine Schöpfungen neuer Sinnbilder, die den Streit und die Verflechtung der Kulturen widerspiegeln.

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Das böse Mädchen Emily Blunt

Die Schauspielerin Emily Blunt spielt das böse Mädchen, das man einfach gern haben muss, so gut wie keine andere. Sie liebt ihren Beruf, weil sie in ihrem Metier deutlich mehr Freizeit hat als die meisten anderen Menschen. Dennoch wird sie sich in der Zukunft auf deutlich weniger freie Tage einstellen müssen, denn sie zählt momentan zu den gefragtesten Schauspielerinnen der Welt. Inzwischen gilt sie auch als eine der besten, was ihr sogar Meryl Streep bescheinigt.

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Ai Weiwei: "Alle Menschen müssen Philosophen werden"

Ai Weiwei, einer der bekanntesten chinesischen Künstler, kommt zu der Schlussfolgerung, dass die absolute Freiheit, wie sie Amerika propagiert hat, der menschlichen Entwicklung schadet. Denn absolute Freiheit ist nicht nachhaltig. Nachhaltigkeit hingegen ist eine sehr praktische Idee, weil ohne sie nichts mehr Fortbestand haben wird. Sie ist heute der Maßstab aller Dinge.

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Alle Bürger sollten ein Grundeinkommen erhalten

Professor Thomas Straubhaar, der Direktor des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI), fordert ein Grundeinkommen für alle, vom Säugling bis zum Greis, das der Staat aus Steuereinnahmen bezahlen soll. Der Ökonom ist davon überzeugt, dass Deutschland einen Systemwechsel hin zu einer steuerfinanzierten Grundsicherung für alle braucht, das in ein bedingungsloses Grundeinkommen mündet. Thomas Straubhaar erläutert die Idee, die hinter dem Grundeinkommen für alle steckt: Der Staat gewährleistet allen Menschen lebenslang ein monatliches Einkommen, das deren Existenz sichert.

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Cicero stellt die Gemeinschaft über das Individuum

Cicero preist den Menschen als Gemeinschaftswesen. Der Mensch bildet mit anderen Menschen eine Gesellschaft, nicht deswegen, weil er sich als einzelner schwach fühlt, sondern weil ihm eine natürliche Geselligkeit angeboren ist. Das Menschengeschlecht ist einfach nicht einzeln lebend oder einzelgängerisch.

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Marc Beise: "Der Staat plündert die Mittelschicht aus"

Marc Beise stellt in seinem Buch „Die Ausplünderung der Mittelschicht“ die These auf, dass in den Zeiten der Finanzkrise und den daraus resultierenden stetig wachsenden Geldproblemen des Staates, die Mittelschicht immer mehr abgezockt und wird. Sein Buch ist ein Hilferuf aus der Mitte der Gesellschaft und ein Plädoyer für eine andere Politik in Deutschland, die die Eigenverantwortung der Bürger fördert und belohnt.

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Die Tugenden Bescheidenheit und Ehrlichkeit

Der griechische Philosoph Platon zählt zu den Kardialtugenden Weisheit, Tapferkeit, Besonnenheit und Gerechtigkeit. Der Scholastiker Thomas von Aquin fügte ihnen noch drei weitere hinzu: die Liebe, den Glauben und die Hoffnung. Diesen sieben fundamentalen Tugenden stehen die so genannten sieben Todsünden gegenüber. Sie heißen Wut, Neid, Hochmut, Geiz, Völlerei, Wollust und Trägheit des Herzens.

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Die Versöhnung zwischen Islam und Kapitalismus

Der amerikanische Politologe Vali Nasr lehnt den Konfrontationskurs des Westens gegenüber der muslimischen Welt strikt ab. Auch von Appellen an die Muslime, sich zu ändern, hält er nichts. Der einzige Weg zu einer Annäherung, führt seiner Meinung nach über die Wirtschaft. Die westliche Staatengemeinschaft muss es den Muslimen erleichtern, von der globalen Ökonomie zu profitieren. Der Wissenschaftler glaubt, dass eine verbesserte wirtschaftliche Lage der Muslime zu einer Veränderung der Werte und Haltungen im Islam führen wird.

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Der Tropenarzt und Universalmensch Albert Schweitzer

Albert Schweitzer war nicht nur der weltberühmte Missionsarzt im Tropenhospital von Lambarene. Er war viel mehr, er war ein Rebell, ein Kulturphilosoph, ein Kämpfer für den Frieden sowie ein Universalmensch. Er schrieb Bücher über Theologie, Philosophie und Musik, beschäftigte sich mit der historischen Erforschung des Leben Jesu und der Lehre des Apostel Paulus, dem Wesen der Bachschen Musik, den Philosophen Indiens und der Weltanschauung Goethes und Kants. Seinen eigentlichen Beruf sah er aber darin, das Wesen der europäischen Kultur und Ethik zu erforschen.

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Rudolf Diesel erfindet den Dieselmotor

Der Dieselmotor gehört zu den Bahnbrechenden Neuerungen, die viele weitere technische Entwicklungen im 20. Jahrhundert erst möglich machten. Vor allem in Kraftwerken und Schiffen verdrängte die Erfindung Diesels völlig jede andere Antriebsform. Der Einbau der Dieselmotoren in Lastwägen und Personenautos begann erst nach dem Tod des genialen Erfinders. Rudolf Diesel hatte mit einem kleinen Team von 1893 bis 1897 seine „Wärmekraftmaschine“ entwickelt. Die Lizenzeinnahmen des Dieselmotors brachten Rudolf Diesel so viel Geld ein, dass er sich eine Villa im noblen Münchner Bogenhausen kaufen und sich einen großbürgerlichen Lebensstil leisten konnte.

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Die Stoiker wollen wunschlos glücklich sein

Ursprünglich bezeichnete die Stoa eine lang gestreckte, schmale Halle mit geschlossenen Rück- und Schmalseiten und einer offenen, durch Säulen unterbrochenen Vorderseite. Die Schule der Stoa erhielt von einer solchen Säulenhalle ihren Namen, da die ersten Vertreter in einem solchen Gebäude lehrten. Begründet wurde die Lehre von Zenon aus Kition auf Zypern (um 333-262 v. Chr.). Das stoische Gedankengebäude ist stark auf Fragen der Lebensführung ausgerichtet, enthält aber zugleich individualistische Elemente.

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Ein Schriftsteller muss den Mut und die Liebe feiern

John Steinbeck wollte von früher Kindheit an Schriftsteller werden. Sein Studium der Literatur und Meeresbiologie an der Stanford University brach er ab, um journalistisch und literarisch zu arbeiten. Zu Beginn seiner Schriftstellerkarriere musste John Steinbeck seinen Lebensunterhalt mit Gelegenheitsjobs finanzieren, wobei er unter anderem auch als Obstpflücker arbeitete.

Mit seinen Büchern „Tortilla Flat“ und „Von Mäusen und Menschen“ wurde er in den USA zum Schriftsteller-Star. Seine Berühmtheit setzte er in seinen späteren Jahren dafür ein, um sich für die ausgebeuteten Arbeiter zu engagieren und sich für den Vietnamkrieg einzusetzen. Teile der amerikanischen Öffentlichkeit waren mit seinem Kriegspatriotismus nicht einverstanden.

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Aristoteles untersucht die Lebensformen der Menschen

Das Wesen des Menschen definiert Aristoteles auf verschiedene Art und Weise, je nach dem, von welcher wissenschaftlichen Disziplin aus er ihn betrachtet. Im Bereich der Logik und der Naturwissenschaften ist der Mensch für den Philosophen ein Wesen mit zwei Füßen, das mit Verstand begabt ist. Diese Definition trennt den Menschen vom Tier, zeigt aber auch Gemeinsamkeiten auf. Gemeinsam sind dem Menschen und dem Tier unter anderem das Atmen, das Leben und die Nahrungsaufnahme. Die Unterschiede sind der aufrechte Gang, aber besonders die Sprache und das schlussfolgernde Denken des Menschen, die den eigentlichen Kern des Menschseins ausmachen.

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Das Abenteuer der Philosophie

Wer die „Philosophischen Temperamente“ von Peter Sloterdijk liest, wird erkennen, dass sich die Geschichte der europäischen Philosophie tatsächlich als eine Stafette auffassen lässt, in der ein bei Platon entzündetes geistiges Feuer von Generation zu Generation übermittelt und weiterentwickelt wurde. Peter Sloterdijk schreibt: „Die platonischen Meisterschriften haben wie eine Samenbank der Ideen gewirkt, aus der sich zahllose spätere Intelligenzen befruchten ließen, oft über große zeitliche und kulturelle Entfernungen hinweg.“ Das Motto des Buchs könnte lauten: wieder denken. Das setzt allerdings, neu zu lesen, voraus.

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