Kinder sind für Ildikó von Kürthy zu Prestigeobjekten geworden

Die Bestsellerautorin Ildikó von Kürthy beklagt, dass Kinder eine so ungeheuerliche Bedeutung bekommen haben. Viele Eltern leben ihrer Meinung nach nicht mehr mit ihren Kindern, sonder für ihren Nachwuchs. Ildikó von Kürthy sagt: „Kinder sind zu Prestigeobjekten geworden.“ Wenn es um die Mutterrolle geht, werden die Diskussionen sehr schnell sehr emotional, weil viele Mütter bei der leisesten Kritik, ihren ganzen Lebensentwurf bedroht sehen. Es reicht schon, dass jemand seine Kinder anders erzieht, und schon fühlen sich anderen Mütter infrage gestellt. Ildikó von Kürthy zählt zu den erfolgreichsten Autorinnen Deutschlands. Inzwischen hat sie acht Bücher geschrieben, die es alle auf die Bestsellerlisten schafften. Ingesamt hat sie mehr als sechs Millionen Exemplare ihrer Werke verkauft.

Ildikó von Kürthy vermisst ihre Kinder tagsüber nur selten

Selbst Ildikó von Kürthy hat sofort ein schlechtes Gewissen, wenn eine Mutter zuhause bei ihren Kindern bleibt. Sie erzählt: „Da muss die gar nichts sagen. Die Tatsache reicht.“ Die Kinder der Bestsellerautorin gehen in die Kita, seit sie ein Jahr alt sind. Inzwischen sind sie sechs Stunden am Tag in der Kita. In dieser Zeit kann Ildikó von Kürthy schreiben oder andere wichtige Dinge erledigen. Obwohl sie ihre Kinder super findet, vermisst die Autorin ihre Kinder tagsüber nur selten.

Ildikó von Kürthy gibt allerdings zu, dass so eine Aussage zu treffen, schwer ist, weil das manchmal sofort einen Entrüstungssturm von anderen Müttern auslöst. Sie ergänzt: „Aber als Schriftstellerin hab ich einen Paradiesvogel-Bonus, ich kann mir da etwas mehr erlauben als andere.“ Als Mutter hat sich auch Ildikó von Kürthy verändert. Auf der einen Seite machen sie ihre Kinder glücklich, auf der anderen Seite findet sie es aber unglaublich, wie viel Negatives Kinder aus einem herausholen.

Ihre Kinder haben Ildikó von Kürthy in ein wütendes Rumpelstilzchen verwandelt

Kinder gleichen einer Mutter manchmal in Dingen, in denen man es nur schlecht aushalten kann. Sie Ildikó von Kürthy nennt ein Beispiel: „Mein Sohn ist verfressen und undiszipliniert, genau wie ich. Das macht mich rasend.“ Die Schriftstellerin hatte gehofft, sich durch ihre Kinder in eine sanftmütige Kuh zu verwandeln, stattdessen ist sie eher zu einem wütenden Rumpelstilzchen geworden. Sie bekennt: „Kinder machen einen nicht zu einem besseren Menschen.“

Die Zone Mutter ist laut Ildikó von Kürthy fast vollständig vom Humor befreit, was sie ganz schrecklich empfindet. Die Beziehung zu ihrem Mann hat sich auch für die Bestsellerautorin durch die Geburt ihrer Kinder total verändert. Sie gibt zu: „Ich bin jeden Tag aufs Neue beleidigt, dass mein Mann seine Aufmerksamkeit jetzt durch drei teilt.“ Kein Problem für sie und ihren Mann ist es allerdings, dass die Bestsellerautorin sehr viel mehr verdient als ihr Mann. Sie sagt: „Es ist von Vorteil, einen älteren, klugen Mann zu haben.“

Von Hans Klumbies

 

 

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