Hans-Peter Dürr ermutigt zu einem natürlichen Leben

Im Zentrum des neuen Buchs „Das Lebende lebendiger werden lassen“ von Hans-Peter Dürr stehen folgende Fragen: „Wie ließe sich Frieden schließen – mit uns und unseren Mitmenschen, Frieden aber auch mit der äußeren Natur, unserer natürlichen Umwelt?“ Der Autor ist davon überzeugt, dass vor allem die Erkenntnisse aus der modernen Quantenphysik den Weg in eine gute Zukunft weisen könnten. In eine Welt voller Möglichkeiten, die ganzheitlich, offen und lebendig ist. Dort ist alles mit allem verbunden, nichts in der Natur steht für sich allein, nichts ist isoliert. Auch die Menschen sind gemäß Hans-Peter Dürr nicht Teil einer Wirklichkeit, sondern beteiligt an einer Wirklichkeit, die jeden Augenblick neu geschaffen wird. Der Physiker Hans-Peter Dürr leitete in der Nachfolge Werner Heisenbergs fast zwanzig Jahre bis 1997 das Max-Planck-Institut für Physik in München. 

Die Menschen müssen ihr Leben am Leitbild der Nachhaltigkeit ausrichten

Hans-Peter Dürr möchte seinen Lesern Mut machen zu einem anderen Leben. Denn er ist davon überzeugt, dass die Menschen die Enge ihres materialistischen Weltbildes überwinden und zu einem Leben in Harmonie mit der Natur zurückfinden können. Zu den Erkenntnissen der Quantenphysik gehört, dass die Wirklichkeit ein großer geistiger Zusammenhang ist und die Welt voller Möglichkeiten. Darin steckt laut Hans-Peter Dürr ungeheuer viel Ermutigung und Optimismus. Er schreibt: „Wir leben in einer noch viel größeren Welt, als wir gemeinhin annehmen. Und wir können diese Welt gestalten!“

Die Verantwortung der Menschen besteht für Hans-Peter Dürr in der Gegenwart, in Zeiten einer umfassenden globalen ökologischen Krise darin, das Leben und Wirtschaften am Leitbild der Nachhaltigkeit auszurichten und damit das langfristige Überleben der Menschheit auf der Erde zu sichern. Hans-Peter Dürr schreibt: „Nachhaltigkeit bedeutet letztlich nichts anderes als die Unterstützung der allgemeinen dynamischen Lebensprozesse, ihrer Vitalität, Produktivität, Robustheit und Elastizität.“

Das Wörterbuch des Wandels

Den größten Teil des Buches umfasst das „Wörterbuch des Wandels“ von A wie Arbeit bis Z wie Zukunft. Er behandelt darin vor einem naturphilosophischen Hintergrund zentrale Themen und Fragenkomplexe. Im Kapitel „Nachhaltigkeit“ erklärt der Autor, dass Nachhaltigkeit die Lebendigkeit des ganzen Biosystems bezeichnet, in dem der Mensch eingebettet ist. Hans-Peter Dürr schreibt: „Dabei können wir drei Ebenen unterscheiden: Wir wollen die natürlichen Lebensgrundlagen nicht zerstören, wir wollen auch, dass die Menschen friedlich und in Gerechtigkeit zusammenleben und wir wollen drittens ein gutes und lebenswertes Leben haben.“

Laut Hans-Peter Dürr ist die Zukunft prinzipiell offen, die Schöpfung nicht abgeschlossen. Die Menschen können sich als Akteure in einem kontinuierlichen Schöpfungsprozess begreifen. Sie sind Teile einer sich ständig erneuernden Natur. Der Autor geht fest davon aus, dass jeder Mensch die Freiheit zum Handeln hat. Die Natur verdammt ihn nicht zu einer bestimmten Zukunft. Für Hans-Peter Dürr besteht kein Zweifel, dass die prinzipielle Offenheit der Zukunft die Ausweglosigkeit streng gesetzmäßiger Abläufe verhindert und deshalb Hoffnung bedeutet. Er schreibt: „Die Zukunft ist offen. Handeln wir also so, als ob noch alles möglich wäre!

Das Lebende lebendiger werden lassen

Wie uns neues Denken aus der Krise führt

Hans-Peter Dürr

Verlag: Oekom

Gebundene Ausgabe: 165 Seiten, Auflage: 2011

ISBN: 978-3-86581-269-8, 17,95 Euro

Von Hans Klumbies

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