Für ein erfülltes Leben sind unsere Talente wertvoll

Andreas Salcher schreibt: „Unbestritten ist das Recht jedes Kindes, seine Talente in der Schule maximal gefördert zu wissen. Der wichtigste Grund, warum wir uns ehrlich mit den Talenten unserer Kinder auseinandersetzten sollten, ist das persönliche Glück.“ Andreas Salchers wissenschaftlicher Mentor, der leider bereits verstorbene Glücksforscher Mihály Csíkszentimihályi, hat in vielen Studien bewiesen: Für ein erfülltes Leben brauchen wir das Gefühl, dass unsere Talente wertvoll sind und anerkannt werden. Voraussetzung dafür ist, Begabungen richtig und rechtzeitig zu identifizieren. Gute Schulen und Lehrer unterstützen Kinder dabei, herauszufinden, worin sie wirklich gut sind. Die Kluft zwischen den Möglichkeiten, wie wir heute die Begabungen unserer Kinder erkennen und fördern könnten, und wie einige Schulen tatsächlich damit umgehen, ist riesig. Dr. Andreas Salcher kämpft seit vielen Jahren für bessere Schulen und individuelle Talentförderung. Der Bestsellerautor gilt mit über 250.00 verkauften Büchern als einer der erfolgreichsten Sachbuchautoren Österreichs.

In der Schule der Zukunft stehen die Schüler im Mittelpunkt

Das führt zu Fehlurteilen und Gleichgültigkeit, die falsche Weichenstellungen für junge Menschen zur Folge haben. Andreas Salchers Mailbox ist voll mit E-Mails, in denen ihm Eltern von ihrem Kampf für das Talent ihres Kindes gegen ein bürokratisches System berichten. Vor allem in höheren Schulen regiert oft noch die Osterhasenpädagogik: Der Lehrer versteckt das Wissen vor seinen Schülern, und die müssen danach suchen, als ob es Ostereier wären.

Andere Lehrer verteilen seit Jahren die gleichen lieblosen Arbeitsblätter, als ob durch deren stupides Ausfüllen Neugierde entfesselt werden könnte. Andreas Salcher stellt fest: „Es darf daher nicht verwundern, dass die Schüler dann „so tun, als ob“ sie aufpassen würden und bei Prüfungen nur simulieren, etwas verstanden zu haben.“ In der Schule der Zukunft stehen die Schüler im Mittelpunkt. Es war Andreas Salcher immer ein großes Anliegen, ihnen eine Stimme zu geben.

Gute Pädagogen beeinflussen das Schicksal ganzer Generationen

Die jungen Menschen sind viel stärker mit der Zukunft verbunden als die Erwachsenen. Sie wollen gehört werden. Andreas Salcher betont: „Vor allem Eltern können viel dazu beitragen, dass ihre Kinder auch unter schwierigen Bedingungen die Freude am Lernen nicht verlieren. Entscheidend ist vor allem die Wahl der richtigen Schule mit einem engagierten Direktor und einem motivierten Lehrerteam.“ Wenn das nicht möglich ist, dann sollte man den Mut zum Schulwechsel auch gegen alle Widerstände haben.

Gute Pädagogen, die Vorbilder für ihre Schüler sind, beeinflussen das Schicksal ganzer Generationen. Andreas Salcher weiß: „Umfragen unter Schülern über ihre Lieblingslehrer zeigen, dass diese sie ziemlich fordern, ihnen aber mit Respekt begegnen.“ Eines sei klar gesagt: Ab einem gewissen Alter ist jeder selbst dafür verantwortlich, ob er ein lernender Mensch wird. Andreas Salcher ist durchaus bewusst, dass die ständige Kritik am Schulsystem zur Abstumpfung und zur Resignation vieler Lehrer und Eltern geführt hat. Quelle: „Das Beste für mein Kind“ von Andreas Salcher

Von Hans Klumbies