Albert Kitzler schreibt: „Nach Zenon von Kition, dem Begründer der stoischen Lehre, bewirkt Eros, der Gott der Liebe und der Freundschaft, das gedeihliche Zusammenleben der Menschen und den Erhalt der Städte, indem er für Eintracht sorgt.“ Es ist der Gott Eros, berichtet Platon, „der da schafft Frieden und den Menschen und reglose Glätte dem Meere, zauberisch Schweigen in Stürmen und leidlos ruhigen Schlummer. Er befreit uns von der Fremdheit; macht uns reich an Vertrautheit.“ Wir haben gesehen, dass das stärkste Bedürfnis des Menschen auf seine emotionale Verbundenheit mit anderen Menschen gerichtet ist, die von Wärme, Wohlgefühl, Geborgenheit und Sicherheit geprägt ist. Der Philosoph und Medienanwalt Dr. Albert Kitzler gründete 2010 „Maß und Mitte – Schule für antike Lebensweisheit und eröffnete ein Haus der Weisheit in Reit im Winkl.
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Aktuelle Angebote zu "Eros ist der Gott der Liebe und der Freundschaft"
Passende Bücher bei Amazon findenDie Mitmenschlichkeit ist aus den Herzen vieler Menschen verdrängt worden
Die bedeutendsten Denker, Religionsführer und Kulturstifter bemühten sich vor allem darum, die Regeln und Gesetzmäßigkeiten zu erkennen, die ein gelingendes Miteinander der Menschen ermöglichen, von der Familie bis zum Staat. Albert Kitzler weiß: „Viele wuchsen in Zeiten auf, in denen die ethischen Grundlagen für ein friedliches und gedeihliches Zusammenleben sowohl im Umgang der Völker untereinander wie auch innerhalb der Familie und der Bürgerschaft im Niedergang begriffen waren.“
Egoismus, Gewinnsucht, Rücksichtslosigkeit und Neid verdrängten die Werte der Mitmenschlichkeit aus den Herzen vieler Menschen. Albert Kitzler ergänzt: „Kriege, Überfälle und Eroberungen waren an der Tagesordnung. Daraus entstanden Ausbeutung, Unterjochung und Sklaverei.“ So ging zur Zeit des Konfuzius, kein Jahr vorüber, ohne auf dem Gebiet des heutigen Chinas unter den konkurrierenden Einzelstaaten zahlreichen Kriege geführt wurden, die vor allem das einfache Volk in Elend und Hungersnöte stürzten.
Die Liebe ist das höchste Ziel aller Weisheitslehren
Sokrates erlebte den Höhepunkt der attischen Republik, aber auch ihren Verfall nach einem jahrzehntelangen Krieg mit Sparta und einer zeitweisen tyrannischen Terrorherrschaft in Athen. Albert Kitzler fügt hinzu: „Die Propheten des Alten Testaments predigten mit scharfen Worten gegen ungerechte und soziale Zustände im Land.“ Die Überlegungen dieser Denker beschäftigten sich mit der Frage, wie verloren gegangene humane Werte wie die der Gerechtigkeit, Genügsamkeit, Gewaltlosigkeit, Güte und Mitmenschlichkeit in den inneren Haltungen der Menschen wiedererweckt und neu verankert werden können.
Letztlich ging es stets darum, dass die Menschen wieder lernen sollten, sich mit Respekt und Wohlwollen zu begegnen und in dem Mitmenschen den Verwandten und Angehörigen einer großen Familie zu sehen. Albert Kitzler stellt fest: „Zur Beschreibung der Zielvorstellung für den Umgang der Menschen untereinander benutzen sie das Wort „Liebe“. Durch viele Quellen in Orient und Okzident lässt sich belegen, dass die großen Denker und Heiligen die „Liebe“ der Menschen zueinander als das höchste Ziel aller Weisheitslehren angesehen haben.“ Quelle: „Die Weisheit der Liebe“ von Albert Kitzler
Von Hans Klumbies
