40 große Naturforscher aus Europa und Amerika

Der Herausgeber der Buchs „Die grossen Naturforscher“ Robert Huxley ist fest davon überzeugt, dass die heutigen Naturwissenschaften tief in der Schuld großer Männer und Frauen stehen, die sich in der Vergangenheit aufmachten, um die Welt zu erforschen. Forscher wie Alexander von Humboldt oder Charles Darwin revolutionierten das Wissen ihrer Zeit. Das Werk erzählt die Geschichte der Erforschung der Natur anhand des Lebens, der Beobachtungen und Entdeckungen von fast 40 dieser großen Naturforscher aus ganz Europa und den Vereinigten Staaten von Amerika. Der Herausgeber Robert Huxley ist Leiter der botanischen Sammlung im Natural History Museum in London.

Die Naturforschung von der Antike bis zum Ende des 19. Jahrhunderts

Das Buch umspannt einen Zeitraum von der Antike bis zum Ende des 19. Jahrhunderts, als sich die Naturkunde langsam von einem universellen Ansatz in Einzeldisziplinen auffächerte. Es widmet sich bekannten Forschern wie Aristoteles, Carl von Linné, Maria Sybilla Merian oder dem großen Sammler Joseph Banks. Es wird aber auch das Lebenswerk weniger prominenter Persönlichkeiten wie Ulisse Aldrovandi, Antoni van Leeuwenhoek oder Mary Anning vorgestellt.

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Nicht nur die Portraits der großen Wissenschaftler ziehen den Leser in den Bann, genau so bemerkenswert sind die Abbildungen von hervorragenden Zeichnungen der Gelehrten, die oft auch beachtliche Künstler waren. Das Londoner Natural History Museum hat für diesen Band die schönsten Zeichnungen aus seinem Archiv zur Verfügung gestellt. Es sind wundervolle Abbildungen von Handschriften, Gemälden und Holzschnitten.

Das Forschergenie Charles Darwin

Der vollkommenste Naturforscher war vielleicht Charles Darwin. Keith Thomas schreibt in seinem Abschnitt über ihn, dass er aufgrund seiner anderen naturkundlichen Werke berühmt geworden wäre, selbst wenn er nie seine Evolutionstheorie veröffentlicht hätte. Darwin war ein Mann von unersättlicher Neugier und ergänzte die klassischen Tätigkeiten des Beobachtens, des Beschreibens und Klassifizierens eines Naturforschers durch tiefgründige Analysen und Theorien.

Antoni Van Leeuwenhoek ging als Vater der Mikrobiologie in die Geschichte der Naturwissenschaften ein. Mit der Endeckung der Mikroorganismen erzielte er den größten Fortschritt für die Biologie im 17. Jahrhundert. Er entwickelte ein leistungsfähiges Mikroskop, mit dem er Bakterien, Pilze, winzige Algen- und Protozoenzellen beobachten konnte. Er beschrieb das Leben, dass sich in einem winzigen Glasröhrchen abspielte und das er unter seinem Mikroskop beobachtete, wie folgt: „Manchmal strecken sie zwei kleine Hörner aus, die sich ständig wie die Ohren eines Pferdes bewegten.“

Die bedingungslose Liebe zur Natur

Welch´ angenehme Sprache im Vergleich zu den heutigen Spezialsprachen in den verschiedenen Wissenschaftsgebieten, die nur noch die Eingeweihten verstehen. Ebenso leicht verständlich und gut lesbar sind die Texte der Autoren, die dem Leser die großen Vorläufer der heutigen Naturwissenschaften vorstellen. Meist war es bedingungslose Leidenschaft und die Liebe zur Natur, die Forscher wie John James Audubon bei ihren Expeditionen antrieb.

Es genügen ein paar Worte von ihm, um dies treffend ausdrücken: „Der Himmel war klar, die Luft duftete, und Tausende melodiöser Töne mir unbekannter Vögel zwangen mich, aufzustehen und diese schönen, fröhlichen Tiere zu suchen.“ Ein rundherum gelungenes Buch für jeden Leser, der sich für die Natur interessiert und sich ein tieferes Verständnis von allen ihren Facetten aneignen möchte.

Die grossen Naturforscher
Von Aristoteles bis Darwin
Robert Huxley (Hg.)
Verlag: Frederking & Thaler
Gebundene Ausgabe: 304 Seiten, Auflage: 2007
ISBN: 9783894056889, 14,95 Euro

Von Hans Klumbies