Die Gesundheit ist ein zentraler Bestandteil des Lebens

Andreas Salcher schreibt: „Wenn wir uns für Gesundheit als einen zentralen Bestandteil unseres guten Lebens entscheiden, dann haben wir ein klares Motiv, warum wir uns im Zweifelsfall für das entscheiden, was wir langfristig brauchen, um glücklich zu sein, und nicht für Dinge, die uns kurzfristig Vergnügen bereiten, aber unser Glück in der Zukunft gefährden.“ Die Freude über ein langes und gesundes Leben schaltet die beiden Drogen „Wunschdenken“ und „Torheit“ aus. Menschen brauchen inspirierende, großartige Ziele, um sich zu verändern. Dann tun sie die richtigen Dinge, nicht weil sie müssen, sondern weil sie es wollen. Dr. Andreas Salcher ist Mitgebegründer der „Sir Karl-Popper-Schule“ für besonders begabte Kinder. Mit mehr als 250.000 verkauften Büchern gilt er als einer der erfolgreichsten Sachbuchautoren Österreichs.

Tägliche Bewegung sorgt für bessere Gefühle

Spätestens mit 40 werden die Weichen gestellt, ob Menschen die Zahl ihrer gesunden Jahre um bis zu 17 Jahre verlängern werden, weil sie nicht rauchen, sich mehr bewegen und weniger, dafür gesünder essen. Andreas Salcher stellt fest: „Dafür gibt es natürlich keine Garantie, aber eine hohe Wahrscheinlichkeit. Gesundheit ist eine Wahl, die wir treffen können. Haben wir uns einmal dafür entschieden, dass Gesundheit für uns ein wesentlicher Teil eines guten Lebens ist, können wir mit unserem inneren Schweinehund Frieden schließen.“

Er darf gelegentlich gewinnen, aber die Balance in unserem Leben nie gefährden. Wer einmal für sich herausgefunden hat, was ein glückliches Leben für ihn bedeutet, wird immer einen guten Grund finden, rechtzeitig für seine Gesundheit das Richtige zu tun. Andreas Salcher erklärt: „Das ist gar nicht so schwer, sobald man einmal damit angefangen hat. Wir putzen uns täglich die Zähne, weil sie sonst erst wehtun und dann ausfallen. Wenn wir uns täglich bewegen und ein bisschen Sport treiben, so werden wir uns nach kurzer Zeit besser fühlen und im Alter weniger Schmerzen haben.“

Der häufige Kontakt mit Menschen sorgt für mehr Zufriedenheit

Das „Forbes Magazin“ veröffentlicht jedes Jahr eine Reihung der Reichsten der Welt. Der Reiz, neugierig seinen eigenen Namen auf der Liste zu suchen, bleibt nur einer sehr kleinen Gruppe von Menschen vorbehalten. Andreas Salcher ergänzt: „Die Gruppe jener, die sich zumindest mit einem Platz in einem Länderranking der reichsten Deutschen, Österreicher oder Schweizer trösten können, ist ebenfalls überschaubar.“ Umso bestechender ist die Idee, eine neue Bewertungsmethode menschlichen Reichtums zu entwickeln, die nicht auf dem Besitz von Geld basiert.

Das „Really Rich Project“ ging dabei von einer Vielzahl an internationalen Studien aus, die den Einfluss von Faktoren wie Krankheit, Arbeitslosigkeit, Kinderanzahl und so weiter auf das Glück der Menschen untersucht haben. Andreas Salcher erläutert: „So berechnete Nattavudh Powdthavee von der Universität York in Großbritannien, dass ein häufigerer Kontakt von Menschen mit ihren Nachbarn, Freunden und Verwandten einen Zuwachs an Zufriedenheit im Ausmaß von 95.000 Euro pro Jahr brachte, während die aktuelle Gehaltserhöhung nur sehr wenig zu deren Steigerung beitrug.“ Quelle: „Das ganze Leben in einem Tag“ von Andreas Salcher

Von Hans Klumbies