Der Minimalismus sorgt für ein ruhigeres Leben

Viele Menschen bilden sich ein, sie könnten erst dann Minimalisten werden, wenn in ihr Leben ein wenig Ruhe eingekehrt ist. Doch genau anders herum wird ein Schuh daraus: Das Leben beruhigt sich, sobald eine Person minimalistisch lebt. All die Zeit, die man so dringend braucht, liegt in Griffweite. Doch man muss sie sich nehmen, indem man sich von all dem unnötigen Krempel verabschiedet. Fumio Sasaki rät: „Deswegen sollten sie augenblicklich damit anfangen. Machen Sie es zu ihrer obersten Priorität. Wegwerfen will gelernt sein, aber Sie müssen die Kunst ja nicht perfekt beherrschen, bevor Sie loslegen.“ Wer jetzt beginnt, kann immer durch Übung hinzulernen. Wer dagegen wartet, bis er Zeit dafür hat, wird die Zeit nie haben. Fumio Sasaki arbeitete als Cheflektor des japanischen Verlages Wani Books, bevor er freier Autor wurde.

Offenkundiger Müll sollte zuerst weggeworfen werden

Fumio Sasaki vertritt die These, dass man bei keinem einzigen Gegenstand bereut, ihn weggeworfen zu haben. Heute hat sich der bekennende Minimalist schätzungsweise von 95 Prozent aller Dinge getrennt, die er in Spitzenzeiten besaß. Das entspricht 950 von 1.000 Gegenständen. Und er vermisst keinen einzigen davon! Selbst wenn Fumio Sasaki kurzfristig einmal einen davon vermisst haben sollte, kann er sich heute nicht mehr entsinnen, welcher das gewesen sein könnte. So wenig bedeuten ihm all die Sachen.

Viele Menschen fürchten aber, sie könnten nachher bereuen, etwas ausgemistet zu haben. Das ist nur allzu menschlich. Am leichtesten fällt einem Menschen das Wegwerfen, wenn er es sich bewusst angewöhnt. Man beginnt ganz einfach: mit offenkundigem Müll. Fumio Sasaki gibt folgende Tipps: „Werfen Sie leere Getränkedosen und alte Essenbehälter weg. Durchsuchen Sie ihren Kühlschrank und entsorgen Sie alle verdorbenen Lebensmittel. Rangieren Sie löchrige Kleidung aus. Entsorgen Sie kaputte Haushaltsgeräte. Beginnen Sie Ihr Großreinemachen, indem Sie Zeug wegschmeiße, das offenkundig nichts mehr taugt.“

Staub liefert gute Hinweise auf überflüssigen Krempel

Auch bei Dingen, die man mehrfach besitzt, lässt sich leicht minimieren. Meistens verlieren Menschen den Überblick darüber, wie viele Dinge sie doppelt haben, weil sie sie nicht an einem festen Ort aufbewahren. Das ist oft der Punkt, an dem Chaos beginnt. Je mehr man besitzt, desto mehr verliert man den Überblick. Man sollte versuchen, von allen Gegenständen letztlich nur noch ein Exemplar zu besitzen. Zudem rät Fumio Sasaki sich von allen Dingen zu trennen, die man ein Jahr lang nicht mehr benutzt hat.

Das ist eine ganz wichtige Methode des Ausmistens. Außerdem sollte man sich von allen Gegenständen trennen, für die man keine konkrete zukünftige Verwendung im Auge hat. Niemand mag Staub, doch er liefert einem Menschen gute Hinweise auf überflüssigen Krempel. Je dicker die Staubschicht, desto seltener wird der Gegenstand darunter benutzt. Dinge, die man nur alle drei Jahr einmal benützt, leiht man sich besser. Fumio Sasaki fordert: „Sparen wir uns endlich all die Zeit und Energie, die wir für die Pflege unbenutzter Dinge aufwenden.“ Quelle: „Das kann doch weg! von Fumio Sasaki

Von Hans Klumbies

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