Die Voraussagen der sozioökonomischen Physik

Als sozioökonomische Physik bezeichnen Physiker den Versuch, Formel für das Handeln von Gruppen zu finden. Sie glauben, in Gesellschaften Gesetzmäßigkeiten zu erkennen, wie sie in der Atomphysik oder Thermodynamik gültig sind. Jürgen Mimkes, emeritierter Professor aus Paderborn, vertritt die sozioökonomische Physik als Fachverband in der Deutschen Physikalischen Gesellschaft. Jürgen Mimkes erklärt: „In unseren Modellen sind Menschen nicht Teilchen, sondern Agenten. Diese haben wie Atome drei mögliche Eigenschaften: Sie ziehen sich an, stoßen sich ab oder sind sich egal.“ Die Wechselwirkungen sind damit ähnlich wie in der Atomphysik. Nach Jürgen Mimkes gibt es in der sozioökonomischen Physik wie in der Thermodynamik Variablen wie Temperatur und Druck. Und es gibt feste und flüssige Zustände, mit Phasenübergängen.

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Der biologische Beweis der Existenz des freien Willens

Der Zoologe Björn Brembs beweist die Existenz des freien Willens in der Biologie durch die Ergebnisse seiner Experimente mit Fruchtfliegen. Für ihn geht es bei der Willensfreiheit im Wesentlichen um die Fähigkeit, in der gleichen Situation unterschiedlich zu handeln. Das heißt auf bestimmte Reize einmal so und einmal anders zu reagieren oder auch einfach ohne äußerlichen Anreiz zu handeln. Björn Brembs sagt: „Und diese Variabilität des Verhaltens finden wir auch schon bei Fruchtfliegen.“ Er schränkt allerdings ein, dass der freie Wille der Fruchtfliege weniger frei ist als der des Menschen. Er widerspricht damit manchen Gehirnforscher, die behaupten, der freie Wille an sich sei nur eine Illusion.

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Die Insekten sind die wahren Beherrscher der Erde

Mit etwa 900.000 Arten sind die Insekten die größte Tiergruppe überhaupt. Biologen vermuten, dass es ungefähr eine Trillion dieser Tiere auf der Erde gibt. In der Biologie werden Insekten mit ähnlichen Merkmalen zu so genannten Ordnungen zusammengefasst. Die größte Gruppe sind die Käfer, die aus über 350.000 Arten besteht. Es folgen die Schmetterlinge und die Hautflügler mit ihren Vertretern Biene und Wespe. Insekten unterscheiden sich von anderen Tieren dadurch, dass sie erstens sechs Beine haben und zweitens einen Körper besitzen, der in Segmente aufgeteilt ist. Von diesen Einkerbungen leitet sich auch der Name der Insekten her, der vom lateinischen Wort „insecta“ stammt, das „die Eingeschnittenen“ bedeutet.

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Die Farbenlehre des Johann Wolfgang von Goethe

Johann Wolfgang von Goethes naturwissenschaftliches Hauptwerk „Die Farbenlehre“ erschien 1810 in zwei Bänden in Tübingen. Der Autor erforscht, was der Vielzahl der Farbwahrnehmungen zugrunde liegt und stellt fest, dass der Mensch ohne Licht keine Farben wahrnehmen kann. Das Licht war für ihn daher die Grundlage jeder Wahrnehmung von Farbe. Goethe stellte die These auf, dass Farben Modifikationen des Lichts sind. Das Modifizierende liegt in der lichtlosen Materie, der Finsternis. Goethe untersucht erstens Farben, insofern sie dem Auge angehören und auf einer Wirkung und Gegenwirkung desselben beruhen, die so genannten flüchtig physiologischen Farben.

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Werner Heisenberg entwickelt die Quantentheorie

Werner Heisenberg konzentrierte sich vom Anfang seiner wissenschaftlichen Laufbahn auf die theoretische Physik. Denn das Gebäude der klassischen Physik hatte Risse bekommen – die Arbeiten von Max Planck und Albert Einstein zur Quantenphysik wiesen einen neuen Weg, der mit den alten physikalischen Vorstellungen brach. Der Däne Niels Bohr hatte 1913 diesen Weg beschritten und ein Atommodell entworfen, in dem nur bestimmte Bahnen der Elektronen um den Atomkern zugelassen wurden.

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Der Schlüssel zur Intelligenz ist noch nicht gefunden

Je nach dem Design eines IQ-Tests kann die gemessene Intelligenz völlig unterschiedlich ausfallen. Das ist das große Dilemma der Intelligenzforschung. Fragt man fünf Wissenschaftler, die auf diesem Gebiet forschen, nach einer Definition von Intelligenz, so bekommt man fünf verschiedene Antworten. Für die einen ist Intelligenz die Fähigkeit, komplizierte Aufgaben rasch zu lösen, andere definieren Intelligenz über die Stärke des Abstraktionsvermögens. Wieder andere Forscher legen bei der Intelligenz Wert auf soziale und emotionale Fähigkeiten. Das sind alles Teilwahrheiten, das Rätsel der Intelligenz ist noch nicht vollständig gelöst. Weder Psychologen, Soziologen noch Gehirnforscher haben bis heute schlüssig beweisen können, warum der eine Mensch einen besonders hohen IQ besitzt, während der andere immer ein Normalgeist bleibt.

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Robert Edwards erfindet die künstlichen Befruchtung

Louise Brown war das erste Kind, das dank der von Robert Edwards entwickelten Methode der künstlichen Befruchtung auf die Welt kam. 32 Jahre später erhielt der Wissenschaftler dafür in diesem Jahr den Medizinnobelpreis. Louise Brown wurde am 25. Juli 1978 geboren. Ohne Robert Edwards hätte das Kind nie das Licht der Welt erblickt. Das Mädchen war das erste Retortenbaby auf der Erde, das ohne den natürlichen Sexualakt zwischen Frau und Mann entstand. Robert Edwards und sein Wissenschaftskollege Patrick Steptoe vermischten das Sperma des Vaters und die Eizellen der Mutter in einem Gefäß im Labor. Aus dieser Mischung wuchs ein Embryo heraus, den sie der Mutter in den Bauch verpflanzten, um das Kind auf natürliche Weise austragen zu lassen.

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Pierre Belon teilt die Vögel in sechs Gruppen ein

Pierre Belon war an der gesamten Naturkunde interessiert, doch seine bedeutendsten Leistungen vollbrachte er auf dem Gebiet der Anatomie der Wirbeltiere. Er begründete die Wissenschaft der vergleichenden Anatomie und Embryologie. Pierre Belon wurde 1517 in einem kleinen Dorf bei Le Mans in Nordwestfrankreich geboren und wurde dort zum Apotheker ausgebildet. Ein Sponsor ermöglichte ihm ein Studium in Deutschland bei dem Botaniker Valerius Cordus. 1546 reiste der 29-jährige Pierre Belon mit einer Delegation des französischen Königs Franz I. nach Konstantinopel. Seine Reise dauerte drei Jahre und führte ihn durch Italien, Griechenland, Kleinasien, Palästina, Arabien und Ägypten.

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Georg Wilhelm Steller erforschte arktische Regionen

Georg Wilhelm Steller war nicht nur Botaniker, sondern auch Arzt und der Entdecker, dem die Naturwissenschaft die ersten Berichte über die Natur der arktischen Regionen verdankt. Die Erforschung des Nordpazifiks diente zu jener Zeit nicht nur wissenschaftlichen Zwecken, sonder es standen auch verschiedene politische, militärische und wirtschaftliche Interessen im Vordergrund. Bei diesen frühen Expeditionen spielte Russland eine führende Rolle. Zar Peter der Große und seine Nachfolger gaben viel Geld für die Erforschung Sibiriens aus.

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Aristoteles war ein genialer Zoologe und Naturforscher

Als Naturforscher beschäftigte sich Aristoteles vorzugsweise mit der Zoologie und schrieb in vielen seinen Büchern über das Leben der Tiere, darunter in der „Historia animalium“, einem neun Bände umfassenden Werk über zoologische Erscheinungen. Die Bücher enthalten umfassende Studien des Tierverhaltens sowie detaillierte physiologische Darstellungen. Etwa ein Viertel der erhaltenden Werke des Aristoteles haben mit Zoologie zu tun. Dazu zählen die Schriften „De partibus animalium“ (Über die Teile der Tiere), „De motu animalium“ (Über die Bewegung der Tiere“ und „De generatione animalium“ (Über die Fortpflanzung der Tiere).

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Tiere empfinden Mitgefühl und spenden Trost

Der Kognitionsbiologe Thomas Bugnyar von der Universität Wien beobachtete zwei Jahre lang, wie Raben nach einem Streit mit dem Unterlegenen umgehen. Seine Forschungsergebnisse veröffentlichte er vor kurzem in der Wissenschaftszeitschrift PlosOne. Er schrieb, dass sich dritte, nicht am Kampf beteiligte Raben, um den besiegten Vogel kümmerten. Mit dem Phänomen der tröstenden Tiere haben sich im vergangen Jahrzehnt immer mehr Forscher beschäftigt. Nicht nur Rabenvögel und Primaten zeigen Mitgefühl mit den Verlierern, sondern auch Hunde, Wölfe und Bärenmakaken. Die Wolfsexpertin Elisabetta Palagi vom Naturgeschichtlichen Museum in Pisa sagt: „Dass unterschiedliche Tiere ein derart ähnliches Konfliktlösungsmuster zeigen, ist erstaunlich und faszinierend.“

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Ulisse Aldrovandi verfasst das erste Arzneibuch

Ulisse Aldrovandi erkannte die Notwenigkeit unmittelbarer, persönlicher Beobachtung und den Wert exakter Abbildungen in naturwissenschaftlichen Büchern. Das war im Zeitalter der Renaissance ein großer Fortschritt. Er sagte von sich selbst, dass er niemals etwas beschrieben hätte, ohne es zuvor mit den eigenen Augen gesehen und die Anatomie seiner äußeren wie inneren Teile untersucht zu haben. Ulisse Aldrovandi studierte im Alter von 17 Jahren an der Universität von Bologna Philologie, Jura, Logik, Philosophie, Mathematik und Medizin.

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Der Universalnaturwissenschaftler Georges Cuvier

Der Naturwissenschaftler Georges Cuvier schuf mit seinen Werken die Grundlagen der vergleichenden Anatomie und der Paläontologie der Wirbeltiere als wissenschaftliche Disziplinen. Er untersuchte, sezierte und zeichnete fast alle damals bekannten Arten der Fauna. Außerdem erforschte er die Vielfalt der fossilen Knochen, die in verschiedenen Erdschichten entdeckt wurden, und wies nach, dass sie zu ausgestorbenen Tierarten gehörten.

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Jean-Baptiste Lamarck prägt den Begriff der Biologie

Jean-Baptiste Lamarck revolutionierte das Wissen über die wirbellosen Tiere. Nach sorgfältigen Forschungen konnte er die Wirbellosen in die sieben Klassen untereilen, die heute noch benutzt werden. Der Naturforscher betonte die Zusammenhänge zwischen allen Organismen und stellte übereinstimmende Strukturen fest, die von gemeinsamen Vorfahren abstammten. Für Lamarck entwickelte sich das Leben von der einfachsten Struktur hin zu wachsender Komplexität. Er widersprach damit der damaligen Lehrmeinung, die annahm, dass sich niedere Tiere durch einen Degenerationsprozess entwickeln.

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Antoni van Leeuwenhoek entdeckt die Bakterien

Antoni van Leeuwenhoek erzielte mit der Entdeckung der Mikroorganismen den größten Fortschritt für die Biologie im 17. Jahrhundert. Seine Leidenschaft für die Mikroskopie entfachte das Buch „Micrographia“ von Robert Hooke, auf das er 1668 in London stieß. Nachdem er in seine Heimat zurückgekehrt war, baute er sich ein einfaches Mikroskop. Zu seinen ersten Untersuchungsobjekten zählten ein Schimmelpilz, eine Biene und eine Laus.

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John Ray beschreibt 18.000 Pflanzen

Die Gelehrsamkeit aus Büchern überzeugte den Naturkundler John Ray nicht. Er wollte die Dinge der Natur selbst untersuchen. Sein besonderes Interesse galt dabei den Pflanzen. Er war davon überzeugt, dass die Vielfalt der Natur kein bloßes Ergebnis des Zufalls sein kann. John Ray wirkte als Lehrer am Trinity College, wobei er nebenbei naturwissenschaftliche Studien treiben konnte und einen kleinen botanischen Garten einrichtete. 1660 veröffentlichte er das Buch „The Catalogue of Cambridge Plants“, in dem er 670 Arten der heimischen Pflanzenwelt beschrieb.

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Das Prinzip der Evolution

Eltern haben immer wieder Nachkommen, die Unterschiede zur Art aufweisen. Wenn sich für solche Variationen neue Lebensräume öffnen und sie Vorteile bei der Fortpflanzung haben, dann entstehen manchmal neue Arten. Die Evolution verläuft nicht in Sprüngen, sondern ist ein allmählicher Prozess, der zumeinst in unzähligen, zunächst unscheinbaren Veränderungen vor sich geht. Diese Abweichungen verschaffen ihren Trägern entweder Vor- oder Nachteile.

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Die Metamorphose der Raupen in Schmetterlinge

Maria Sibylla Merian wurde am 2. April 1647 in Frankfurt am Main geboren. Sie war Naturforscherin, wissenschaftliche Illustratorin und Unternehmerin. Berühmt sind vor allem ihre Gouachen auf Pergament und ihre Aquarelle auf Papier von Pflanzen und Tieren, wobei sie mit Vorliebe Insekten und deren Metamorphose malte. Die Insekten und ihre Verwandlung interessierten sie schon seit frühester Jugend.

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Nicolaus Steno entwickelt die Grundlagen der Geologie

Nikolaus Steno entwickelte die wissenschaftlichen Grundlagen, um die Erdgeschichte durch Untersuchungen ihrer Gesteinsschichten zu ergründen. Aber nicht nur als Geologe machte sich Steno einen Namen, sondern war vorher auch als Anatom sehr angesehen, der die Kunst des Sezierens meisterhaft beherrschte. Seine Untersuchungen deckten manchen Aberglauben über die Muskeln, das Herz und das Hirn auf.

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Die Dampfmaschine von James Watt verändert die Welt

Die wesentliche Leistung von James Watt ist die in den Jahren 1765 bis 1784 entwickelte Dampfmaschine, die eine neue Epoche der Industriellen Revolution einleitete. Mit der Maschine war es möglich, die in der Kohle gespeicherten Wärmekräfte in mechanische Energie umzuwandeln. Ein weiterer großer Vorteil der Dampfmaschine war, dass sie jederzeit und überall zur Verfügung stand und unabhängig beherrscht werden konnte. Mechanische Energie wurde zu Ware.

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Die Ursprünge der modernen Verhaltensforschung

Der Schweizer Conrad Gessner gilt als der bedeutendste Zoologe und Universalgelehrte seit der Antike. Der Wissenschaftler war nicht nur Zoologe, sondern auch Botaniker, Arzt, Mineraloge, Paläontologe, Sprachforscher und Theologe. Daneben ist er durch seine Tierbeschreibungen einer der Begründer der modernen Verhaltensforschung geworden.

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Max Planck begründet die Quantentheorie

Max Plancks Quantenhypothese, wonach sich Strahlung nicht kontinuierlich, sondern in winzigsten Energieportionen, Quanten genannt, ausgesandt wird, markiert den Beginn einer neuen Epoche in der Forschung in der Physik. Plancks zentrales Forschungsthema war die Thermodynamik und besonders die Bedeutung des zweiten Hauptsatzes mit dem Begriff der Entropie. Dieser steht für den Ordnungszustand eines Systems und ist neben der Energie der wichtigste Faktor in einem physikalischen System.

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Das Universum des genialen Physikers Albert Einstein

Albert Einstein wurde am 14. März 1879 in Ulm geboren. Neben seiner Genialität als Wissenschaftler zieht sich ein weiterer Charakterzug durch das Leben des weltberühmten Physikers: seine starke Abneigung gegen jegliche Form von Autorität. Seine Schulausbildung in München am Luitpoldgymnasium brach er im Alter von 15 Jahren ab, da er den militärartigen Unterricht nicht ertragen konnte.

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Carl Benz baute Autos im industriellen Stil

Carl Benz wurde 1844 in Karlsruhe geboren. Der Vater starb, als Carl zwei Jahre alt war. Dennoch ermöglichte seine Mutter ihrem Sohn trotz bescheidener Mittel eine solide Ausbildung. Carl Benz besuchte das Lyzeum, experimentierte mit Chemikalien und baute optische Geräte. Sein erstes Einkommen verdiente er mit Fotografien und der Reparatur von Uhren. Von 1860 bis 1864 studierte Carl Benz am Polytechnikum in Karlsruhe.

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