Richard David Precht denkt über die Intelligenz nach

Der Bestsellerautor und Philosoph Richard David Precht erklärt, was die menschliche Intelligenz von der eines klugen Tieres unterscheidet. Er sagt: „Die Reflexionen, zu denen Menschen in der Lage sind, erreichen ein Niveau, das es im Tierreich nicht annähernd gibt.“ Bei den Tieren gibt es seiner Meinung nach zwar Ansätze zur Moralfähigkeit, zu Lug und Trug und List und Taktik, aber es gibt keine Tiere, die eine Rechtssprechung entwickelt haben oder ethische Maxime aufstellen können. Die Möglichkeit, sich zu sich selbst in ein Verhältnis zu setzen ist mit der Sprache und der Fähigkeit zur Abstraktion verbunden. Der Mensch kann über Dinge sprechen, die es nicht gibt, während ein Tier niemals die Zukunft in Worten vorwegnehmen kann.

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Bertrand Russell preist die Methode des Zweifelns

Bertrand Russell schätzt René Descartes, da diese die Methode des Zweifels erfand und zeigte, dass im Subjektiven die größte Gewissheit zu finden ist, wodurch er der Philosophie einen großen Dienst erwies. René Descartes entschloss sich, nichts zu glauben, dessen Wahrheit er nicht klar und deutlich einsähe. Was sich bezweifeln ließ, wollte er bezweifeln, solange er keinen Grund fand, nicht mehr daran zu zweifeln. Bertrand Russell erklärt: „Durch Anwendung dieser Methode kam er nach und nach darauf, dass das einzige, dessen Existenz ihm ganz gewiss war, er selber wäre.“ Da er zweifelte musste er existieren, wenn er überhaupt etwas erlebte ebenso. Seine eigenen Existenz stand für René Descartes absolut fest und gipfelte in dem weltberühmten Spruch: „Ich denke, darum bin ich“.

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Seneca zeigt Auswege aus dem Überdruss am Leben

Wer in den Genuss der Seelenruhe gelangen will, muss laut Seneca an sich selbst und an die Richtigkeit des eingeschlagenen Weges glauben. Die Unerschütterlichkeit ist für ihn etwas Hohes, Erhabenes, ja Gottähnliches. Die Griechen bezeichneten diese ausgeglichene Gemütsverfassung als „Euthymia“, die Wohlgemutheit. Seneca nennt diesen Zustand Seelenruhe. Die Aufgabe der Seelenruhe besteht für ihn darin, sich eine Gelassenheit zu erhalten, ohne dabei überheblich oder niedergeschlagen zu werden. Einer der größten Feinde der Seelenruhe ist die Unzufriedenheit mit sich selbst, die einer Sprunghaftigkeit des Geistes und ängstlichen, unerfüllten Trieben entstammt.

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In einer echten Demokratie gibt es immer Alternativen

Der Ausgangspunkt zur Verteidigung des Begriffs der Demokratie ist für die Philosophin Juliane Rebentisch das Paradox, dass die Demokratie aus Gründen ihrer Struktur, alle Normen in einer sozialen Ordnung zerstört, wenn man das Wort Demokratie wörtlich nimmt. Wenn wirklich alle oder die Masse herrschen, entsteht Willkür und Chaos. Dennoch gilt für Juliane Rebentisch folgender Anspruch: „Eine demokratische Sozialordnung kann nur demokratisch genannt werden, wenn in ihr auch die Möglichkeit eingeräumt wird, sie infrage zu stellen.“ Verbesserungen und Veränderungen sind ein wesentlicher Bestandteil der Demokratie. In einer funktionierenden Demokratie gibt es immer Alternativen.

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Rebekka Reinhard liebt die Überraschungen des Lebens

Die Arbeit ist zeitraubend und meist anstrengend, aber immerhin verleiht sie den Menschen den Eindruck von einem geregelten Leben. Die Regeln der Arbeit haben laut Rebekka Reinhard aber mit den Regeln des Lebens nicht viel zu tun. Die vielleicht wichtigste Lebensregel besagt: „Am Ende kommt es doch anders, als du denkst.“ Dieser Satz macht deutlich, dass das Leben nichts ist, was der Mensch bis ins Letzte regeln, planen und in Schach halten könnte. Er ist deshalb dazu aufgerufen, die bisher bekannten Lebensregeln immer wieder in Frage zu stellen und wenn es nötig ist, abzuändern oder sogar neu zu erfinden. Dieser unbequemen Wahrheit würden die meisten am liebsten aus dem Weg gehen.

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Durch Weisheit entsteht gleichbleibende Freude

Der Weise ist laut Seneca voller Freude, heiter, zufrieden und lebt unerschütterlich mit den Göttern auf gleichem Fuß. Wer niemals niedergeschlagen ist, nie voll banger Hoffnung die Zukunft erwartet, sich zu jeder Tages- und Nachtzeit vollkommener Ausgeglichenheit erfreut, der hat seiner Meinung nach die höchste Stufe des menschlichen Glücks erreicht. Menschen, die dagegen überall Vergnügungen suchen und noch dazu keine davon auslausen können, sind gleichweit sowohl von der Freude als auch von der Weisheit entfernt. Die Quelle des Genusses und der guten Laune ist auch die des Kummers. Seneca schreibt: „Freude ist jedermanns Losungswort; soll sie jedoch unwandelbar und erhaben sein, findet keiner den Weg zu ihr.“

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José Ortega Y Gasset erforscht das Denken

Das Denken ist für José Ortega Y Gasset eine Lebensfunktion wie die Verdauung und der Blutkreislauf. Ein Urteilsakt ist ein Elementarteilchen des menschlichen Lebens, ein Willensakt nicht minder. Sie sind Ausstrahlungen oder Momente in dem kleinen menschlichen Kosmos, dem organischen Lebewesen. Das Denken ist ein Vorgang wie die Nahrungsaufnahme oder die Arbeit des Herzens, wenn es das Blut durch die Adern pumpt. In allen diesen Fällen handelt es sich um vitale Notwendigkeiten. In einem Menschen als organischem Wesen liegen der Seinsgrund und die Rechtfertigung seines Denkens beschlossen. Das Denken ist ein Instrument, ein Organ des Menschen und wird vom Leben reguliert und gelenkt.

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Rebekka Reinhards moralischer Relativismus

Für Rebekka Reinhard scheint grundsätzlich jedes Opfer, das einen freien Willen besitzt, die Wahl zu haben, wie es mit seinem Los umgehen möchte. In der modernen Gesellschaft sind die häufigsten Methoden die Selbstanklage, die Selbstbemitleidung und die Bemitleidung durch Dritte. Rebekka Reinhard gibt folgende Definition eines Opfers: „Opfer zu sein heißt, für etwas Böses verurteilt worden zu sein, das man gar nicht begangen hat und aufgrund dessen unschuldig – und damit auch irgendwie gut zu sein.“ Wer in die Opferrolle gedrängt wird, muss in der Regel schwer dafür büßen. Beispielsweise mit dem Aufenthalt in einer Klinik, dem Verlust des Vermögens, der Schädigung des Rufs oder dem Verlust des Jobs.

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Aristoteles

Der Philosoph Aristoteles wird im Jahr 384 vor Chr. in einer kleinen griechischen Stadt zur Welt gebracht. Sei Vater ist ein mazedonischen Hofarztes, und so kommt es dass er eine Aubildung bekommt, sie seinesgleichen sucht. Es war das Jahr 367 als er schließlich nach Athen kommt um dort die Philosophioe Isokrates und Platons zu studieren. Dafür ließ er sich dann auch 20 Jahre zeit.

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José Ortega Y Gasset tritt für eine Kultur der Liebe ein

In dem Begriff der Liebe sieht José Ortega Y Gasset verschiedene Bedeutungen aufschimmern. Die erste ist eine bestimmte Art seelischer Erscheinung, die man Liebe zu Gott, Liebe zur Wissenschaft oder Liebe zur Kunst nennt. Die zweite ist die Gesamtheit der Dinge, von denen eine sexuelle Anziehung ausgeht. Für José Ortega Y Gasset besteht kein Zweifel, dass sowohl jene hohe Liebe wie auch diese körperliche Liebe irgendwie im Spiel ist, wenn von der Liebe zu einer Frau gesprochen wird. Über die Magie der Liebe schreibt er: „Der Zauber der Liebe beruht zum Teil auf ihrer poetischen Begabung: sie füllt die Welt ringsum mit Regenbogenglanz und schmückt sie mit Stickereien. Auf dem Gipfel des Liebesgeschehens gibt es Verklärungen wie auf dem Berge Tabor.“

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Maurice Merleau-Ponty kritisiert die Technikgläubigkeit

Obwohl Naturwissenschaft und Technik unwiderstehlich voranschreiten, bewirken sie für Maurice Merleau-Ponty keine fundamentale Förderung der Humanität. Denn das menschliche Ethos hat offenbar nur wenige Berührungspunkte mit dem Begreifen der Natur und der technischen Almacht über dieselbe. Jedenfalls hat es die Menschheit erlebt, dass Wissenschaft und Technik ohne Moral sich durchaus in den Dienst tyrannischer Herrschaftssysteme stellen lassen. In den Kriegen gehört es zu den Selbstverständlichkeiten, dass die großartigen technischen Erkenntnisse und Maschinen zur Vernichtung von Menschen eingesetzt werden. Die Naturwissenschaften sind laut Max Scheler eine Art von Herrschaftswissen, in denen keinerlei Heilswissen enthalten ist.

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Mihaly Csikszentmihalyi lehrt das gute Leben

Mihaly Csikszentmihalyi ist davon überzeugt, dass der Mensch ein wirklich ganz erfülltes Leben nur dann führen kann, wenn er ein Teil von etwas ist, das sein Selbst an Größe und Dauer übersteigt. In der heutigen Welt gibt es genug warnende Anzeichen für die zu starke Konzentration auf das eigene Selbst der Menschen. Ein Beleg dafür ist die Unfähigkeit, feste Bindungen einzugehen. Wer allerdings ein gutes Leben führen will, muss aktiv Verantwortung für den Rest der Menschheit und die Welt übernehmen. Mihaly Csikszentmihalyi rät den Menschen sich an einer Maxime des Buddhismus zu orientieren, die wie folgt lautet: „Handle stets so, als hinge die Zukunft des Universums von deinem Tun ab, und lache dabei über dich selbst, weil du glaubst, dass irgend etwas, was du tust, irgendeinen Unterschied machen wird.“

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Die Liebe kann die Quelle von Freude und Euphorie sein

Die Liebe ist für Julian Baggini in ihren unterschiedlichsten Formen von größter Bedeutung für die Menschen und macht das Leben erst lebenswert. Dennoch findet sich in den Werken der großen Philosophen nur wenig über die Liebe. Wichtige zeitgenössische Philosophen wie zum Beispiel Raimond Gaita und Martha Nussbaum philosophieren über die Liebe anhand der Literatur. Laut Julian Baggini gründet sogar der Wunsch, Gutes zu tun, nicht in der Vernunft, sondern in den verschiedenen Formen der Liebe. Er zählt dazu die Liebe zu einem Partner, die Liebe zur Familien oder die Liebe zu den Mitmenschen ganz allgemein.

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Das Denken von Michel Serres kennt keine Grenzen

Der Franzose Michel Serres wird in der Fachwelt als der Philosoph des Fließenden und des Flüchtigen bezeichnet. Wer seine Bücher liest, entdeckt ein Denken, das sich nicht festlegen lässt, weil die Skepsis des Suchenden das einzig Feststehende in seinem Werk ist. Für Michel Serres lebt die heutige Menschheit in revolutionären Zeiten, die er mit der Epoche der Renaissance oder der Zeit des fünften Jahrhunderts vor Christus, in der Platon lebte, vergleicht. Er begründet dies mit einer Veränderung, die so massiv ist, dass sie eigentlich jeden Menschen erstaunen müsste, aber völlig unerwartet mit stoischem Gleichmut hingenommen wird.

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Für Giordano Bruno hatte das Universum keine Grenzen

Giordano Bruno wurde 1548 in Nola bei Neapel geboren. Mit 14 Jahren trat er in das Dominikanerkloster San Domenico in Neapel ein. In der Bibliothek des Klosters fiel er durch seinen unersättlichen Wissensdurst auf. Er las die Bücher der antiken Philosophen, der Kirchenväter und die Schriften des Kopernikus. 1572 erhielt der junge Mönch, schon jetzt überdurchschnittlich gebildet, die Priesterweihe. Er verfügte über ein phänomenales Gedächtnis, in dem er den ungeheuren Wissensstoff speicherte, den er ständig aufnahm. Als er die Lehre von der Dreieinigkeit anzweifelt, wird er Anfang 1576 der Ketzerei angeklagt und musste aus dem Kloster fliehen.

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Arthur Schopenhauer verachtet die Menschheit

Für Arthur Schopenhauer war das leere Nichts nicht vorstellbar. Der Tod war für ihn kein Verschwinden im Nirwana. Er glaubte, dass sein Geist für alle Ewigkeit weiterleben würde. Der Philosoph starb am 21. September 1860 in Frankfurt am Main, wo er seit 1863 als Privatgelehrter und freier Autor gelebt hatte. Von der Gesellschaft hatte er sich zurückgezogen, da er die meisten Menschen für lächerliche Narren hielt, aber dennoch einzelne Menschen liebte. Gerne ging er allein mit seinem weißen Pudel spazieren, der ihn durch seine Anhänglichkeit erfreute. Dagegen missachtete der die Menschen, die ihm nach seinem literarischen Erfolg, demutsvoll ihre Hochachtung bezeugten.

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Maurice Merleau-Ponty: "Humanismus und Terror"

In den beiden Bänden von „Humanismus und Terror“ formulierte Maurice Merleau-Ponty unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg seine Stellungnahme zum Marxismus, Sozialismus und Kapitalismus. Er forschte nach einem humanistischen Sozialismus, der sich von der Anbetung der Sowjetmacht befreien müsse. Es war für ihn nicht nachvollziehbar, dass man auf dem Wege über eine absolute Diktatur zum Reich der Freiheit gelangen könne. Maurice Merleau-Ponty machte darauf aufmerksam, dass der Marxismus von seiner Ideologiegeschichte her auf den Liberalismus folgte. Die Lehre von der Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit aller Menschen, die von der Französischen Revolution vereinnahmt wurde, war eine Errungenschaft des revolutionären Bürgertums.

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Erich Fromm deckt die Illusionen der Menschen auf

Erich Fromm unterscheidet zwischen den Existenzformen des Habens und des Seins auch auf dem Gebiet des Wissens, dass sich in den Formulierungen „ich habe Wissen“ und „ich weiß“ ausdrückt. Wissen zu haben heißt, verfügbares Wissen beziehungsweise Informationen zu erwerben und in seinem Besitz zu halten. Wissen im Sinn von „ich weiß“ ist funktional und Teil des produktiven Denkprozesses. Das Verständnis der Eigenart des Wissens bei einem Menschen, der in der Weise des Seins lebt, kann man sich vertiefen, wenn man sich vergegenwärtigt, was Denker wie Buddha, Jesus, Sigmund Freud oder Karl Marx vertreten haben. Wissen beginnt in ihren Augen mit der Erkenntnis der Täuschungen durch die Wahrnehmungen des so genannten gesunden Menschenverstandes.

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Die Philosophie umfasst das Ganze des Seins

Karl Jaspers vertritt die These, dass es in der Philosophie keine Einmütigkeit des endgültig Erkannten gibt. Selbst was die Philosophie ist und was sie wert ist, ist umstritten. Die einen erwarten von ihr außergewöhnliche Erkenntnisse, während die anderen sie gleichgültig als gegenstandsloses Denken negieren. Manche sehen sie mit Scheu als das Bemühen ungewöhnlicher Menschen, wieder andere verachten sie als überflüssiges Grübeln von Träumern. Auf der einen Seite wird sie als eine Sache betrachtet, die jeden angeht und daher im Grunde einfach und verstehbar sein müsse. Auf der anderen Seite wird sie als so schwierig angesehen, dass es hoffnungslos ist, sich mit ihr zu beschäftigen.

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Jonathan Dancy vertritt den moralischen Partikularismus

Jonathan Dancy glaubt, dass objektive Gründe den Menschen direkt zum Handeln motivieren können. Seiner Meinung nach begründet der Mensch seine Handlungen durch den Verweis auf Tatsachen. In vielen seiner Arbeiten vertritt Dancy den moralischen Partikularismus, in denen er bestreitet, dass es moralische Prinzipien geben muss, die in allgemeiner Form bestimmen, was ein Handeln richtig macht. In anderen Schriften entwickelt der Philosoph den moralphilosophischen Intuitionismus weiter. Er geht davon aus, dass moralische Urteile objektiv wahr sein können und dass der Mensch im Einzelfall dank seines Urteilsvermögens herausfinden kann, welche seiner Handlungen richtig sind.

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Die Gliederung der Gesellschaft bei Aristoteles

Gemeinschaft bedeutet für Aristoteles immer eine Vielheit, eine Pluralität. Die Polis ist für ihn eine Gesellschaft der vielen freien Bürger, die gleichberechtigt sind und die Gemeinschaft des Stadtstaates begründen. Der Philosoph definiert den Menschen als ein Wesen, das auf die Gemeinschaft der Polis hin angelegt ist. Der Mensch ist für ihn auf der einen Seite an die Gesellschaft der Mitmenschen gebunden, auf der anderen Seite ist die Gemeinschaft auf jeden einzelnen freien Menschen angewiesen, da sie sich aus der Vielzahl der Individuen zusammensetzt. Aristoteles gliedert die Gesellschaft aufsteigend von der kleinerer zur größeren Gemeinschaft.

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Erich Fromm denkt über die Formen der Autorität nach

Als ein Beispiel für den Unterschied der Existenzweisen des Habens und des Seins dient Erich Fromm auch das Ausüben von Autorität. Der springende Punkt ist dabei für ihn, ob man Autorität hat oder eine Autorität ist. Fast jeder Mensch übt in irgendeiner Phase seines Lebens Autorität aus. Wer Kinder erzieht, muss, ob er will oder nicht, Autorität einsetzen, um das Kind vor Gefahren zu bewahren und ihm zumindest ein Minimum an Vorschlägen für das richtige Verhalten in bestimmten Situationen geben. In einer bürokratischen, hierarchisch organisierten Gesellschaft wie der Bundesrepublik Deutschland üben die meisten Mitglieder zwangsläufig Autorität aus, mit Ausnahme der untersten Schicht der Gesellschaft, die nur als Objekte der Autorität fungieren.

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Immanuel Kant entwickelt die Grundregel der Moral

Die Wissenschaft war für Immanuel Kant der Schlüssel zum Verständnis der Welt der materiellen Objekte in Raum und Zeit. Damit tritt aber ein den Menschen betreffendes Problem auf. Denn auch der menschliche Körper ist ein materielles, in Raum und Zeit existierendes Objekt. Wenn der Mensch gänzlich den wissenschaftlichen Gesetzen unterliegen würde, könnte er keinen freien Willen haben. Immanuel Kant glaubte aber an den freien Willen des Menschen und hielt diesen auch für beweisbar. Er nahm an, dass Akte des freien Willens nicht in der phänomenalen Welt stattfinden, in der die wissenschaftlichen Gesetze gelten, sondern in einer Umgebung, die sich dem wissenschaftlichen Verständnis entzieht.

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Georg Simmels Philosophie des Geldes

Georg Simmel würde mit seinen Vorlesungen auch heute noch die größten Vorlesungssäle der Universitäten füllen. Denn er stellte Fragen, die auch heute noch die Gemüter bewegen: Woher kommt die große Geldgier? Was treibt Superreiche dazu an, immer größere Vermögen anzuhäufen? Wie wirkt sich der entfesselte Kapitalismus auf die menschliche Psyche aus? Sein bedeutendstes Werk heißt „Philosophie des Geldes“, in dem er beschreibt, wie sich die Geldwirtschaft der Moderne immer mehr verselbständigt und alle anderen Zwecke des Daseins in den Hintergrund verbannt.

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Aristoteles untersucht das Wesen der Freundschaft

Aristoteles hält die Freundschaft für eine Trefflichkeit des menschlichen Wesens, oder für eine Eigenschaft, die eng mit ihr verbunden ist. In der Hinsicht auf das Leben in der Gemeinschaft ist die Freundschaft höchst notwendig. Denn ohne Freunde möchte niemand leben, auch wenn er allen Reichtum der Welt besäße. Denn gerade auch den reichen Leuten und denen, die Amt und Herrschaft ausüben, tun Freunde bekanntlich besonders not. Denn wozu wäre solcher Wohlstand nütze, wenn die Möglichkeit des Wohltuns genommen ist, das doch vor allem und in seiner preiswürdigsten Form dem Freunde gegenüber sich entfaltet? Denn wie ließe sich der Reichtum ohne Freude behüten und bewahren? Je größer der Wohlstand ist, desto gefährdeter ist er. Und in der Armut und sonstigem Missgeschick gelten die Freunde als einzige Zuflucht.

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