Erich Fromm denkt über die Formen der Autorität nach

Als ein Beispiel für den Unterschied der Existenzweisen des Habens und des Seins dient Erich Fromm auch das Ausüben von Autorität. Der springende Punkt ist dabei für ihn, ob man Autorität hat oder eine Autorität ist. Fast jeder Mensch übt in irgendeiner Phase seines Lebens Autorität aus. Wer Kinder erzieht, muss, ob er will oder nicht, Autorität einsetzen, um das Kind vor Gefahren zu bewahren und ihm zumindest ein Minimum an Vorschlägen für das richtige Verhalten in bestimmten Situationen geben. In einer bürokratischen, hierarchisch organisierten Gesellschaft wie der Bundesrepublik Deutschland üben die meisten Mitglieder zwangsläufig Autorität aus, mit Ausnahme der untersten Schicht der Gesellschaft, die nur als Objekte der Autorität fungieren.

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Immanuel Kant entwickelt die Grundregel der Moral

Die Wissenschaft war für Immanuel Kant der Schlüssel zum Verständnis der Welt der materiellen Objekte in Raum und Zeit. Damit tritt aber ein den Menschen betreffendes Problem auf. Denn auch der menschliche Körper ist ein materielles, in Raum und Zeit existierendes Objekt. Wenn der Mensch gänzlich den wissenschaftlichen Gesetzen unterliegen würde, könnte er keinen freien Willen haben. Immanuel Kant glaubte aber an den freien Willen des Menschen und hielt diesen auch für beweisbar. Er nahm an, dass Akte des freien Willens nicht in der phänomenalen Welt stattfinden, in der die wissenschaftlichen Gesetze gelten, sondern in einer Umgebung, die sich dem wissenschaftlichen Verständnis entzieht.

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Georg Simmels Philosophie des Geldes

Georg Simmel würde mit seinen Vorlesungen auch heute noch die größten Vorlesungssäle der Universitäten füllen. Denn er stellte Fragen, die auch heute noch die Gemüter bewegen: Woher kommt die große Geldgier? Was treibt Superreiche dazu an, immer größere Vermögen anzuhäufen? Wie wirkt sich der entfesselte Kapitalismus auf die menschliche Psyche aus? Sein bedeutendstes Werk heißt „Philosophie des Geldes“, in dem er beschreibt, wie sich die Geldwirtschaft der Moderne immer mehr verselbständigt und alle anderen Zwecke des Daseins in den Hintergrund verbannt.

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Aristoteles untersucht das Wesen der Freundschaft

Aristoteles hält die Freundschaft für eine Trefflichkeit des menschlichen Wesens, oder für eine Eigenschaft, die eng mit ihr verbunden ist. In der Hinsicht auf das Leben in der Gemeinschaft ist die Freundschaft höchst notwendig. Denn ohne Freunde möchte niemand leben, auch wenn er allen Reichtum der Welt besäße. Denn gerade auch den reichen Leuten und denen, die Amt und Herrschaft ausüben, tun Freunde bekanntlich besonders not. Denn wozu wäre solcher Wohlstand nütze, wenn die Möglichkeit des Wohltuns genommen ist, das doch vor allem und in seiner preiswürdigsten Form dem Freunde gegenüber sich entfaltet? Denn wie ließe sich der Reichtum ohne Freude behüten und bewahren? Je größer der Wohlstand ist, desto gefährdeter ist er. Und in der Armut und sonstigem Missgeschick gelten die Freunde als einzige Zuflucht.

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Johannes Duns Scotus propagiert die Individualität

Johannes Duns Scotus stammte aus Schottland und wurde um 1266 wahrscheinlich in Duns in der Grafschaft Berwick geboren. Er trat dem Franziskanerorden bei, studierte in Oxford und Cambridge und wurde 1291 zum Priester geweiht. 1305 erwarb er die Magisterwürde. 1307 kam er als Lector der Franziskaner nach Köln und ist dort am 8. November 1308 gestorben. Scotus gilt als der Philosoph der Individualität. Er unterstreicht das Positive des Individuellen, die als Prinzip eine positive Seinsbestimmung verlangt, woraus er später den berühmten Begriff der „Diesheit“ entwickelt. Im Primat des Willens sieht der bedeutende Denker der Scholastik die ursprüngliche Freiheit. An erster Stelle platziert er dabei aber nicht den Menschen, sondern die Freiheit Gottes und seinen allmächtigen Willen.

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Im Zen führt die Erleuchtung zur absoluten Freiheit

Einer Definition zufolgen kann man Zen als die Meditationsschule im Buddhismus bezeichnen. Der indische Patriarch Bodhidharma soll die Lehre des Zens im 6. Jahrhundert nach China gebracht haben. Er soll auch der Urheber der Heiligen Grundsätze (gatha) sein, in der Bodhidharma die Zen-Lehre zusammenfasst. Er beschreibt sie als eine besondere Vermittlung außerhalb der lehrhaften Unterweisung, ohne die Abhängigkeit von Buchstaben und Wörtern, die unmittelbar auf den Geist eines jeden Menschen zielt und in sein Wesen blickt, wodurch er die Buddhaschaft erlangt.

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Karl Marx will die Vereinzelung der Menschen aufheben

Karl Marx legt seiner gesamten theoretisch-metaphysischen Menschenlehre einen kämpferischen Atheismus zugrunde. Gott ist tot, jeder Gedanke an ein Jenseits wird strikt abgelehnt, was zählt ist nur das Hier und Jetzt. Auf Erden soll der Mensch befreit beziehungsweise erlöst werden, Lohn oder Strafe im Jenseits nach dem Tod, kann es für Marx nicht geben. An die Stelle eines allwissenden Gottes tritt laut Marx die Materie, die für alle Ewigkeit existiert, selbst bewegt und bewegt in den unendlichen Grenzen von Raum und Zeit. Die Materie ist für Marx der stoffliche Urgrund allen Seins, Materie ist Stoff. Die Materie ist ungeschaffen und unvergänglich, sie ist ohne Anfang und ohne Ende.

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Aristoteles denkt über die Großzügigkeit nach

Die Großzügigkeit gilt für Aristoteles als die Mitte des Verhaltens zu Geld und Geldeswert unter den Menschen. Denn der Großzügige erwirbt sich die allgemeine Anerkennung in der Hinsicht auf das Geben und Nehmen von Geld und Geldeswert und zwar in höherem Grade beim Geben. Den Begriff Geldeswert definiert Aristoteles wie folgt: alles, dessen Wert durch Geld gemessen wird. Zum Thema Geld gehören für den Philosophen aber auch Verschwendungssucht und kleinliches Knausern: sie stellen hierbei das Übermaß dar und die Unzulänglichkeit.

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Im Tantra soll die Sexualität in die Ekstase münden

Tantra ist die kraftvolle, die Welt bejahende Seite Indiens. Um das Tantra-Prinzip zu verdeutlichen, hat der große Hindu-Heilige des 19. Jahrhunderts Ramakrishna folgendes Bild verwendet. Er sagte, dass er zwar gerne Zucker esse, aber nicht gerne Zucker werden möchte. In die Welt der Metaphysik übersetzt heißt das, dass er gern am Göttlichen Anteil habe, aber nicht Gott selbst sein wolle. In einem anderen Spruch beschreibt er die Welt als eine Stätte der Freude, in der man essen, trinken und fröhlich sein kann. Das hat große Ähnlichkeit mit einem Satz des Augustinus, der den Mensch aufforderte Gott zu lieben, aber dennoch nach freien Stücken zu handeln.

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David Hume untersucht den Verstand des Menschen

In seinem Werk „Eine Untersuchung über den menschlichen Verstand“ untersucht Hume die Leistungsfähigkeit und die Grenzen des menschlichen Verstandes. Auf den ersten Seiten seines Buchs drückt Hume aus, dass Philosophieren Krieg führen bedeute. Es gehe letztlich immer um Positionen, Recht haben, seine Wahrheit durchzusetzen und dass so überzeugend beziehungsweise vernichtend und endgültig wie möglich. Sein großer Gegner ist der Aberglaube, der Kampfplatz der Metaphysik, seine Waffen liefert ihm die Erkenntnistheorie.

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Zum frühen Tod des Philosophen Andreas Kuhlmann

Andreas Kuhlmann war ein Philosoph, der sich nicht nur darüber im Klaren war, dass das Denken Folgen hat, sondern auch seine Konsequenzen daraus zog. Klarheit und Nüchternheit zeichneten den Denkstil von Andreas Kuhlmann aus. Die Stringenz, mit der er seine Argumente begründete und zu Ende führte, war streng und unerschütterlich. Dieser philosophische Denkansatz hatte allerdings nicht mit Starrsinn, blindem Eifer oder gar Prinzipienreiterei zu tun. Ebenso wenig konnte er mit dem typisch Deutschen anfangen, obwohl er den Autor Thomas Mann sehr verehrte.

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Die Vorsokratiker erfinden das rationale Denken

Die ersten rationalen Denker tauchten im 6. Jahrhundert vor Christus in Griechenland auf. Als erster Philosoph überhaupt gilt Thales von Milet. Es ist nicht genau bekannt, wann er geboren wurde und wann er starb. Es gilt aber als sicher, dass er in den Jahren vor 580 v. Chr. gelebt hat, weil der die Sonnenfinsternis des Jahres 585 v. Chr. genau vorhergesagt hatte. Thales von Milet fragte sich, aus was die Welt besteht und stellte die These auf, dass sie nur aus einem einzigen Element zusammensetzt. Er dachte, dass die Materie in irgendeiner Form aus Wasser besteht. Einer der Schüler von Thales von Milet war Anaximander, der etwa von 610 bis 546 v. Chr. lebte.

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John Stuart Mill philosophiert über die Gesellschaft

John Stuart Mill vertrat die These, dass es die Interessen der Menschen sind, die eine Gesellschaft begründen und nicht ein Vertrag, aus dem soziale Verpflichtungen abzuleiten wären. Durch den Schutz der Gemeinschaft ist jeder einzelne verpflichtet, gewisse Leitlinien den anderen gegenüber zu beachten und seine Interessen nicht zu verletzen. Außerdem muss jeder Mensch seinen Anteil an notwenigen Mühen und Opfern tragen, um die Gesellschaft und ihre Mitglieder vor Unrecht und Unannehmlichkeiten zu bewahren.

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Die Menschenrechte sind Freiheitsrechte

Seit der „Bill of Virginia“ von 1776 werden Menschenrechte deklariert. Er wird postuliert, dass der Staat jedem Menschen bestimmte Rechte auf jeden Fall gewähren und gewährleisten muss. Die ersten Menschenrechte, die damals genannt wurden, hießen Freiheit, Leben und Eigentum. John Locke hatte diese Deklaration schon hundert Jahre zuvor ausgesprochen. Man kann seine Lehre vom Staat dahingehend zusammenfassen, dass der Zweck des Staates im Leben, in der Freiheit und im Eigentum seiner Bürger beruht.

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Francis Bacon sehnt sich nach einer Insel der Erfinder

Francis Bacon war der erste, der auf wissenschaftliche Weise Natur- und Gesellschaftswissenschaften zusammenführen wollte. Er war davon überzeugt, dass im Wissen die Macht des Menschen bestehe, denn es macht ihn erfinderisch und daher mächtig. Das höchste Ziel dieses englischen Philosophen ist die Kultur, die die Welt verwandelt und den Menschen zu ihrem Gebieter macht. Im Denken erkennt Bacon das schaffende Vermögen, im Willen die Umsetzung der allgemeinen Wohlfahrt.
Francis Bacon war nicht nur Philosoph, er war gleichzeitig Mitglied des Unterhauses, ein erfolgreicher Rechtsanwalt und ein geachteter Schriftsteller.

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Der römische Naturphilosoph Plinius der Ältere

Plinius der Ältere war ein römischer Naturphilosoph und ist vor allem als Verfasser des Werks „Naturalis historia“ berühmt geworden, in dem er auf enzyklopädische Weise alle Erscheinungen der Natur im Überblick darstellt. Plinius wurde im Jahr 23 in Como in Norditalien geboren. Seine Ausbildung erhielt er zuerst von einem Privatlehrer in Rom, später ging er bei den Rhetorikern Arellius Fuscus und Remmius Palaemon in die Schule. Er war ein Anhänger der Stoiker und verehrte die Logik, die Naturphilosophie und die Ethik. Er strebte eine tugendhafte Führung des Lebens an, die sich mit den natürlichen Gesetzen der Natur in Harmonie befinden sollte. Um dieses Ziel zu erreichen, musste er zuerst einmal das Wesen der Natur verstehen.

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Albertus Magnus prägt die Zeit der Scholastik

Das Glaubens- und Vernunftsystem der Scholastik hat als übergeordnete Ordnungsmacht dem 13. Jahrhundert ihren Stempel aufgeprägt. Einer der größten Scholastiker seiner Zeit war Albertus, den man im 14. Jahrhundert den Beinamen „Magnus“, der Große, verlieh. Der Gelehrte zählt nicht nur zu den ganz großen Deutschen, sondern ohne Frage auch zu den ganz großen Europäern. Die Scholastik entstammte ursprünglich dem Denken von Theologen. Dennoch ist sie keine ausschließlich religiöse Denkform. In einem Jahrhundert, das fast ausschließlich auf universellen Ausgleich bedacht war, standen auch in der Philosophie die vermittelnden Tendenzen im Vordergrund.

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Die Menschen sollen nach der Glückseligkeit streben

Der Erkenntnis kommt nach Immanuel Kant schon von Beginn an ein sprachlicher und gesellschaftlicher Charakter zu. Denn die Wahrheit kann sich erst in der Diskussion der Meinungen in der Auseinandersetzung zwischen prinzipiell gleichberechtigten Menschen konstituieren. Das Urteil eines Menschen muss sich dem Beurteilen des Urteils durch ein anderes Mitglied der Gesellschaft und dessen Begründung öffnen. Erst dadurch erhalten die Erkenntnis und die Verständigung über die Bedingungen einer möglichen Erkenntnis erst einen Charakter des Dialogs. Laut Immanuel Kant soll sich alles Handeln der Menschen auf die Realisierung des höchsten Guts abzielen.

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Die Philosophie des absoluten Idealismus

Johann Gottlieb Fichte wurde am 19. Mai 1762 in Rammenau bei Bischofswerda in ärmlichen Verhältnissen geboren. Ein Adliger, der das geistige Potential des Jungen erkannte, ermöglichte ihm eine gute Ausbildung. Zuerst erhielt Fichte Privatunterricht bei einem Pastor, besuchte anschließend die Fürstenschule Schulpforta und studierte schließlich an der Universität in Jena. Nach seinem Studium lebte der Philosoph in großer Armut, da sein Gönner gestorben war. Der Philosoph wurde gleich mit seinem ersten philosophischen Werk „Versuch einer Kritik aller Offenbarung“, dass 1792 anonym erschien, bekannt.

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Ludwig Marcuse denkt über das Glück nach

Es gibt Sehnsüchte, die von der Patina des Alterns verschont werden. Zu diesen ewig Jungen zählt laut Ludwig Marcuse das Glück. Babylonien, Juden, Inder, Griechen, Römer, Chinesen, Unglückliche und Glückliche haben seit Jahrtausenden über das Glücklichsein nachgedacht. So wie es heute Menschen gibt, die sich über das Glück ihre Gedanken machen, wird es auch morgen und übermorgen einen Menschen geben, der sich die Frage stellt: Was ist Glück? Schon 3.000 Jahre bevor „das Streben nach dem Glück“ als ein Grundrecht in die amerikanische Verfassung aufgenommen wurde, stritt Hiob für das Recht auf Glück.

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Milliarden von Menschen leben in bitterster Armut

Dass täglich etwa 50.000 Menschen an armutsbedingten Krankheiten sterben, bezeichnet der Philosoph Thomas Pogge als Massenmord. 300 Millionen Armutstote habe es seit dem Ende des Kalten Krieges gegeben. Die Bürger der reichen Länder seien an diesem Verbrechen mitschuldig. Thomas Pogge lehrt in Yale als Leitner-Stiftungsprofessor Philosophie und internationale Angelegenheiten. Der 1953 geborene Deutsche lebt seit fast dreißig Jahren in den USA. Zu seinen Vordenkern zählt er Immanuel Kant, der einer der Ersten war, der Recht und Gerechtigkeit kosmopolitisch verstanden hat. Von Kant stammt der Ausspruch, dass eine Rechtsverletzung an einem Platz der Erde, an allen gefühlt wird.

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Karl Jaspers erklärt die philosophische Lebensführung

Karl Jaspers vertritt die Auffassung, dass sich das Leben in einer Ordnung finden muss, wenn es nicht in Zerstreuung verloren gehen soll. Es muss im Alltag von einem Umfassenden getragen sein, Zusammenhang gewinnen im Aufbau von Arbeit, Erfüllung und hohen Momenten, sich vertiefen in der Wiederholung. Nur dann ist der Mensch geborgen in einem Welt- und Selbstbewusstsein, steht auf dem Boden der Geschichte, der er angehört und im eigenen Leben durch Erinnerung und Treue. Laut Karl Jaspers sucht der Mensch in der philosophischen Lebensführung aus eigenen Kräften sich aufzubauen, was die Umwelt ihm nicht mehr bringt.

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Konfuzius wurde in China wie ein Gott verehrt

Konfuzius wurde angeblich 551 v.Chr. in der Grafschaft Lu in Südwest-Shantung geboren. Der Überlieferung zufolge soll er erst als Beamter im niederen Dienst und als Lehrer gearbeitet haben. Der er sich sehr schnell einen großen Ruf als Gelehrter erworben hatte, holte man ihn als Minister für öffentliche Arbeiten und später als Justizminister in die Regierung. Durch Intrigen verlor er die Gnade des Herrschers, musste seine Ämter niederlegen und verließ die Heimat.

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Jean-Paul Sartre: "Der Mensch ist verurteilt, frei zu sein"

Jean-Paul Sartre lebte im intellektuellen, politischen Klima in Paris, um zu schreiben und durch seine Schriften Wirkung zu erzielen. Seine schriftstellerischen Aktivitäten waren vielfältig. Er wirkte nicht nur als philosophischer Autor, sondern ebenso als Romanautor und durch seine Theaterstücke. Großen Einfluss auf die Intellektuellen seiner Zeit gewann er auch als Journalist und Herausgeber der bedeutenden philosophischen Zeitschrift „Les temps modernes“. Seine freie Beziehung mit seiner Gefährtin Simone de Beauvoir diente vielen Studenten als Vorbild. Außerdem sorgte er als Literaturkritiker, Essayist und durch seine spektakulären politischen Aktionen für Aufsehen.

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Isaiah Berlin war ein Superstar der Philosophie

Der große britische Ideenhistoriker und politische Philosoph Isaiah Berlin starb im November 1997 im Alter von 88 Jahren. In den Nachrufen in der englischsprachigen Presse mangelte es nicht grenzenloser Ehrerbietung. Für die „Times“ war er einer der einflussreichsten und originellsten Denker im intellektuellen Leben Englands. Der „Guardian“ bezeichnete Isaiah Berlin als den berühmtesten englischen Akademiker und für die „Newsweek“ war er höchstwahrscheinlich der hellste Geist des 20. Jahrhunderts. Der „Economist“ erhob ihn zum „Superstar des akademischen Showgeschäfts“.

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