„Können Sie mir eine gute Schule empfehlen?“ Diese Frage hat Andreas Salcher in den letzten Jahren Tausende Male gehört. Es gibt sogar Übereifrige, die sich schon nach dem ersten Ultraschallbild ihres noch ungeborenen Kindes im passenden Kindergarten anmelden wollen. Bei den meisten Eltern hat inzwischen ein Umdenken stattgefunden. Während sie früher ihre Kinder oft einfach in die nächstgelegene Schule schickten, ist Eltern heute bewusst, dass die Wahl der richtigen Schule zu den wichtigsten Zukunftsentscheidungen für die Kinder zählt. Andreas Salcher antwortet Eltern immer, dass es die optimale Schule für alle nicht gibt, sehr wohl aber die richtige für ihr Kind. Dr. Andreas Salcher kämpft seit vielen Jahren für bessere Schulen und individuelle Talentförderung. Der Bestsellerautor gilt mit über 250.00 verkauften Büchern als einer der erfolgreichsten Sachbuchautoren Österreichs.
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Passende Bücher bei Amazon findenIn der Volkschule entscheidet der Lehrer über den Erfolg des Kindes
Für mache Kinder mag eine gute traditionelle Schule mit klaren Aufgaben und Strukturen durchaus passend sein, andere werden sich ein einer reformpädagogischen Schule nach den Konzepten von Montessori oder Waldorf wohler fühlen. Andreas Salcher ergänzt: „Beginnen wir mit der Volksschule. Dort ist vor allem entscheidend, welche Lehrerin – mit neunzigprozentischer Wahrscheinlich wird es eine Frau sein – Ihr Kind unterrichten wird.“ Vier Jahre wird es von dieser Lehrerin abhängen, ob Ihr Kind gerne in die Schule geht, ob seine individuellen Talente gefördert werden oder Schule als Zwang und Langeweile empfunden wird.
Bei den mittleren und höheren Schulen spielen die angebotenen Spezialisierungen und die Qualität des gesamten Lehrkörpers eine große Rolle. Andreas Salcher erklärt: „Wird ein Kind, das keine große Begabung für die Mathematik besitzt, in ein Realgymnasium gepresst, weil es nur mehr dort einen Platz gibt, ist schon der Grundstein für Nachhilfestunden und Versagensangst gelegt.“ Die Eltern verlangen zu Recht, dass ihre Kinder als Kunden mit individuellen Bedürfnissen gesehen werden.
Viele Eltern melden ihre Kinder in Privatschulen an
Doch mit diesen gesteigerten Ansprüchen hat die Schulverwaltung noch sehr zu kämpfen. Viele Eltern flüchten zu Privatschulen. Um sicherzustellen, dass jedes Kind auch eine Schule besucht, besitzt jede öffentliche Pflichtschule einen Schulsprengel. Andreas Salcher erläutert: „Damit ist ein Wohngebiet gemeint, aus dem jedes Kind diese Schule besuchen darf. Und zwar kostenlos. Gleichzeitig bedeutet das aber auch, dass ein Kind nicht einfach eine „sprengelfremde“, also andere öffentliche Schule besuchen kann.“
Mittlerweile sind Städte wie Wien, Linz oder Graz dazu übergegangen, die gesamte Stadt als einen einzigen Schulsprengel zusammenzufassen. Andreas Salcher fügt hinzu: „Damit sollte die Wahlmöglichkeit der Eltern, in welche Schule sie ihr Kind schicken, erweitert werden. Allerdings muss eine öffentliche Schule, sobald sie mehr Anmeldungen als Plätze hat, unter anderem die Distanz zwischen Wohnort und Schule als Auswahlkriterium heranziehen. Das heißt: Je näher das Kind an der Schule wohnt, desto wahrscheinlicher wird es aufgenommen.“ Quelle: „Das Beste für mein Kind“ von Andreas Salcher
Von Hans Klumbies
