A.R. Penck erklärt mit Zeichen und Symbolen die Welt

Der Dresdner Maler A.R. Penck hat eine unverwechselbare Zeichen- und Symbolsprache entwickelt, mit der er dem Betrachter seiner Gemälde die Welt erklären will. Sein Bild „Der Übergang“ gilt als eine Metapher für die DDR und die Bundesrepublik, die sich eingebunden in zwei Machtblöcken, feindlich gegenüber standen. Ein Strichmännchen überquert in diesem Werk eine Schlucht, die nur von einem schmalen brennenden Balken überbrückt wird. In seinen aktuellen Gemälden „Neue Systembilder“ besinnt sich A.R. Penck auf seine ruhmreiche Vergangenheit. Vögel, Raubkatzen, geometrische Formen aller Art sowie immer wieder Strichmännchen hauchen seinen Leinwänden Leben ein.

Ausstellung: „Kunst und Kalter Krieg/ Deutsche Positionen 1945-1989“

Manche Werke des Künstlers erinnern entfernt an Höllenmalerei. A.R. Penck ist Autodidakt, den er offizielle Kunstbetrieb der DDR als dekadent ablehnte. Mehrfach wurden seine Werke von der Staatssicherheit in Gewahrsam genommen. Der ursprüngliche Berufswunsch von A.R. Penck war der eines Steinbildhauers. Er fand allerdings keine Lehrstelle. Mitte der 50er Jahre arbeitete der Künstler unter anderem als Fabrikarbeiter, Postbote oder Nachtwächter.

20 Jahres später malte A.R. Penck immer häufiger Gemälde für Galerien in Westdeutschland. Der Kölner Galerist Michael Werner war der erste, der den Künstler ausstellte. 1980 wurde A.R. Penck aus der DDR ausgebürgert und fand seine neue Heimat in Kerpen in der Nähe von Köln.

Heute arbeitet und lebt A.R. Penck auch in Irland. Ab Samstag, den 3. Oktober 2009 zeigte das Historische Museum in Berlin Teile von Pencks Werk in der Ausstellung „Kunst und Kalter Krieg/ Deutsche Positionen 1945-1989“. Die Schau war vorher schon in Los Angeles und Nürnberg zu sehen.

Von Hans Klumbies

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